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In "History" erfahren Sie jede Woche ein neues, verblüffendes Highlight aus der faszinierenden Geschichte der Luftfahrt.

 

Wußten Sie schon...

daß die britische de Havilland Mosquito, eines der herausragendsten Flugzeuge des Zweiten Weltkrieges, eine Holzkonstruktion war? Die Mosquito wurde als Nachfolger der veralteten Bristol Blenheim entworfen. Nachdem das Projekt der Mosquito im Jahre 1938 vom britischen Air Ministry abgelehnt wurde, da die Holzbauweise längst als überholt galt, wurde das Projekt im Dezember 1939 wieder aufgegriffen. Grund hierfür war die kriegsbedingte Verknappung an Aluminium. Im November 1940 flog die erste Mosquito und bereits nach kurzer Zeit bewies die schlanke Holzmaschine mit ihren beiden Rolls Royce Merlin Motoren ihre enormen Fähigkeiten. Beweglich wie ein Jäger schleppte sie die Bombenlast eines mittleren Bombers, als Aufklärer flog sie schnell und unerreichbar hoch für feindliche Jäger und mit Radar ausgestattet fand die schnelle Maschine auch Verwendung als Nachtjäger. Bis zum Jahr 1945 wurden von der "Notlösung" de Havilland Mosquito 7.781 Stück produziert.

de Havilland Mosquito

de Havilland Mosquito

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daß am Nachmittag des 6. September 1976 die MiG-25 "Foxbat", eines der bestgehüteten Geheimnisse der Sowjets im kalten Krieg, den Westmächten im wahrsten Sinne des Wortes "als Geschenk in die Hände fiel"? Viktor Belenko, ein Elite-Pilot der Sowjetischen Luftwaffe, verließ mit seiner streng geheimen MiG-25 den russischen Luftraum und flog nach Japan, wo er auf dem City Commercial Airport von Hakodate vor hunderten verblüfften Zuschauern auf westlichem Territorium landete. Sein Treibstoffvorrat nach der Landung hätte noch eine Flugzeit von 30 Sekunden zugelassen. Die USA hatten somit die einmalige Gelegenheit, das zum damaligen Zeitpunkt wohl geheimste Kampfflugzeug des Ostens eingehend zu studieren. Bis zum Jahre 1975 hatte die erstmals 1967 in Moskau vorgestellte Maschine 18 Weltrekorde in verschiedenen Disziplinen erflogen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 3.000 km/h und einer Gipfelhöhe von mehr als 36.000 m stellte die als Abfangjäger und Höhenaufklärer konzipierte Maschine u. a. ein Gegenstück für die amerikanische SR-71 "Blackbird" dar.       Bilder: MiG-25/Viktor Belenko

MiG-25

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daß die britische Royal Air Force (RAF) im zweiten Weltkrieg mehr als 150 Frauen als Überführungspilotinnen einsetzte? Sie waren die ersten Pilotinnen im britischen Militär. Von 1940 bis 1945 wurden von der Air Transport Auxiliary Association (ATA) 309.011 Flugzeuge auf dem Luftweg von den Fabriken zu den RAF Stützpunkten überführt. 147 verschieden Flugzeugtypen wurden von den Pilotinnen überführt. Die meisten Flugzeuge waren dabei weder mit Instrumenten noch mit Waffen ausgestattet. Diana Barnato Walker (unteres Bild) flog als Class IV Pilot 46 verschiedene Bombertypen von der Avro Tutor über Bristol Blenheim bis zur Vickers Wellington. Außerdem überführte sie 260 Spitfires (50 mehr als jeder andere ATA Pilot). Die Südafrikanerin Jackie Moggridge erwarb ihre Pilotenlizenz mit 16, ihre Mutter schwindelte ein höheres Alter vor. 1940 kam sie zur ATA (auch ihr Fluglehrer unterstützte den Schwindel mit dem Alter). Bis 1945 überführte sie 1.500 Flugzeuge von 86 verschiedenen Typen und damit 200 Maschinen mehr als jeder andere ATA Pilot. Die Liste der Superlative ließe sich unendlich verlängern. Zweifelsohne haben die mutigen Frauen der ATA maßgeblich zum Erfolg der Royal Air Force beigetragen.

