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Hubschraubermuseum Bückeburg, Niedersachsen

- Ein Bericht von Thomas Fedor und Gerhard Schmid -

Link zum Hubschraubermuseum Bückeburg

Hubschraubermuseum Bückeburg
Sabléplatz, 31665 Bückeburg

Tel. 05722/5533

Um die Geschichte der Drehflügler dreht sich alles im Hubschraubermuseum Bückeburg, 60 km westlich von Hannover. Schon Leonardo da Vinci (1452-1519) befasste sich mit Fluggeräten, die schwerer als Luft sind. Mit einem Modell seines muskelkraftbetriebenen "Helix" beginnt der Museumsrundgang, der auf einer Zeitreise bis zu dem modernen Senkrechtstarter "Osprey" führt. Neben den etwa 40 ausgestellten Originalhubschraubern kann der Besucher an einer Vielzahl von Modellen, Bauteilen und Triebwerken technische Details und Funktionsweisen des Hubschrauberfluges entdecken. Einige Ausstellungsstücke sind einzigartig und nur in Bückeburg zu sehen.

Das ausgesprochen freundliche und zuvorkommende Personal steht dem fachlich interessierten Besucher gerne hilfreich zur Seite wenn es um detaillierte Fragen geht. Unser Tipp: Nehmen Sie genügend Zeit mit - das Museum ist größer als es auf den ersten Blick erscheint. Einen kleinen Einblick sollen Ihnen die nachfolgenden Bilder zeigen.

DaVinci "Helix" hieß Leonardo da Vinci's Entwurf eines Hubschraubers, der sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Luft schrauben sollte. Von diesen ersten Ideen Ende des 15. Jahrhunderts bis zum ersten wirklichen Hubschrauberflug sollten fast 500 Jahre vergehen....
Ausstellung Ein kleiner Ausschnitt der umfangreichen Sammlung an Originalfotos und Modellen. Anhand der vielen Vitrinen kann man ein plastisches Bild von den Gedanken der frühen Erfinder gewinnen.
Nein - das fliegt nicht Der Schweizer Gottardo Segantini hatte 1896 die Idee eines Lastenhubschraubers - und ist natürlich niemals geflogen.
Laser Und so sehen die Modelle des 21. Jahrhunderts aus: Mittels eines CNC-gesteuerten Laser kann die Struktur eines Glasblockes an jeder beliebigen Stelle zerstört werden. Momentan gibt es schon 12 verschiedene Hubschraubermodelle, die im Museum erhältlich sind.
PedalCopter Er sollte das Fluggerät für Jedermann werden - der Gosslich "Pedalcopter" aus dem Jahr 1949. Hat bekanntlich nicht geklappt - wäre aber sicher ganz praktisch gewesen für den kleinen Rundflug zwischendurch....
Tragschrauber

Ein Tragschrauber. Der Motor mit Druckpropeller sorgt für den Vortrieb. Der Hauptrotor dreht sich im Fahrtwind.

