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Estrella Warbird Museum, Paso Robles, California

- von Gerhard Schmid -

Der mittlere Westen der USA ist ein Magnet für Touristen, bietet er doch für jeden Geschmack passende Sehenswürdigkeiten. Highlight einer Reise durch Kalifornien ist für viele Touristen die berühmte Küstenstraße Highway #1, die schönste Verbindung der Metropolen San Francisco und Los Angeles. Auf halbem Wege sollten Sie einen Abstecher einplanen und sich einen halben Tag Zeit nehmen - für eine gemütliche Runde durch die Weinberge, die einige der erlesensten Weine Kaliforniens hervorbringen - und für das Estrella Warbird Museum.

Das Estrella Warbird Museum liegt am Paso Robles Municipal Airport, der ehemaligen Estrella Army Air Force Base, nordöstlich der Stadt Paso Robles. Mehr als 325 aktive Mitglieder beschäftigen sich ehrenamtlich mit dem Erhalt und dem Ausbau der Ausstellung sowie der Restaurierung der Flugzeuge. Einige davon befinden sich in flugfähigem Zustand und werden von den Mitgliedern des Museums geflogen. Im engen Schulterschluss mit Bildungseinrichtungen für alle Altersgruppen präsentieren die Mitglieder des Estrella Warbird Museum die Geschichte der Luftfahrt und der ehemaligen Army Air Force Base. Memorabilia aus aller Herren Länder und eine Vielzahl militärischer Fahrzeuge bieten in Verbindung mit den in- und outdoors ausgestellten Flugzeugen eine insgesamt abwechslungsreiche Ausstellung.

So finden das Estrella Warbird Museum: Paso Robles Regional Airport, 4251 Dry Creek Road, Paso Robles, CA 93446. www.ewarbirds.org. Die Öffnungszeiten sind Fr und Sa von 10.00 bis 16.00, So von 12.00 bis 16.00. Gruppentouren nach Absprache. Grundsätzlich empfiehlt es sich, vor einem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten auf der website nachzusehen.

Tipp: Kehren Sie zu einer Weinprobe bei der Bella Luna Winery (www.bellalunawine.com) ein und fachsimpeln Sie mit Winemaker Sherman Smoot bei einem Glas "Fighter Pilot Red" über Landungen auf Flugzeugträgern und auf Kai Tak, dem legendären alten Airport von Hong Kong - und die Reno Air Races. Sherman ist der Pilot des Unlimited Racers #86 "Czech Mate".

Im Hauptgebäude des Estrella Warbird Museum finden sich zahlreiche Memorabilia. In den Vitrinen finden sich nicht nur Exponate amerikanischer Luftstreitkräfte...
1940 orderte die US NAVY 1350 Vultee SNV-1 Trainer, eine leichtere Version des bekannten Basic Trainer BT13-A und in der Pilotenausbildung die Vorstufe zur AT-6 bzw. SNJ. Diese SNV-1 steht heute im Hangar des EWM und wird noch immer geflogen.
Auch ehemalige Gegner haben ihren Platz in der Geschichte - und das findet in der Ausstellung auch Beachtung.
Als Nachfolger für die bewährte AT-6 Texan wurde in den frühen 50er jahren die North American T-28 Trojan eingeführt. Es war der stärkste und schwerste Kolbenmotor-Trainer, der je in der Grundausbildung der US-Luftstreitkräfte eingesetzt wurde.
Der Link Trainer darf in keinem Museum fehlen. Mit diesem lustig aussehenden Apparat konnte in den 40er Jahren neben dem Fliegen nach Instrumenten auch gleich die Widerstandsfähigkeit gegen Klaustrophobie trainiert werden.
Die Lockheed T-33A "Tee-Bird" war die Trainerversion der berühmten F-80 Shooting Star - für den zweiten Sitz um etwa einen Meter verlängert.
Die Bibliothek ist für die Mitglieder zugänglich und bietet eine große Auswahl an Büchern zur Luftfahrtgeschichte, alte Wartungshandbücher, Manuals und vieles mehr.
Sowohl als Trainer, als auch in der Rolle als Kampfflugzeug erfüllte die erstmals 1956 ausgelieferte Cessna A-37 bzw. T-37 "Tweety Bird" ihre Aufgabe überzeugend. Die ausgestellteT-37 stammt aus dem Jahr 1965.
Diese 1950er Cessna 305 A im Bird Dog Outfit präsentiert sich in absolutem Bestzustand. Liebevolle Details wie die Unterflügel 2,75 Inch Rocket Launcher machen diesen Klassiker der US Army zu einer wahren Augenweide.
Der Anstrich lässt erkennen, dass diese Northrop F-5A Freedom Fighter als "Aggressor" im Combat Training Verwendung fand. So schlüpfte der leichte Überschalljäger u. a. in die Rolle der MiG-21.
Diese flugfähige Aeronca L-16 aus dem Jahr 1946 wurde von seinem Eigentümer mit dem Anstrich eines Medical Evacuation Plane des 86th Inf. Regt, 10th Mountain Division versehen.
Sie wurde von 1954 bis 1979 gebaut - länger als jedes andere Kampfflugzeug der westlichen Welt. Die Douglas A-4A Skyhawk war 20 Jahre lang der leichte Standard-Angriffsjäger der US Navy und der Marine. Diese Maschine war als ehemaliges Ziel für Schiessübungen in schlechtem Zustand, ehe das Museumsteam sie restaurierte.
Als Trainer diente diese Aeronca L-3B Grasshopper nach ihrer Auslieferung an das US Army Air Corps im Jahr 1943. Der noch immer flugfähige, gerade einmal 360 kg schwere Zweisitzer wird von einem Continental O-70 Vierzylinder Boxermotor mit 65 PS angetrieben.
Zur Unterstützung und als Nachfolger der Skyhawk wurde 1966 die Vought A-7 Corsair II eingeführt. Bis 1991 waren die leichten Angriffsjäger bei den US Luftstreitkräften im Einsatz. Die ausgestellte Maschine stammt von der NAS China Lake.
Diese 1943er C-47B hat eine bewegte Geschichte. Sie war im Einsatz beim US Air Corps, den Luftwaffen von Belgien, Frankreich und Israel, ehe sie nach Kanada verkauft wurde. Dort stand sie seit der Jahrtausendwende am Boden.
Der meistproduzierte Überschalljäger des Westens war mit mehr 5057 Stück die McDonnell Dougls F-4 Phantom. Diese F-4S Baujahr 1966 war zuletzt auf der MCAS Yuma stationiert und wurde mehr als ein Jahr lang für das Static Display restauriert.
9420 Flugstunden standen im Bordbuch als die C-47 von einem Team des Museums nach Paso Robles überführt wurde. Bereits Ende 2008 soll sie wieder in altem Glanz erstrahlen.
Wer sie in Aktion erlebt hat, kann nachvollziehen weshalb die Rockwell OV-10 Bronco so vielseitig Verwendung fand. Die ungewöhnliche Turboprop-Twin aus den späten 60erJahren war extrem robust, agil und mit STOL-Eigenschaften fast überall einsetzbar. Und mit 480.000$ war sie auch gar nicht mal so teuer...
Bis in den letzten Winkel wird die C-47B restauriert. Einige Bereiche dürften dabei schlanken und gelenkigen Mitarbeitern vorbehalten bleiben...
Robust und etwas pummelig wie die meisten Konstruktionen von Grumman: Die US-2D, genannt "Stoof", war von den 50er bis zu den 70er Jahren der U-Boot Jäger der US NAVY. Ausgemusterte Maschinen wurden auch als Löschflugzeuge eingesetzt.
 

 

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