Pilotinnen der ATA

Diana Barnato Walker

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daß während des Zweiten Weltkrieges in Australien innerhalb von nur fünf Monaten ein komplettes Jagdflugzeug entwickelt und gebaut wurde? So geschehen 1942, als für Australien die Gefahr einer japanischen Invasion bestand. Die Royal Australian Air Force hatte damals nur sehr wenige Kampfflugzeuge und brauchte daher sehr schnell ein modernes leistungsfähiges Jagdflugzeug um der japanischen Bedrohung begegnen zu können. So wurde bei der Commonwealth Aircraft Corporation (CAC) innerhalb weniger Wochen auf dem Reißbrett die CAC Boomerang entworfen. Der Entwurf wurde akzeptiert und innerhalb von 3 Monaten wurde der erste Prototyp gebaut, er hatte seinen Erstflug am 29. Mai 1942. Um Zeit zu sparen wurden bei diesem "Panic Fighter" viele Komponenten des Schulflugzeugs CAC Wirraway verwendet. Bis 1945 wurden 250 Flugzeuge des Typs Boomerang in verschiedenen Versionen gebaut. Da die Royal Australian Air Force zwischenzeitlich amerikanische und britische Jagdflugzeuge geliefert bekommen hatte, wurde die Boomerang im Kriegsschauplatz Pazifik nur selten in ihrer eigentlichen Rolle als Jagdflugzeug eingesetzt, was zu der kuriosen Tatsache führt, daß die Boomerang als das einzige Jagdflugzeug des Zweiten Weltkriegs gilt, welches kein feindliches Flugzeug abgeschossen hat. Aber da die Boomerang ein gut durchdachtes und sehr robustes Flugzeug mit außergewöhnlich guter Manövrierfähigkeit war, wurde sie gerne und reichlich bei anderen Kampfaufgaben verwendet und bewährte sich im Kampfeinsatz vor allem als Jagdbomber, Zielmarkierungsflugzeug und Aufklärer. Das Foto zeigt eine Commonwealth Aircraft Corporation Boomerang im Royal Australian Air Force Museum Point Cook (www.raafmuseum.com.au)

CAC Boomerang

CAC Boomerang

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daß die Tupolew Tu-114 das schnellste Turboprop-Flugzeug der Welt ist? Als die Tu-114 1957 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, war sie mit bis zu 220 Sitzplätzen das größte Verkehrsflugzeug der Welt. Als Weiterentwicklung des 1955 vorgestellten Langstreckenbombers Tu-95 mit dem NATO-Codename "Bear" erreichte die Tu-114 am 9. April 1960 mit einer Nutzlast von 25 Tonnen über einen geschlossenen Rundkurs von 5000 km eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 877,21 km/h. In den sechziger Jahren waren 32 Tu-114 die Flaggschiffe der Fluglinie AEROFLOT. Die Bilder zeigen: Tu-95 "Bear" (oben) und Tu-114 (unten).

TU-95 "Bear"

TU-114

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daß American Airlines die größte Airline der Welt ist? Mit 974 Flugzeugen bietet die "AA" mehr als dreimal soviele Maschinen wie die deutsche Lufthansa (303) auf. Aus der Fusion mehrerer kleiner Fluggesellschaften um die Robertson Aircraft Corporation of Missouri, deren erster planmäßiger Flug am 15. April 1926 von keinem geringeren als dem berühmten Charles Lindbergh gesteuert wurde, entstand 1934 das Unternehmen American Airlines. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Dallas/Fort Worth (Texas) beförderte 1999 auf seinem 40 Länder mit 163 Städten (plus 139 US-Ziele der Regionalflugtochter American Eagle) umfassenden Streckennetz nicht weniger als 84,7 Millionen Passagiere. Jeden Tag starten die Maschinen der AA und der American Eagle zu mehr als 4.500 Flügen. Über 10.000 Piloten stehen in den Diensten der größten Fluggesellschaft der Welt.  