Beobachtungs-Tragschrauber Die Focke Achgelis FA-330 Bachstelze aus dem Jahr 1942. Am 300m langen Stahlseil erreichte dieses Fluggerät im Schlepp eines U-Bootes eine Flughöhe von 120m. Von der erhöhten Position besass der Beobachter eine bessere Übersicht. Der Aufbau der Bachstelze dauerte 7 Minuten, der Abbau 2 Minuten. Mit der Einführung des RADAR wurde diese Technik abgesetzt.
Bo 46 Die Bo-46 aus dem Jahr 1964 war eine Experimentalstudie zur Erprobung des Hochgeschwindigkeitsfluges. Mit beweglichen Rotorblättern (das nach vorn drehende Rotorblatt wurde verzögert, das nach hinten drehende beschleunigt) konnte das Erreichen der kritischen Schallgeschwindigkeit der Blattspitzen verzögert werden. Die Bo-46 ist ein Unikat.
S-58 Der amerikanische Sikorsky S-58 (H-34 G) erlebte seinen Erstflug im September 1954 und ist einer der erfolgreichsten Hubschrauber. Das erhöhte Cockpit ermöglicht einen sehr großen Laderaum. In der dicken Rumpfnase steckt der Antrieb - ein Sternmotor.
Ausbildung Beim "gefesselten" Trainingshubschrauber Bölkow Bo-102 konnte der Lehrer auf einem Stuhl seitlich unter der Zelle mit dem Schüler sprechen und per Bremse eingreifen. Besonderheit: Der B0-102 hatte nur ein Rotorblatt. Dahinter ein Versuch für eine freiflugfähige Version.
Kolbenmotor Das Herz der S-58 - der luftgekühlte 9-Zylinder Sternmotor vom Typ Curtiss-Wright R 1820 mit 1525 PS. Das große Lüfterrad sorgt für die Kühlung der Zylinder. Ab 1958 wurde der S-58 auch mit Turbine gebaut.
Yak Der einsitzige Experimental-Hubschrauber Bölkow Bo-103 entstand aus dem Heli-Trainer Bo-102 und wurde 1962 auf der ILA in Hannover vorgestellt. Es bestand jedoch keine Nachfrage nach einem einsitzigen Hubschrauber, was eine Serienfertigung nicht sinnvoll machte.
Mi-1 Ein Geschenk aus Russland an das Museum ist dieser goldene Mil Mi-1 "Moskwitsch". Michail Leontjewitsch Mil war der Konstrukteur des ersten, in der Sowjet-Union (und später auch in Polen) in Großserie gebauten Hubschraubers, der 1948 erstmals flog und 1951 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
28.000 Dollar Hughes TH-55 "Osage". Für etwa 30.000 Dollar war der TH-55 im Jahre 1968 einer der preisgünstigen Helikopter. Links Herr Harder und Herr Schmid.
Heizung Haupt - und Heckrotor sowie die Frontscheibe des Mi-1 (hier im Bild) sind mit Flüssigkeits-Enteisungsvorrichtungen versehen. Beste Voraussetzungen um in Russland zu fliegen.
Raven Der Hiller H-23C "Raven" war ein Mehrzweckhubschrauber der US-Army. Er wurde ab 1956 gebaut. Als Antrieb diente ein Sechszylinder Kolbenmotor von Lycoming.
Bo-105 Der Rotorkopf des Bo-105. Der erste Hubschrauber, der einen Looping geflogen ist. Er wurde von MBB (heute Eurocopter) entwickelt und  von 1970 bis 1997 in verschiedenen Ausführungen  1.425mal gebaut.
Bell 47 Einer der weltweit meistgebauten und bekanntesten Hubschrauber ist der Bell 47 G-2. Von Dezember 1945 an wurde er - teilweise in Lizenz - bis 1976 gebaut.
Eurocopter Der Roptorkopf des MBB/Eurocopter Bo 108 VT2 aus dem Jahr 1988. Der B0 108 war der Versuchsträger für den EC 135. Der Rotorkopf ist gelenk- und lagerlos aus einem Stück geschmiedet, die Blätter aus Verbundwerkstoffen. Dieses Ausstellungsstück ist ein Unikat.
Bremsscheibe Die gleiche Konstruktion wie bei einem Auto. Eine simple Bremsscheibe bremst den Hauptrotor ab. So werden unerwünschte Wanderungen des Hubschraubers nach dem Abstellen des Motors (oder Turbine) unterbunden.
FW 61 Hanna Reitsch flog mit diesem weltweit ersten voll steuerbaren Hubschrauber 1938 in der Deutschlandhalle. Dieser Nachbau der Focke-Wulf FW-61"D-EBVU" ist nicht flugfähig, doch zeigt er detailgetreu diesen ersten Hubschrauber.
Banane Die "fliegende Banane" wurde er im Volksmund genannt - der Vertol V-43 H-21C. Der Erstflug erfolgte am 11. April 1952. Auch die Bundeswehr hatte 32 Maschinen.
Schlagsahne An diesem Modell kann man sehr gut die Funktion des Flettnerantriebes sehen. Die Rotorblätter greifen ineinander. Es entsteht kein Drehmoment, was einen Heckrotor beim Flettner FL 282 "Kolibri" überflüssig macht. Das Prinzip wurde von Kaman übernommen und noch heute verwendet.

Unser besonderer Dank gilt an dieser Stelle Herrn Harder, der uns bei unserem Rundgang geduldig und kompetent zur Seite stand und so einen wichtigen Beitrag zur Entstehung dieses Beitrages geleistet hat.

 

 

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