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Barnstormers BBQ Hirzenhain 27-29 Juni 2008

Einfach mal nur ein Fly-In ohne Flugprogramm besuchen ist langweilig? Von wegen. Das www.biplanes.de Team um Alex und Jens Klank haben gemeinsam mit den Segelfliegern aus Hirzenhain bei Dillenburg für ein großartiges Wochenende mit 8.000 Besuchern gesorgt. Nach dem ersten Fly-In vor zwei Jahren gab es viel positive Resonanz. Und so fiel es nicht schwer, den 85. Geburtstag der Hirzenhainer Segelflieger gebührend zu feiern. Dutzende Klassiker - und klassisch aussehende Ultralights - aus Deutschland, Holland und Frankreich folgten dem Ruf und sorgten am letzten Juniwochenende mit 342 Flugbewegungen für eine großartige Atmosphäre auf dem idyllisch gelegenen Grasplatz.

Für www.airventure.de war Stefan Schmoll in Hessen vor Ort.

Die beliebten Piper J-3 und L-18 waren natürlich auch in Hirzenhain in großer Zahl vertreten. Ganz entspannt genießen Pilot und Pilotin das Geschehen am Platze. Man unterhält sich mit den anderen Piloten oder startet zu einem kleinen Rundflug in die Umgebung. Das ist der Sinn einer solchen Veranstaltung.

Unter all den gelben Cubs und Supercubs sticht die Maschine von Helmuth Klatt besonders hervor. Die in Schönhagen stationierte Maschine wurde von ihm zwischen 2002 und 2006 gründlich renoviert.

Die auffällige Lackierung wurde für US-Flugzeuge in polaren Einsatz verwendet. Die Piper L-21 wurden auch dort als Verbindungsflugzeug eingesetzt. Passend dazu gehören die größeren "tundra wheels", welche in schwerem Gelände Löcher und Bodenwellen besser ausgleichen können und gleichzeitig für mehr Propellerabstand vom Boden sorgen.

Irgendwie findet man die Segelflieger immer am Rande von Veranstaltungen. Eigentlich schade, denn gerade die deutschen Konstruktionen aus den dreißiger bis fünfziger Jahren waren weltweite Spitzenklasse.

Segelflugzeuge wie SG-38 oder Grunau Baby sind allgemein bekannt. Der Fliegerclub auf der Wasserkuppe betreibt aber auch echte Raritäten wie diesen Rhönbussard. Die Geschichte des Flugzeuges und viele weitere Informationen zu den Segelfliegern von der Rhön finden Sie hier http://www.osc-wasserkuppe.de/flugzeuge_rhoenbussard.htm

Neben den klassischen Doppeldeckern führen die französischen Sportflugzeuge aus dem Hause Jodel in Deutschland ein ungerechtfertigtes Nischendasein. Neben der D-EINN von Bart Königs fanden zum Glück  noch einige weitere dieser eleganten Maschinen mit dem typischen Knickflügel den Weg nach Hirzenhain.

Die Stearman N67193 gehört seit einigen Jahren zu den Stammgästen auf vielen deutschen Airshows.

Die elegante Maschine einer Haltergemeinschaft hat mittlerweile eine richtig tolle eigene Internetadresse: http://www.yellow-peril.com/html/frameset_ie.htm

Hans Nordsiek aus Holland und seine Frau begeistern mit ihrer eleganten "Old Crow" das Publikum nicht nur in der Luft. Sie kennen Mensch und Maschine noch nicht? Dann schauen Sie einmal hier: http://www.thestoryteller.nl/engels/vertrek.htm und lassen sich verzaubern.

Auch die Stearman N68461 von Ruud Nagtegaal ist in Holland stationiert. Die Maschine aus dem Jahr 1942 ist normalerweise nicht auf deutschen Flugplätzen zu sehen; doch die Stimmung in Hirzenhain wollten sich die Holländer nicht entgehen lassen.