American Airlines

American Airlines

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daß sich die Firma Aerocar in den 50er Jahren mit der Entwicklung eines "fliegenden Autos" beschäftigte? Der erste Prototyp wurde im Oktober 1949 fertiggestellt. Das Modell Aerocar I erhielt die Luftverkehrszulassung am 13. Dezember 1956. Vom Modell Aerocar I wurden insgesamt fünf Exemplare gebaut. Es folgte das weiterentwickelte Modell III, bei dem Tragflächen und Rumpfhinterteil im abmontierten Zustand als Anhänger hinter der (PKW)-Kabine gezogen wurden. Das zweisitzige Modell III absolvierte seinen Erstflug im Juni 1969.  Aerocar-Konstrukteur Taylor arbeitete anschließend noch am Modell IV, einer viersitzigen Variante das Aerocar, die jedoch aufgrund veränderter Zulassungsbedingungen und zu hohem Gewicht das Zulassungsverfahren der US-Luftfahrtbehörde nicht erreichte.

Aerocar Modell III

Aerocar

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daß der Deutsche Gustav Weißkopf möglicherweise bereits zwei Jahre vor den Gebrüdern Wright den ersten Flug mit Motorkraft schaffte? Der aus Leutershausen in Franken stammende Gustav Weißkopf war in die USA ausgewandert, wo er sich "Gustave Whitehead" nannte. In Bridgeport, Connecticut, soll er nach Aussagen von Zeitzeugen mit seinem selbstgebauten und selbstgesteuerten "Apparat Nr. 21" 800 Meter weit geflogen sein. Im Gegensatz zu dem zwei Jahre später folgenden Flug der Gebrüder Wright existiert jedoch über Weißkopfs Flüge keine Dokumentation. Um Klarheit zu schaffen baute die "Flughistorische Forschungsgemeinschaft Gustav Weißkopf" in Leutershausen den Flugapparat Nr. 21 originalgetreu nach. Mit Unterstützung der EADS in Manching wurde das Fluggerät untersucht und erprobt. Dennoch kann bis heute nicht mit absoluter Gewißheit bestätigt werden, daß der "Apparat Nr. 21" auch tatsächlich flog. Aber auch das Gegenteil konnte nicht bewiesen werden und so ist es nach wie vor nicht auszuschließen daß dem Deutschen Gustav Weißkopf die Ehre für den ersten Motorflug gebühren könnte. Bilder von oben nach unten: Gustav Weißkopf - der von ihm konstruierte Motor seines Flugapparates - der Flugapparat Nr. 21.

Gustav Weißkopf

Weißkopf Motor

Apparat Nr. 21

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daß der Franzose Louis Blériot am 25. Juli 1909 den Ärmelkanal überflog? Noch zwei weitere Wettbewerber bemühten sich, den von Lord Northcliffe, dem Eigentümer der Tageszeitung Daily Mail, ausgesetzten Preis zu erhalten. 1.000 britische Pfund winkten dem Ersten, der den Ärmelkanal mit einem Flugzeug überfliegen sollte. Neben Louis Blériot mit seinem Eindecker Blériot XI warteten noch Hubert Latham mit seinem Antoinette-Eindecker und Charles, Herzog von Lambert mit seinem Wright-Wissant-Doppeldecker an der französischen Kanalküste bei Les Baraques nahe Calais auf geeignetes Wetter. Latham, der am Morgen des 19. Juli als erster startete, mußte auf halber Strecke mit Motorschaden notwassern. Louis Blèriot startete am frühen Morgen des 25. Juli ohne Kompaß auf die 36,5 km lange Strecke über den Kanal nach Dover. Nach 37 Minuten Flugzeit landete er bei starkem Wind in der Ortschaft Northfall Meadow. Bei der Landung auf einer abschüssigen Wiese brach der Propeller und das Fahrwerk wurde beschädigt. Blériot kam mit leichten Blessuren davon. Letham konnte wegen starken Windes erst zwei Tage später starten und mußte erneut mit Motorschaden notwassern. Der Herzog von Lambert verzichtete auf seinen Antritt.

