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Meeting de l' Air Dijon 2008

- von Christopher Heller -

Tausende Flugbegeisterte folgten der Einladung der französischen Luftwaffe zum Meeting de l' Air ins hochsommerliche Dijon. Teilnehmer wie Patrouille de France, Frecce Triccolori, die marokkanische Formation Marche verte Maroc, Royal Jordanian Falcons, Breitling Jet Team sowie zahlreiche Solodisplays versprachen eine hochkarätige Veranstaltung.

Zur Feier des Tages hat man eine Mirage 2000-5 mit einer farbenfrohen Sonderlackierung versehen und in einer Viererfomation im Flugprogramm präsentiert. Auch war es eine gute Gelegenheit noch einmal das Mirage 2000 Solodisplay zu verfolgen. Im nächsten Jahr wird der eindrucksvolle Deltaflügler durch eine Rafale Displaymaschine ersetzt.

Für Freunde der historischen Fliegerei war Einiges aufgeboten. Neben den Jets DH 100 Vampire und CM 170 Fouga Magister, gab es North American T-6, T-28, Morane 406 und die bekannte Spitfire von Christophe Jacquard in dynamischen Präsentationen zu bewundern.

Einzig des morgendliche Verkehrschaos trübte den guten Eindruck. So konnten wir die spektakuläre Abfangübung mit dem französischen AWACS E3F, 2 Mirage 2000 und einer Epsilon, sowie das niederländische Solodisplay der F-16 nur vom Auto aus verfolgen.

Auch der Zuschauerbereich war recht eng bemessen. Hier war das Gedränge dicht und man wünschte sich mehr Raum.

Angekündigt, aber nicht im Flyingdisplay zu sehen, waren leider die dänische F-16 und die spanische F-5 Tiger. Beide Teilnehmer haben das Staticdisplay offensichtlich vorgezogen. Hier wurde eine ansehnliche Anzahl an Fluggeräten präsentiert. Mirage 2000 in vielen Versionen, Mirage F1, F-16 aus Holland, Belgien und Dänemark, 2 Harrier sowie eine Hawk und 2 Tornado der RAF. Die deutsche Luftwaffe hatte einen Tornado nach Dijon entsendet.

Alles in Allem war es eine sehr gute Veranstaltung bei extremen Temperaturen. Aus fotografischer Sicht jedoch ziemlich anspruchsvoll. Hatte man bis zum Mittag mit dem Gegenlicht zu kämpfen, so zogen später Wolken auf und man musste immer wieder die Wolkenlücken suchen um ausreichend Licht auf den Objekten der Begierde zu finden.

Seit 1983 fliegt die Formation "Patrouille Reva". Zu einem echten Leckerbissen macht sie ihr Fluggerät L'ACROEZ, welches auf den Plänen von Burt Rutan basiert. Die 350 km/h schnellen Canard-Flugzeuge fliegen in einer Dreierformation ein klassisches Kunstflugprogramm. Stationiert ist die Patrouille Reva in Colmar Houssen.

Atemberaubend sind ihre schnellen Rollen direkt nach dem Abheben. Dazu kommt die eindrucksvolle Silhouette des Deltaflüglers gepaart mit dem gewaltigen Triebwerk. Das Mirage 2000 Solo Display wird wohl so mancher in Zukunft schmerzlich vermissen!

Das marokkanische Team "Marche verte Maroc" wartet mit einer besonderen Spezialität auf. Hier sind die Flugzeuge zu Anfang des Flugprogramms mit Seilen verbunden. Für die späteren Figuren werden die Verbindungen gelöst. Auf dem Bild kann man gut die Verbindungsseile erkennen.

Die D.H 100 Vampire ist ein Strahljäger der ersten Generation und wurde zu Ende des zweiten Weltkriegs einsatzbereit. Besonders interessant ist die Mischbauweise in Holz und Metall, sowie die Auslegung als ungepfeilter Mitteldecker mit doppeltem Leitwerksträger. Etwa 4.400 Einheiten wurden für zahlreiche Nutzerstaaten produziert.

Das 8er Team fliegt auf CAP 232 und ist nicht häufig auf europäischen Flugtagen zu sehen.

Die Spitfire PR Mk. XIX von Christophe Jacquard ist aus der Airshowszene nicht mehr wegzudenken. Die wendige Maschine hat ein Rolls Royce Griffon Triebwerk mit ca. 2.000 PS welches zwei gegenläufige Propeller antreibt. Dadurch hebt sich das starke Drehmoment auf und verhilft dem Höhenaufklärer zu einer enormen Steigleistung.

Eine Demonstration ihrer Bodenangriffsfähigkeiten wurde von der EC 01.004 "Dauphiné" aus Luxeuil präsentiert. Hierzu wurden zwei Mirage 2000N eingesetzt. Der Einsatz von Pyrotechnik hätte die Dynamik aber sicherlich noch unterstrichen!

Das belgische F-16 Solo Display setzt Akzente. Auch hier wird nicht mit Flares gegeizt!

Nur bei der Lackierung steht man noch etwas im Schatten der niederländischen Nachbarn. Leider waren gegen Ende der Show die Lichtverhältnisse nicht mehr ganz optimal.

