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Coburg Air Show  3-5.07.2009

- von Damian Güttner -

 

Am ersten Juli Wochenende lud der Aeroclub Coburg zu einer dreitägigen Air Show ein. Das Flugplatzgelände, ein Verkehrslandeplatz mit einer Asphaltbahn und einer Graspistebe, befindet sich auf der Brandensteinebene in Coburg.

Das überwiegend schlechte Wetter am Flugtagwochenende war eine Fortsetzung der vorangegangenen Tage, Nebel durch die hohe Luftfeuchtigkeit und immer wieder Regenfälle machten es den Piloten nicht leicht, den Platz zu erreichen. Kurze Lücken im von Regenwolken verhangenen Himmel boten dann am Samstagvormittag für die Warbirds aus La Ferté Alais die Chance zur Landung. Wenige Augenblicke später kehrte der Regen für weitere zwei Stunden zurück. Pünktlich zum offiziellen Beginn der Air Show verzogen sich Regen und Nebel, es herrschte wolkenloser Himmel.

Die Coburger Air Show war für die  Besucher insbesondere deshalb interessant, weil der Veranstalter viele Deutschlandpremieren angekündigt hatte. Aus Dijon/Frankreich waren die Supermarine Spitfire Mk XIX und die neue Flug Werk Fw 190 A8/N von Christophe Jacquard angekündigt, eine P-51D Mustang und P-40N Warhawk aus La Ferté Alais in Frankreichund eine PBY5 Catalina, die von einer Air Show in Krakau/Polen auf dem Heimweg nach Duxford war. Fast schon selbstverständlich darf man die Teilnehme von Walter und Toni Eichhorn mit ihren beiten N/A AT-6 nennen.

Wenige Tage vor der Veranstaltung mußte leider die Fw 190 A8/N wegen technischer Probleme die Teilnahme absagen. Für würdigen Ersatz hat der Coburger Aeroclub kurzerhand gesorgt und zur großen Freude des Publikums Thomas Jülch aus Mannheim mit seiner neuen I-16 Rata nach Coburg geholt.

Der Termin für die nächste Air Show in Coburg steht mit dem Wochenende 2./3. Juli 2011 bereits fest.

FAZIT: Eine sehr gelungene Air Show mit vielen Attraktionen. Es war mit vielen Essbuden für das leibliche Wohl der Zuschauer gesorgt. Für Unterhaltung wurde mit Lifemusik im Hangar gesorgt und für die Kinder war ein Spielplatz mit Hüpfburg vorhanden. Die Parkplätze für die Besucher wurden direkt am Flugplatz bereitgestellt.

In Coburg war die deutsche Air Show Premiere der Curtiss P-40 aus La Ferté Alais. Die Maschine wurde erst Anfang des Jahres aus Neuseeland nach Frankreich gebracht, dort zusammengebaut und getestet.

Christophe Jacquard fliegt mit seiner Supermarine Spitfire Mk XIX eine Rolle. Die Coburger Air Show war die zweite Veranstaltung an der diese Maschine nach dem Tausch des Antriebs und der Neulackierung teilnahm.

Die elegante Maschine zeigt einen Anstrich mit den britischen Markierungen aus dem asiatischen Kriegsschauplatz.

Eine P-40 ist ein seltener Gast auf deutschen Airshows. In Europa fliegen zur Zeit 3 Maschinen dieses Typs: Die P-40 M Kittyhawk, Bj.1943 von Peter Teichmann (Hangar 11), die P-40 B Warhawk, die im März 1941 ausgeliefert wurde und heute im Besitz der THE FIGHTER COLLECTION ist - und die hier gezeigte P-40 N.

In der Mittagspause wurden verschiedene Modellflugzeuge unterschiedlicher Größen und Kategorien vorgestellt. Einige Modelle waren im Flug nicht mehr von den großen Vorbildern zu unterscheiden, wie diese Grumman F-9 Panther.

Die I-16 Rata. Der Pilot sitzt im offenem Cockpit. Das war im Einsatz bei Geschwindigkeiten von 450 km/h und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt sicher nicht immer ein Vergnügen.

Obwohl die I-16 den selben Motor wie die An-2 hat, ist der Klang durch die andere Abgasführung völlig unterschiedlich.