Blériot XI

Blériot XI

Die Blériot XI. Oben ein Originalfoto, unten eine Replica

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daß die legendären "Flying Tigers" anfangs belächelt und als "disziplinloser Haufen" verspottet wurden? Im September 1941 begann die American Volunteer Group (A.V.G.) in Rangoon mit dem Training. Claire L. Chennault, ein pensionierter Major des Air Corps und seit 1937 Berater der Chinesischen Luftwaffe, hatte den zivilrechtlichen Vertrag mit der A.V.G. vorbereitet und im Dezember 1941 war es so weit. Die "Flying Tigers", eine bunt zusammengewürfelte Truppe von etwa 100 Piloten und 200 Mann Bodenpersonal, die keinen Wert auf korrekte  Dienstuniform, militärische Umgangsformen und tägliches Rasieren legte, begann mit Jagdflugzeugen vom Typ Curtiss P-40B die Japanische Luftwaffe abzuwehren, die zu dieser Zeit permanente Angriffe auf China und Burma flog. Sieben Monate später waren alle Zweifler und Spötter eines besseren belehrt. Obwohl die "Flying Tigers" weder Nachschub an Piloten noch zufriedenstellenden Nachschub an Ersatzteilen für ihre Maschinen bekamen, beendeten sie im Juli 1942 ihre Mission mit 286 abgeschossenen japanischen Flugzeugen bei 12 eigenen gefallenen bzw. vermissten Piloten. Die "Flying Tigers" haben ihrem Markenzeichen, den gefletschten Tigerzähnen an der Nase ihrer Flugzeuge alle Ehre gemacht und gingen in die Geschichtsbücher ein.

Flying Tigers

P-40 Flying Tiger

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daß am 20. November 1980 erstmals ein bemanntes Solarflugzeug selbständig startete, flog und landete? Dr. Paul MacCready hatte schon in den Jahren zuvor mit seinen ultraleichten Muskelkraftflugzeugen "Gossamer Condor" und "Gossamer Albatros" auf sich aufmerksam gemacht. Dr. MacCready baute also mit dem "Solar Challenger" ein Flugzeug, das incl. der Pilotin Janice Brown nur 133 kg wog. Dennoch solle es mit +5/-3 g belastbar sein. 1.628 Solarzellen lieferten die Energie für den Antrieb. Am 20.11.1980 fand dann in El Mirage (Kalifornien) der Erstflug statt. Der erste Flug dauerte 2 Minuten und 50 Sekunden. Wenig später wurde bei einem 8 Stunden und 19 Minuten dauernden Flug eine Höhe von 4.358 m erreicht. Am 7. Juli 1981 überquerte eine von Stephen Ptacek gesteuerte "Solar Challenger" in 5 Stunden und 25 Minuten den Ärmelkanal und erreichte dabei Höhen von bis zu 3.657 m.   In den vergangenen Jahren baute die NASA mit dem "Solar Pathfinder" ein unbemanntes, ferngesteuertes Forschungsflugzeug, das mit Solarenergie theoretisch über Wochen, Monate und vielleicht Jahre in der Luft bleiben kann. "Solar Pathfinder" soll sich dabei in Höhen von über 80.000 ft, das sind ca. 24.000 m bewegen und auch Aufgaben übernehmen, die derzeit noch von Satelliten bewältigt werden. Die bisherigen Flüge in Höhen von über 70.000 ft. verliefen vielversprechend.   Bilder von oben nach unten: Solar Challenger, Solar Pathfinder über Hawaii

