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Barnstormers BBQ in Marburg Schönstadt

 - von Stefan Schmoll -

Deutschlands Fliegerszene im Jahr 2011: Gleich reihenweise hagelt es Veranstaltungsabsagen wegen immer umfangreicheren Behördenauflagen: "Flugtag" geht gar nicht - "Kunstflugbox" geht gar nicht - sogar offene "Werbung" war im BBQ-Vorfeld verboten. Und was passierte beim traditionellen Barnstormers BBQ der www.biplanes.de Community? Trotz des teilweise schweren Anflugwetters kamen mehr als 80 fliegende Klassiker & moderne Ultralights aus Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Marburg Schönstadt. Und trotz des weitgehenden Werbeverbots (ich selber habe während der Anfahrt weder Plakate noch sonstige Hinweisschilder gefunden) strömten 6.000 Besucher auf den Platz. Diese eindeutige "Abstimmung mit den Füßen" sorgte nicht nur für lange Schlangen an den Verpflegungsständen, sondern vor allen Dingen für strahlende Gesichter bei den "Biplanern" und den Mitgliedern des ansässigen Fliegerclub www.kvfl.de

Für www.airventure.de war Stefan Schmoll vor Ort.

Mit großem Dank an die Jungs von www.biplanes.de für die Luftaufnahmen sowie die Nachtfotos!

Nein, ein Flugtag darf es auf keinen Fall sein, sondern es ist ein klassisches Fly-In mit abendlichem Grillen. Seit 2006 veranstaltet die www.biplanes.de Community das BBQ. Und was zuerst in Hirzenhain als kleine Grillfete im Freundeskreis begonnen hat, ist mittlerweile zu einem festen Punkt in der deutschen Veranstaltungsszene geworden.
Der 750 Meter lange Marburger Grasplatz des www.kvfl.de bietet ideale Voraussetzungen für das entspannte Treffen. Während Freitag & Samstag traditionell eher den Piloten und ihren Freunden vorbehalten ist, ist der Sonntag gleichzeitig öffentliches Flugplatzfest des ansässigen Vereins.
Und das alles geht trotz der starken Auflagen: Fünf Bücker Jungmann treffen sich zu einer lockeren Formation über Marburg Schönstadt. Die zahlreichen Besucher hat's gefreut!
Samstagabend war Ballonglühen angesagt. Schließlich wollte man den angereisten Piloten auch was für das Auge - und nicht nur für den Magen - bieten.

So muss es sein. Im Hintergrund sind die historischen Flugzeuge geparkt. Im Vordergrund brennen Schwedenfeuer und das Grillgut brutzelt auf dem Rost. Diese entspannte Atmosphäre macht das Treffen so beliebt bei den fliegenden Besatzungen.

Gleich fünf Bücker Jungmann sind angereist. Hier werden kleine Wartungsarbeiten an der D-ETOY gemacht. Diese bei CASA in Lizenz gebaute Jungmann gehört übrigens dem www.quax-flieger.de Mitglied Dr. Jürgen Krump.
Ebenso ein spanischer Lizenzbau ist die D-EFJR. Der Eigentümer Jochen Rosenberg hat die spanische Militärlackierung vor einigen Jahren gegen dieses schöne Farbkleid mit persönlichem Touch getauscht.
Ingo & Jan Presser flogen mit der D-EEEK nach Marburg ein. Die Bücker Jungmann ist mit fast 90 Maschinen Deutschlands beliebtester historischer Doppeldecker.
Neben all den zivilen Lackierungen der anwesenden CASA Jungmann fliegt Otto von Chamier seine Maschine noch in der historischen Farbgebung - und sie ist als EC-DKX sogar noch spanisch zugelassen.
Auch von der amerikanischen ERCO Ercoupe fliegt ein knappes Dutzend Exemplare in Deutschland. Heiko Binder & Stephan Vatter haben sich entschlossen, ihre beiden Maschinen im gleichen Muster zu lackieren und sind seitdem gerne gemeinsam auf Veranstaltungen unterwegs.
Berd Axenbeck's Max Holste Broussard F-GIBN war am Sonntag im Rundflugdauereinsatz über Marburg. Von dem französischen Verbindungsflugzeug wurden in den fünfziger Jahren knapp 400 Exemplare hergestellt.
Mehr als 600 Maschinen wurden vom deutschen Gegenstück - der Dornier Do 27 - gefertigt. Während man die in Deutschland vorhandenen Broussard an einer Hand abzählen kann, existieren noch fast 100 Exemplare der Do 27 - zahlreiche davon flugfähig.
Bölkow 209 und Mylius 102 Tornado beisammen? Richtig, denn Letzterer wurde aus Ersterer entwickelt: www.demys.de
Das BBQ ist natürlich nicht nur Oldtimern vorbehalten. Auch zahlreiche moderne Eigenbauten wie diese beiden FK-12 Kitplanes fanden den Weg nach Marburg.
Mit Baujahr 1973 ist die Fuji FA-200 "noch" kein Oldtimer - aber ein seltener Klassiker ist die in Koblenz-Winningen beheimatete D-EIDM auf jeden Fall - und ein seltener dazu. Zwischen 1965 und 1986 wurden von diesem ersten in Japan entwickelten 4-sitzigen Leichtflugzeug lediglich 299 Exemplare hergestellt.
Die Yak-52 wird seit 1976 ununterbrochen gebaut. Seit Öffnung des Eisernen Vorhangs erfreut sich die robuste Maschine auch  bei westlichen Piloten großer Beliebtheit. Die RA3379K gehört zum www.acroyak.net  Team aus Pirmasens.