Kunstflug in Perfektion. Walter und Toni Eichhorn haben auch in Coburg die Zuschauer mit ihrer Vorführung begeistert. Um den Rauch erzeugen zu können,wird in den heißen Auspuff Paraffin eingespritzt. Bei der linken Maschine sieht man die Aufhängungen unter dem Flügel, an denen zwei Spezialbehälter mit Parafin mitgeführt werden.

Das Triebwerk läuft. Erst beim dritten Versuch hat das AsH 62 IR Triebwerk mit viel Knattern und Rauch gezündet.

Vor der Maschine steht der Handwagen mit der Anlassbatterie, das Kabel ist noch an das Bordnetz der Maschine angeschlossen. Sobald der Motor rund läuft, wird die Batterie von der Maschine getrennt.

Am static display war auch die Bundeswehr mit einer C-160 Transall beteiligt. Für stolze 3,50 Euro konnte die Maschine auch von innen besichtigt werden.

Das Cockpit der Catalina befindet sich noch fast im Zustand der Auslieferung. Nur die Instrumente, die man heutzutage für sicheren Betrieb benötigt, wurden nachgerüstet. Die Seilzüge an den Gashebeln zeigen: Hier wird noch ohne viel Elektronik geflogen.

Aus La Ferté Alais brachte der bekannte Warbirdpilot Marc Mathis die P-51D Mustang "Nooky Booky II" nach Coburg. Während das Triebwerk auf Betriebstemperatur gebracht wird, werden die letzen Checks vom Piloten durchgeführt.

Diese Mustang mit der Seriennr. 44-74427 wurde erst 1950 gebaut und flog viele Jahre bei der kanadischen Luftwaffe. 1998 wurde sie nach Frankreich überführt.

Blick vom Pilotenplatz auf die am Kabinendach angebrachten Bedienhebel für Motoren und Propeller.

Ein schöner Größenvergleich zwischen zwei Jägern des zweiten Weltkriegs. Es lagen ca. 8 Jahre zwischen der Einführung der I-16 Rata bei der russischen Luftwaffe und der P-51 bei der USAAF. Die Rata war eines der ersten Jagdflugzeuge mit Einziehfahrwerk.

Der Blick auf den Rumpfquerschnitt läßt deutlich erkennen, dass es sich um ein Flugboot handelt.

Zwar wurden keine Sportflugzeuge an der Veranstaltung vorgeflogen, aber verschiedene Sportmaschinen - wie diese Klemm 107 - standen im Static Display und konnten besichtigt werden. In manchen Maschinen konnten Kinder und Jugendliche Platz nehmen und einmal selbst einen Steuerknüppel in die Hand nehmen.

Sternmotoren wie die Wright R-1820-90 der Catalina benötigen viel Aufmerksamkeit. So werden zwischen den Flügen stets Kontrollen durchgeführt.

Neben den Warbirds, die in Coburg zu sehen waren, war die Messerschmitt Bf 108 der Deutsche Lufthansa Berlin Stiftung, geflogen von Uwe Badow, ein Highlight. Unter den zivilen Maschinen aus den 30 Jahren bot der Argus AS 10C einen besonderen Ohrenschmaus für die Zuschauer.

Hier präsentiert der Pilot die Oberseite der Maschine. Die beiden Triebwerke wirken sehr klein im Verhältnis zu dem großen Flügel. Die Maschine gehört der "The Catalina Society", www.catalina.org.uk und ist in Duxford stationiert. Zur Air Show Saison 2005 bekam die Maschine ihre neue G-PBYA Kennung.

Eine kleine Überraschung war diese PZL 104 Wilga. Es ist ein viersitziges Agrar- und Schleppflugzeug polnischer Produktion aus den 60er Jahren. Das Flugzeug ist mit einem 9-Zylinder AI 14R Sternmotor von Iwtschenko ausgerüstet und hat 258 PS.

Die Catalina wurde sehr gekonnt vorgeflogen. Der Pilot demonstrierte die unterschiedlichen Konfiguration für Wasser- und Land-Landungen.

Nach dem Krieg wurde die Maschine zum Wasserbomber umgebaut und zur Waldbrandbekämpfung eingesetzt. Am 26. September 2004 ist die Maschine mit der Kennung C-FNJF von Sywell nach Duxford überführt worden.

Längst gehört Peggy Krainz mit ihrer Wingwalking-Darbietung zur Airshowszene in Europa. Ihre schöne Boeing Stearman - diesmal mit neuer Lackierung - durfte im trockenen Hangar übernachten.

 

 

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