Solar Challenger

Pathfinder

Pathfinder

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daß die U.S.-NAVY in den 30er Jahren Luftschiffe als Flugzeugträger benutzte? Es handelte sich dabei um die Luftschiffe USS Akron und USS Macon. Wie auch die modernen Flugzeugträger der heutigen Zeit sollten die Luftschiffe an das Krisengebiet heranfliegen und den Jagdflugzeugen eine Start- und Landeplattform bieten. Technisch wurde dies gelöst durch einen "Skyhook"-Mechanismus, einen Fanghaken, der über der oberen Tragfläche der Doppeldecker-Flugzeuge montiert war. Der Pilot lenkte das Flugzeug mit dem Haken in eine Einhängevorrichtung und anschließend wurde das Flugzeug in seinen "Hangar" im Bauch des Luftschiffes gezogen. Bei manchen "Trägerflugzeugen wurde sogar das Fahrwerk entfernt, es war schließlich überflüssig für Flugzeuge, die nie auf einem Flugplatz landen sollten. Die Ära der Luftschiffe als Flugzeugträger fand allerdings schnell ein Ende. Die "Akron" ging 1933 in einem Sturm verloren und die "Macon" stürzte 1935 vor der Küste Kaliforniens in den Pazifik. Beachtenswert auf dem Bild des F-9 C Jagdflugzeuges ist das Bild auf der Rumpfseite, das den Vergleich zu Trapezartisten suggeriert. Das Bild in der Mitte zeigt einen Anflug auf die Einhängevorrichtung der USS Macon, unten ein Bild der USS Macon.

F-9 C "Sparrowhawk" der USS Macon

Im Anflug auf die USS Macon

Die USS Macon

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daß der Wright R-4360 der größte Kolbenmotor war, der in ein Flugzeug eingebaut wurde? Es handelt sich dabei um einen Vierfach-Sternmotor mit 28 Zylindern und einem Hubraum von 4360 Kubik-Inch, das entspricht 71,44 Litern!!! Dieses gewaltige Triebwerk produzierte eine Leistung von ca. 3.000 PS und wurde im Prototyp der ab Januar 1945 produzierten Martin AM "Mauler", einem Flugzeugträgergestützten (Torpedo)Bombers als auch in der FG-1 "Corsair" verwendet. In dem gewaltigen Flugboot "Spruce Goose" von Howard Hughes wurden sogar 8 (acht) dieser R-4360 Motoren eingebaut. Jeder einzelne wog ca. 2,5 t und trieb eine große Hamilton Standard Vierblatt-Luftschraube an (Siehe auch History-Artikel "Spruce Goose")

R-4360

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daß bereits in den zwanziger Jahren die ersten Wettbewerbe im Streckensegelflug ausgetragen wurden? Beim ersten Rhönwettbewerb im August 1920 wurden Flugweiten von ca. 400 m erreicht. Überschattet wurde dieser erste Wettbewerb vom tödlichen Absturz des Piloten Eugen von Loessl. Genau 24 Jahre zuvor, am 9. August 1896 war der Segelflugpionier Otto Lilienthal mit seinem Gleiter ebenfalls tödlich verunglückt. Bereits 1922 gelangen Segelflüge von mehr als einer Stunde Dauer im Hangaufwind. 1925 wurden bereits Strecken von 22 km erreicht. 1926 geriet Max Kegel unfreiwillig in ein Gewitter und wurde durch die Aufwinde über 50 km weit getragen - Weltrekord, doch erst 1928 wurde man auf die Nutzbarkeit der "Thermik" aufmerksam. Heute bestehen die Segelflugzeuge nicht mehr aus mit Segeltuch bespannten Holzgerippen sondern aus modernen Glas- und Kohlefaserwerkstoffen, die Laminarprofile und das Design der Maschinen ist mit Computerunterstützung optimiert, die Nutzung der thermischen Aufwinde ist selbstverständlich geworden und im November 2000 flog Klaus Ohlmann mit dem hochmodernen Segelflugzeug Stemme S-10 in Südamerika ca. 2.500 km weit.