Die Dornier 27 D-EDSP von Stefan Langer ist auf dem Nachbarflugplatz Breitscheid stationiert. Stefan ist seit Monaten im organisatorischen Dauerstress, denn er ist hier für das Flugprogramm zuständig: http://www.lsg-breitscheid.de/cms/flugtag2008

Wir werden natürlich auch von dieser Veranstaltung  intensiv berichten, die ein absolutes Highlight in der diesjährigen Saison darstellt.

Im Gegensatz zur D-EDSP ist die D-EMIH in einer wunderschönen Zivillackierung gehalten. Die Maschine ist in Oberpfaffenhofen stationiert und gehört zur "Flugtechnischen Arbeitgemeinschaft Historische Flugzeuge Prof. Dornier e.V."

Achim Engels baut in Schorndorf nahe Stuttgart Fokker Flugzeuge für Kunden aus der ganzen Welt. Nebenbei baut er sich so auch eine eigene Fokker-Flotte auf, die bei Fertigstellung auch geflogen wird.

Um die Zeit bis zu den fertigen Neubauten zu überbrücken, hat er sich einen italienischen Klassiker gekauft. Seine Aermacchi MB 308 ist die einzige am deutschen Himmel. Wir haben ihn im Frühjahr 2006 in seiner Werkstatt besucht http://www.airventure.de/news_fokker_team.htm

Auch hier kann Achim schon einmal für seine Fokker Staffel üben. Die alten Schätze haben natürlich keinen elektrischen Anlasser - da ist noch Muskelkraft gefragt!

Das Treffen in Hirzenhain war übrigens eine Premiere für Mensch und Maschine. Erstmalig ist Achim mit seinem Copiloten in der Aermacchi zu einem richtigen Überlandflug gestartet.
Eine weitere Rarität des Treffens ist in Itzehoe nördlich von Hamburg stationiert. Norbert Lindner aus Hamburg hat seine Ryan ST3KR in diesem Frühjahr aus den Vereinigten Staaten importiert.
Bis vor zwei Jahren war dieser Flugzeugtyp in Deutschland komplett unbekannt. Mittlerweile fliegen neben der N46502 eine Maschine in Süddeutschland und eine in Berlin bei den www.tempelhof-aviators.de. Michael Pohl aus Aachen musste mit seiner PT-22 im Mai notlanden - aber auch diese Maschine wird bereits wieder renoviert.

Gleich drei der der seltenen Focke-Wulf Fw 44 Stieglitz waren vor Ort. Die blaue D-EMIL ist in Egelsbach bei Frankfurt stationiert. Die D-EMMI ist im benachbarten Siegen beheimatet und besitzt mittlerweile einen eigenen Förderverein http://www.hfs-eisernhardt.de/

Neben den beiden "zivilen" Stieglitzen war auch die frisch renovierte D-ENAY der www.quax-flieger.de aus Hamm am Start. Gleich nach der Landung war die Maschine von den Fliegerkollegen dicht umlagert und Pilot Uli Thueer von den Quaxen stand Rede und Antwort zur perfekten Restauration des Klassikers.

Organisator Jens Klank vom Biplanes-Team war überall ein gefragter Ansprechpartner. Mit seinem auffälligen Sonnenschutz war er aber auch allzu leicht erkennbar!

Hier wird gerade die D-EMMI gemeinsam mit dem "Chefschmiermaxe" aus Siegen in die richtige Parkposition gerollt.
So läuft es bei den Quaxen: Der Copilot ist seit Mitte Juni Fördermitglied im Verein. Und wenn ein Platz frei ist, kann er gleich mitfliegen. Natürlich muss bei den Quaxen auch jeder nach seinen Möglichkeiten mithelfen - und wenn es "nur" darum geht, den Motor anzuschmeißen.
Bücker Jungmann gab es natürlich auch. Eine ganze Reihe von diesem beliebtesten Oldtimer Deutschlands war beim Fly-In anwesend. Die D-EFQP von Herbert Höhn ist in Montabaur stationiert und musste nur mal rasch quer über den Westerwald fliegen.

