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Breitscheid 2012

- von Stefan Schmoll -

VOLLES HAUS und jede Menge zufriedener Gesichter, das war das Fazit der wie immer sehr gelungenen Airshow in Breitscheid am 1. Septemberwochenende. Mehr als ein Drittel aller vorgesehenen Teilnehmer konnten nicht kommen ? und so rotierte das Organisationsteam buchstäblich bis zur letzten Minute, um das Programm umzustricken. Aber das Rotieren hatte sich gelohnt, wie unsere Bilder eindrucksvoll zeigen. Es war die gewohnt bunte Mischung aus Warbirds, Klassikern, Kunstflug und der Beteiligung einiger Streitkräfte, die das Besondere des Events der Flugsportgruppe Breitschaid-Haiger ausmachen.

Schon jetzt freuen wir uns auf 2014, wenn es weiter geht mit der www.airshow-breitscheid.de

Mehr als 10.000 Luftfahrtfans strömten am Sonntag auf den Hub. Die Hardcorefans fanden sich bereits am Vormittag am Zaun für die besten Fotopositionen ein. Andere ließen es entspannter angehen und genossen die Darbietungen während eines ausgiebigen Picknicks zwischen den geparkten Autos.
Solch einen Anblick gibt es in Deutschland regelmäßig nur auf der Hahnweide und in Breitscheid ? Mehrere Warbirds und dahinter fotografierende Massen.
Dieser Ausfall war leider nicht mehr zu ersetzen: Nach einem Fotoflug am Sonntagmorgen hatte der Pilot der belgischen North-American T-28 ein Motorproblem festgestellt ? für die Show am Nachmittag viel sie leider aus.
Modellflugzeuge sind ja ganz nett?.dachte ich auch, bis ich die Formationsvorführung von Wolfgang Klühr & Thomas Singer gesehen hatte. Was diese beiden mit zahlreichen Meistertiteln ausgezeichneten Piloten mit ihren beiden verkleinerten Aero L-39 am Breitscheider Himmel veranstaltet haben, war einfach GANZ GROßES KINO ? dementsprechend war der verdiente Applaus der Besucher!!

Die erwartete Spitfire aus Holland blieb wegen technischer Probleme leider fern, aber dafür konnten unsere Nachbarn gleich zwei interessante Neulinge auf den Hub schicken. Die Beech 17 Businessliner ist in Europa ein wahrer Exot. Die Maschine von Rene van Hemert sollte eigentlich vor zwei Jahren schon in Breitscheid sein, aber jetzt hatte es endlich geklappt.

Vom http://www.skhv.nl kam erstmals die Beech 18 PH-KHV nach Breitscheid. Von einer derartigen Oldtimervereinigung unter dem Dach der Streitkräfte können wir in Deutschland leider nur träumen.
Bart Verhees hat dieses fliegende UFO gebaut und ist Stammgast auf Flugtagen in ganz Europa. Ein echt heißes Teil, zu dem Sie hier http://www.verheesengineering.com/gb/delta.html weitere Infos finden.
75 Jahre und kein bisschen alterslahm. Die Messerschmitt 108 D-EBFW der Obermörlener Fliegerfreunde ist das weltweit älteste noch fliegende Flugzeug aus dem Hause Messerschmitt. Im Frühjahr hatten wir sie vorgestellt: http://www.airventure.de/news_obermoerlen_2012.htm

Breitscheid ist einer der wenigen Termine im Jahr, wo die Bundeswehr sich noch öffentlich präsentiert. Traditionell stand eine dicht umlagerte Transall neben dem Werbetruck der Bundeswehr.

Zusätzlich haben die Heeresflieger eine Bo-105 ausgestellt.
Die belgischen Streitkräfte waren wieder mit der Agusta A-109 vertreten. Leider stand auch sie nur in der statischen Ausstellung, da es in Deutschland bei öffentlichen Veranstaltungen praktisch keine Genehmigungen für "militärische" Flugdarbietungen mehr gibt?

Fast ein Jet?.

In den siebziger Jahren wurde bei Rhein-Flugzeubau der Fantrainer entwickelt. Doch leider konnte sich die Bundeswehr später nicht für den Kauf entscheiden, da die Jetpilotenausbildung komplett in die Vereinigten Staaten verlegt worden ist. Hier http://de.wikipedia.org/wiki/Rhein-Flugzeugbau_Fantrainer_400/600 finden Sie eine gute Zusammenfassung des interessanten Musters.
Georg Bierschneider brachte den Fantrainer aus Manching mit nach Breitscheid ? eine wirklich sehr willkommene Premiere, denn das Flugzeug ist nur sehr selten in der Öffentlichkeit zu sehen.
Uli Spielmann und Georg Raab sind mit ihren beiden gelben Stearman gerne gesehene Gäste auf dem Hub. Sowohl im Formationsflug als auch im klassischen Einzelkunstflug beeindrucken die amerikanischen Basistrainer aus den vierziger Jahre noch immer das Publikum.
Von Amerika nach Deutschland: Focke-Wulf Stieglitz & Bücker Jungmann im Doppelpack warten auf die Startfreigabe zum Formationsflug.
Dass man keine 2.000 PS für eine starke "Warbirdvorführung" benötigt, zeigte Alexander Braun in der Pilatus P-2. Der Schweizer Trainer wurde ab 1945 ausgeliefert und flog bei der dortigen Flugwaffe bis Anfang der Achtziger Jahre. Danach wurden die Maschinen glücklicherweise nicht verschrottet, sondern an Sammler abgegeben. Und so fliegen auch Heute einige der mit einem 465 PS starken Argus Motor ausgerüsteten Maschinen in Deutschland.
Noch rasanter als die Pilatus ist die 700 PS starke Yak-11. Einige Exemplare wurden zu Einsitzern umgebaut, um dem Trainer noch eine rasantere Erscheinung zu geben. Die F-AZNN wurde noch spontan am Samstagvormittag organisiert, als Stefan Langer ? Organisator des Flugprogramms - einen Anruf aus England erhalten hatte, dass die geplante Yak-11 von Rob Davies nicht starten konnte.
Rasanter geht es wirklich nicht mehr: Erstmals konnte die Flugsportgruppe Breitscheid Haiger die Hawker Sea-Fury zeigen. 740 km/h lautet die offizielle Höchstgeschwindigkeit. Und diese Geschwindigkeit gepaart mit der beeindruckenden Rauchanlage machte das Display.