Lilienthal

Lilienthal mit seinem Gleiter

Stemme S10

Rekordflugzeug Stemme S10

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daß von 1941 bis 1945 in der Nähe von Tuskegee/Alabama mehr als 1300 Militärpiloten ausschließlich schwarzer Hautfarbe trainiert wurden? Sie wurden die Tuskegee Airmen genannt. 450 schwarze Jagdflieger unter dem Kommando von Col. Benjamin O. Davis Jr. (er wurde später der erste schwarze Air Force General) kämpften in ihren P-40, P-39, P-47 und P-51 über Nordafrika, Sizilien und Kontinentaleuropa. Sie flogen 15500 Missionen mit der 12. Tactical U.S. Army Air Force und den 15. Strategic Army Air Forces. Die deutschen Piloten fürchteten und achteten die "Schwarzen Vogelmenschen". Die "weißen" amerikanischen Bomberbesatzungen nannten die Tuskegee Airmen "The Redtail Angels" denn die Jäger waren am Bug und am Heck rot bemalt. Die Tuskegee Airmen zerstörten über 400 feindliche Flugzeuge , viele Bahn- und LKW-Transporte und versenkten einen Zerstörer der deutschen Marine. 66 Airmen verloren ihr Leben, 32 gerieten in Gefangenschaft. Sie hatten den Auftrag, keinen der zu beschützenden Bomber zu verlieren und erfüllten diesen. Für Ihre einzigartigen Leistungen wurden sie vielfach ausgezeichnet und erhielten Achtung und Bewunderung, sowohl von den beschützten Bomberbesatzungen als auch von der Zivilbevölkerung.

Tuskegee Airmen

Red Tail Angels

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daß bereits im Jahre 1931 mit Schwenkflügeln experimentiert wurde? Im März 1931 flog der "Pterodactyl" des britischen Flugzeugherstellers Westland. Mit den 4,75 Grad Verstellmöglichkeit sollten Schwerpunktverschiebungen ausgeglichen werden. Ende des zweiten Weltkrieges stand die P.1101 von Messerschmidt kurz vor der Flugerprobung, wurde als Kriegsbeute in die USA verfrachtet und diente dort als Grundlage zur Konstruktion der Bell X-5, dem ersten echten Schwenkflügel-Flugzeug. Testpilot Skip Ziegler veränderte bei Testflügen im Juni 1951 die Flächenpfeilung von 20 auf 50 Grad. Es dauerte noch viele Jahre bis das komplizierte Prinzip der Schwenkflügel ausgereift und in der General Dynamics F-111 erstmals zum Einsatz kam. Einige sehr bekannte Kampfflugzeuge wie die F-14 Tomcat und die Europäische Panavia Tornado nutzen die Vorteile von Schwenkflügeln: Niedrige Start- und Landegeschwindigkeit sowie die Erreichbarkeit großer Flughöhen bei großer Spannweite, andererseits optimale Schnellflugeigenschaften im Tiefflug bei unruhiger Luft. Bilder von oben nach unten: Messerschmitt P.1101, Bell X-5, General Dynamics F-111

Messerschmitt P.1101

Bell X-5

General Dynamics F-111

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daß das erste Düsenverkehrsflugzeug, die de Havilland "Comet" am 27. Juli 1949 zum Erstflug abhob? Mit diesem Tag begann eine neue und bis heute andauernde Ära in der Beförderung von Passagieren über weite Entfernungen. Gesteuert wurde die "Comet" bei ihrem Erstflug von dem früheren Jagdflieger-Ass und Testpiloten John Cunningham. Nach einem knappen Jahr intensiver Flugerprobungen und einer beachtlichen Anzahl dabei erzielter Streckenflugrekorde gingen die ersten Bestellungen internationaler Fluglinien ein. Am 2. Mai 1951 startete eine 36-sitzige "Comet" zum ersten Linienflug von London nach Johannesburg. Wenig später wurde eine "Comet 2" für 44 Passagiere gebaut, eine "Comet 3" mit 78 Plätzen wurde geplant. Bis zu diesem Zeitpunkt war die de Havilland "Comet" konkurrenzlos das einzige Düsenverkehrsflugzeug der Welt. Der Fall folgte so schnell wie der Aufstieg: Zwei Maschinen stürzten beim Start in Campini bei Rom und Karachi, Pakistan ab. Dann, genau ein Jahr nach dem Jungfernflug von London nach Johannesburg, ereignete sich eine weitere Katastrophe. Die Comet "Yoke Victor" zerbrach in der Luft. Am 15. Januar 1954 zerbrach die "Yoke Peter" ebenfalls in der Luft. Flugverbot für die ganze Comet-Flotte folgte nachdem am 8. April 1954 die "Yoke Yoke" in die Bucht von Neapel stürzte. Als Unfallursache wurde Materialermüdung festgestellt, eine damals neue Erkenntnis. Von dieser Erkenntnis profitierten alle weiteren Flugzeugkonstruktionen - auch die "Comet 4", die noch viele Jahre unfallfrei flog.