Fast alle in Deutschland beheimateten Jungmänner fliegen in einer - mehr oder weniger - historischen Zivillackierung.

Eine Ausnahme ist die EC-DKX von Olaf Otto von Charmier. Die in Mönchengladbach stationierte Maschine trägt noch die originale Lackierung aus ihrer Militärzeit bei der spanischen Luftwaffe.
Aber egal, ob militärische oder zivile Lackierung - die Bücker Jungmann ist ein großartiges Flugzeug. Die noch immer andauernde Beliebtheit bei den Piloten sorgte sogar dafür, dass es seit einigen Jahren wieder neu produzierte Maschinen zu kaufen gibt!!
Die Bücker 181 Bestmann wird zwar nicht mehr neu gebaut, aber die deutsche Konstruktion aus dem Jahr 1939 wurde bis in die sechziger Jahre in Ägypten mit moderneren Motoren nachgebaut. Auch die D-EEXE von Wolfgang Niebch gehört zu diesen Exemplaren.

Hinten steht die originale Bücker Jungmann! Aber auch manche Liebhaber von Ultralightflugzeugen mögen eher die klassische Variante. Der Kiebitz ist ein beliebtes Flugzeug in der "M-Klasse". Informationen zu diesen Leichtflugzeugen finden Sie unter http://www.kiebitzflieger.de/

NEIN, es ist kein Modellflugzeug! Helmut Hillenbrand ist der Pilot von dieser Baby-Lakes N6754. Gemeinsam mit der oben gezeigten Bücker Bestmann D-EEXE tritt er auf zahlreichen Veranstaltungen an. http://www.baby-lakes.de/

Doppeldecker ist Doppeldecker. Ein gutes Dutzend der Leichtflugzeuge hat den Weg nach Hirzenhain gefunden und tummelte sich zwischen den "echten" Klassikern. Die Ultralights ermöglichen auch dem normalen Geldbeutel viel Flugvergnügen. Und der Bastler an sich baut sich die Maschine natürlich gleich selber.

Die Wasserkuppe in der Rhön ist weltweit für den Segelflug bekannt. Aber die dortigen Enthusiasten haben vor einigen Jahren auch eine Udet Flamingo nachgebaut.

Leider verunziert ein moderner Boxermotor die Spitze des rekonstruierten Klassikers, von dem kein Original mehr erhalten blieb. Vielleicht findet sich in Zukunft ja doch noch ein passender Sternmotor, um der ansonsten sehr schöne Maschine einen originaleres Äußeres zu geben.
Bei der Acrosport II F-PFSU aus Frankreich handelt es sich nicht um ein Ultralight. Die Maschine aus dem Jahr 1982 ist eher mit der berühmteren Pitts Special vergleichbar.
Die Ur-Pitts ist bereits über 60 Jahre alt und hängt im National Air & Space Museum in Washington. Noch immer gehören die kleinen und wendigen Kraftpakete aus den Vereinigten Staaten zu den beliebtesten Kunstflugzeugen weltweit. Und auf jedem Flugtag sind sie ein echter Hingucker für das Publikum.
Zwischen all den historischen Sport- und Trainingsflugzeugen haben sich auch zwei echte Brummer auf den Weg nach Hirzenhain gemacht. Georg Raabs Harvard ist vielen deutschen Airshow-Fans ein Begriff. Es ist einfach großartig, wenn die gelbe Maschine mit ihren 600 PS über die Bahn fegt.

Seit letztem Herbst ist diese Pilatus P-2 on Oldenburg Hatten stationiert. Pilot und Eigner Olaf Lühring gönnt seinem wertvollen Klassiker zum Glück ab und zu etwas frische Luft und begeistert bei seinen Ausflügen die zahlreichen Liebhaber von historischen Flugzeugen.

Die Maschine trägt übrigens die Farben der allerersten Pilatus P-2. Die Serienmaschinen für die Schweizer Luftwaffe wurden nicht mehr lackiert.
 

 

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