Mit mehr als 200 Exemplaren ist die Piper Cup/Super-Cub Familie mit großem Abstand der beliebteste Klassiker der deutschen Luftfahrtfreunde. Und mittlerweile werden mehr und mehr Exemplare wieder restauriert und in ihren früheren Zustand versetzt ? wie die in Bonn-Hangelar beheimateten D-EFTB.

Falls Sie sich fragen, warum die Militärkennung so schief am Rumpf klebt: Das gehört so - da gab es bei der Luftwaffe mal eine entsprechende "Zentrale Dienstvorschrift"!
Nein, das ist KEINE Piper Super Cub, sondern eine moderne Aviat Husky. Seit Mitte der Achtziger Jahre wird dieses Buschflugzeug in den Vereinigten Staaten gebaut und erfolgreich in alle Welt verkauft. In Deutschland ist die Husky - ähnlich wie in früheren Jahrzehnten die Piper Super Cub - ein beliebtes Schleppflugzeug bei den Segelfliegern.
Manchmal kommen sie wieder - die Great-Lakes 2T-1A-2 wurde zwischen 1929 und 1933 in den Vereinigten Staaten als kunstflugfähiger Doppeldecker gebaut. In den Siebzigern wurde die Produktion mit Boxermotor wieder aufgenommen und so haben wir hier mit den D-EBGL & D-EHMM zwei echte Klassiker!
Aus Luxemburg kam die Cessna Bird-Dog LX-PAC angeflogen. Auch in Deutschland ist der Vogel eine wahre Seltenheit.
Abendstimmung in Marburg mit der in Holland beheimateten Stearman N68461.

Leider mussten Uli Spielmann & Georg Raab mit ihren beiden (noch - siehe unter News) in Gelnhausen beheimateten Stearman schon am Sonntagmorgen abreisen. Aber zuvor stellten sie sich natürlich gerne dem www.Biplanes.de

Fotografen zu einer air-to-air Session!
Hans Nordsiek war sicher der beliebteste Teilnehmer beim jungen Publikum, erzählte er doch seine berühmten "Fliegergeschichten" und machte so gleich großartige Werbung bei der Marburger Bevölkerung für die Fliegerei.
1945 hatte sie ihren Erstflug, und noch immer werden auf der ganzen Welt Pitts Special nach Bauplänen gebaut. Bis zum Aufkommen von moderneren Kunstflugeindeckern in der Mitte der Siebziger Jahre war die kleine Pitts das Maß aller Dinge in der Kunstflugwelt.
Fliegender Trike und Fieseler Storch in U-Light Version. Auf dem BBQ war wirklich für jeden Fliegerfreund Platz. Und genau das macht das Besondere am Treffen aus!
Auch einige Exemplare der Dallach Sunwheel fanden den Weg nach Marburg. Die D-MYXA von Herbert Herget ist ein besonders ansehnliches Exemplar des mit einem Rotax Motor betriebenen U-Lights.

Echte Störche sind eine Rarität, aber dafür gibt es ja den http://www.slepcevstorch.com/

Michael Renck kam mit seiner LX-XMR aus Luxemburg.
Der älteste Teilnehmer war der in Siegerland beheimatete Focke-Wulf Stieglitz D-ETUF. Friedrich Diehl hat ihn im letzten Jahr aus Argentinien importiert und einer gründlichen Überholung unterzogen.
E N D E
 

 

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