Zur Feier des Tages präsentiert sich eine Mirage 2000-5F im bunten Kleid. Der außen aufgebrachte Schwan ist auch im Cockpit wiederzufinden. Hier beim "Taxeln" vor dem Zuschauerbereich.

Die britische Luftwaffe hatte ein großes Kontingent für das Staticdisplay abgestellt. Unter Anderem eine BAE Hawk in farbenprächtiger Lackierung.

Mit ausgefahrenen Vorflügeln präsentiert sich die Mirage 2000 zum Fotopass.

Neben zwei Tornados hatte man auch zwei Harrier nach Dijon entsendet. Hier der weitaus schönere der beiden. Er präsentierte sich in fast fabrikneuem Kleid. Dem zweiten Exemplar konnte man den harten Alltagseinsatz deutlich ansehen.

Die lokalen Mirage Abfangjäger in Viererformation bei ihrem Display.

Von "gefährlich aussehen" keine Rede! Aus dieser Perspektive wird das "Sharkmouth" eher zu einem freundlichen Lächeln.

Die "Royal Jordanian Falcons" haben sich inzwischen zum "Standardrepertoire" vieler europäischer Flugtage etabliert. Die Piloten gehören der jordanischen Luftwaffe an und fliegen normalerweise F-16 oder F-5.

Der schlaue Fuchs "leads the field". Auch die britische Luftwaffe stellte eine Sonderbemalung in Form eines Tornados zur Schau.

Auf ihren Extra 300 begeistern sie mit einem sehr präzisen Programm tausende von Zuschauern in Europa, USA und dem arabischen Raum.

Eine Fightervariante der Mirage 2000 ist hier im Static zu sehen. Interessant ist die starre Auslegung des Luftbetankungsstutzens. Dem höheren Luftwiderstand steht hier eine sehr wartungsarme und kostengünstige Konstruktion gegenüber.

Zu den absoluten Stars der Szene gehören natürlich die "Frecce Tricolori" aus Italien. Das Team fliegt sein Programm mit Aermacchi MB 339 Trainern und gilt als eine der spektakulärsten Kunstflugstaffeln Europas.

Dieses Haifischmaul wirkt doch schon etwas bedrohlicher. Auch wenn es auf einem reinen Fortgeschrittenen-Trainer aufgebracht ist. Der Alpha Jet ist eine Gemeinschaftsentwicklung der Firmen Dornier und Dassault. In Frankreich wurde er als reines Schulflugzeug eingesetzt und ist auch das aktuelle Muster der Kunstflugstaffel Patrouille de France.

Eines ihrer Markenzeichen ist der "offensive" Einsatz der Rauchanlage in den Farben der Landesflagge. Schon vor dem Start wird der spektakuläre "Smoketest" durchgeführt. Man kann nur hoffen, dass ein strammes Lüftchen zu Verfügung steht um die dichten Wolken zu verwehen.

Zukünftiges Mehrzweckkampfflugzeug der französischen Luftwaffe und Marine ist die Dassault Rafale. Der Technologiedemonstrator Rafale A hatte seinen Erstflug bereits 1986 und die Auslegung als Deltaflügler mit Canards garantiert eine große Wendigkeit über das gesamte Geschwindigkeitsspektrum. Knapp 300 Maschinen wollen die beiden französischen Teilstreitkräfte insgesamt in Dienst stellen.

Mit zehn Akteuren sind sie derzeit der größte militärische Jet-Kunstflugverband der Welt.

"Strike Hard" ist die Aufschrift auf dem Leitwerk dieser belgischen F-16. Eindrucksvoll wird das Motto durch die eiserne Faust mit dem Morgenstern unterstrichen. Immer wieder schmücken die belgischen Luftstreitkräfte ihre Maschinen mit farbenprächtigen Leitwerken aus.

Eines der dynamischsten europäischen Solodisplays stellt das "F-16 Solo Display Team" der Holländischen Luftwaffe. Leider bekamen wir das Display zu Anfang der Show nur von außerhalb des Platzes mit. Hier sieht man die Displaymaschine bei ihrer "Abreise" am frühen Nachmittag. Auch dank der wunderschönen Lackierung, der Rauchanlage und dem Einsatz von Flares gehört sie zu den Highlights jeder Airshow in ihrem Terminkalender.

Auch eine Stinson 108-3 fand ihren Weg ins Static Display. Besonders gelungen ist die Farbgebung in dunklem Blau und in Rot. Die Stinson 108 ist ein Reiseflugzeug aus den 50er Jahren und wurde in mehr als 5.000 Exemplaren gebaut.

Die französische Mirage 2000-5F wartet auf die Startfreigabe zu einem ihrer letzten Solodisplays. Ab dem nächsten Jahr wird sie durch das modernere Muster Rafale ersetzt.

Leider hat es der spanische Tiger nur bis ins Static geschafft. War doch eine fliegende Präsentation angekündigt. Ab 1970 fertigte Spanien etwa 70 F-5 in Lizenz von Northrop. Das leichte Kampf- und Trainingsflugzeug wird aktuell einer Modernisierung unterzogen. Es erhält ein integriertes Avioniksystem und soll noch viele Jahre als Trainer fliegen.

 

 

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