Und da es leider einige kurzfristige Ausfälle gegeben hat, musste die Sea-Fury am Sonntagnachmittag gleich zweimal ran. Es gab wohl nur seeehr wenige Zuschauer, die darüber enttäuscht waren?

Für viele Fans ist das Display der Sea-Fury einfach noch eine Stufe besser als das anderer "High-End Warbirds".
Auch die von George Perez pilotierte Curtiss P-40 war in Breischeid noch nicht zu sehen. Obwohl im II. Weltkrieg fast 14.000 Exemplare gebaut worden sind, ist die P-40 heute ein sehr seltener Warbird. Erst in den letzten Jahren wurden einige Wracks restauriert, so dass mittlerweile mehr als ein Dutzend Exemplare betrieben werden.
Die North-American P-51 Mustang hingegen ist omnipräsent. Gerade in den Vereinigten Staaten fliegt noch immer eine dreistellige Zahl dieses wohl berühmtesten amerikanischen Flugzeuges des II. Weltkriegs. Der Franzose Marc Mathis zeigte wiederholt eindrucksvoll, weshalb die Mustang bei Sammlern und Luftfahrtfans gleichermaßen beliebt ist.
Leider musste die Junkers Ju 52 "D-AQUI" der Lufthansa vom im Rundflugbetrieb vom benachbarten Siegerlandflughafen aus operieren. Aber zumindest lässt es sich der Pilot nicht nehmen, den Breitscheider Besuchern zuzuwinken.
1942 wurde die seltene Ryan ST3KR von Norbert Lindner ? mit einem Kinner Sternmotor versehen ? an die amerikanischen Streitkräfte ausgeliefert. Nach der Ausmusterung wurde sie auf einen leistungsfähigeren Ranger Reihenmotor umgerüstet und erhielt 1981 beim Meeting im amerikanischen Oshkosh den Preis für den best restaurierten Oldtimer.

Auf Basis der Bölkow 209 Monsun wurde diese kunstflugtaugliche Mylius 102 entwickelt. Uwe Klöckner hat hier: http://www.demys.de/ zahlreiche Informationen über das einzigartige Flugzeug zusammengestellt.

Ganz exklusiv ? und erst seit dem Frühjahr 2012 im Einsatz ? ist die Vulcanair P68 Observer 2 der hessischen Polizei. Das Flächenflugzeug ist wesentlich preiswerter in Anschaffung und Unterhalt als die sonst eingesetzten Hubschrauber.
Wolfgang Seitz zeigte mit seiner Yak-55, wie viel Spaß Kunstflug mit 360 PS machen kann ? wenn diese auf nur 860 Kilogramm Flugzeuggewicht verteilt sind.
Tine Kirchberg aus Bad Nauheim war deutsche Meisterin im Segelkunstflug und zeigte mit der polnischen Swift S.1 ein sehr schönes ? und lautloses ? Programm auf dem Hub.
Noch immer ist die Pitts Special ein gerne genutztes Kunstflugzeug im Einsteigerbereich. Michael Weller zeigte mit dem wendigen Klassiker sein Programm.
Ralf Niebergall ist mit seiner SF-260 seit vielen Jahren auf Flugtagen unterwegs. Mittlerweile wurde das Programm aber erweitert: Sein Sohn Nico steuert parallel eine Modell SF-260 und das Duo sorgt durch diese seltene Kombination beim Publikum regelmäßig für Begeisterung.

Zwei Originale?und ein wenig Wehmut. Vater & Sohn Eichhorn werden ab dem kommenden Jahr nicht mehr mit den bekannten North-American T-6 auftreten, sondern mit modernen Extra Kunstflugzeugen.

Daher hier zum Abschied ein wenig "Kunst am Flugzeug". Walter & Toni: VIEL ERFOLG mit Euren neuen Flugzeugen. Auf dass Ihr das Publikum weiterhin verzaubert!

Drei Aérospaciale TB-30 Epsilon, drei begabte Piloten und eine phantastische Show, das ist die Patrouille Cartouche Doré der französischen Luftwaffe.

Nach einem verregneten Debut vor zwei Jahren konnten die Franzosen bei bestem Sommerwetter erneut begeistern.

Geflogen wird mit Aérospaciale TB-30 Epsilon, dem Basistrainer der französischen Armée de l'Air. Der eingebaute Lycoming Motor sorgt für eine Maximalgeschwindigkeit von 520 km/h?.und somit für eine sehr starke Vorführung.

Beheimatet sind die Maschinen auf der Base Aerienne 709 in Cognac. Sie wurde 1989 anlässlich der 100.000 Flugstunde der TB-30 formiert. Hier http://www.cartouche-dore.fr/ erfahren Sie Alles über diese großartige Staffel.

E N D E
 

 

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