de Havilland "Comet"

de Havilland "Comet"

de Havilland "Comet"

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daß sich bereits im September 1907 die ersten bemannten Hubschrauber vom Boden erhoben? Der Bréguet 1 "Gyroplan", eine kreuzförmige Gitterkonstruktion aus Stahlrohr mit vier paarweise angeordneten Hubschrauben an jedem Ende wurde von einem Antoinette Benzinmotor mit ca 40-45 PS Leistung angetrieben. Der "Gyroplan" wurde von den Brüdern Bréguet in Zusammenarbeit mit Richet erbaut und stieg, bemannt mit einer Person, auf eine Höhe von 1,5 Metern. Ebenfalls in Frankreich erhob sich zwei Monate später der Fahrradhersteller Paul Cornu mit seinem Fluggerät vom Boden. Cornu's Fluggerät verfügte über einen 24 PS Antoinette-Motor, die Kraft wurde über Riemen auf die beiden an Auslegern befestigten gegenläufigen Rotoren übertragen. Auch Cornu erhob sich bis zu 1,5 m hoch und bis zu 60 Sekunden lang in die Luft - mehrmals sogar mit "Passagieren".

Bréguet "Gyroplan"

Bréguet "Gyroplan"

Paul Cornu

Cornu's Helikopter

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daß das Raketenflugzeug Messerschmitt Me 163B "Komet" seinem Namen oftmals allzu gerecht wurde? 1944/45 wurde dieser unkonventionelle Nurflügler als Jagdflugzeug zur Reichsverteidigung eingesetzt. Angetrieben von einem 1600 kp-Schub Walther HWK 109-509A-1 Flüssigkeitsraketenmotor erreichte die Me 163B in nur 2 1/2 Minuten eine Flughöhe von 9.150 m und  eine Höchstgeschwindigkeit von 955 km/h. Während der Flugdauer von ca. 10 Minuten sollte der Pilot dann mit Hilfe der zwei 30 mm MK 108 Kanonen alliierte Bomber angreifen und anschließend im Gleitflug zum Flugplatz zurückkehren. Die Landung erfolgte auf einer Kufe, das Fahrwerk wurde beim Start abgeworfen. Oftmals schlug die Me 163 dabei jedoch so stark auf ihren Landeschlitten daß sich Treibstoffreste entzündeten und sie in einem Feuerball explodierte. Auf diese Weise gingen mehr Me 163 verloren als im Kampfeinsatz. 350 Maschinen dieses Typs wurden bis zur Kapitulation gebaut.

Me 163

Me 163

Me 163 im Luftwaffenmuseum Gatow und auf der ILA 200 Berlin

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daß am 16. Juli 1948 die erste Turboprop-Maschine zum Testflug startete? Es war die "Viscount", entwickelt von Vickers-Armstrong. Die bis dahin verwendeten Kolbenmotoren, bei denen durch auf und ab bewegende Kolben und Pleuel Vibrationen und Lärm erzeugt werden, wurden bei der "Viscount" durch eine Rolls Royce "Dart" Turbine ersetzt, in der sich alle Teile um eine Achse drehten. Turbine und Propeller wurden über ein Getriebe verbunden. Das gesamte Erprobungsprogramm der ersten Turboprop-Maschine verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Am 29. Juli 1950 flog die "Viscount" zum ersten Mal im Liniendienst. Die Version V.630 bot Platz für 40 Passagiere, es folgte die V.700 mit 53 Plätzen und die Serie endete mit der V.800, die 70 Fluggästen Platz bot. Mit 444 gebauten Exemplaren war die "Viscount" das erste Flugzeug einer neuen Generation. Bis heute werden aus Gründen der Wirtschaftlichkeit auf Mittelstrecken überwiegend Turboprop-Flugzeuge eingesetzt.

Vickers "Viscount"

Vickers "Viscount"

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daß im Dezember 1986 die erste Erdumrundung in einem Flugzeug ohne Zwischenlandung oder Luftbetankung gelang? Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit war es am Morgen des 14. Dezember 1986 so weit: Zusammen mit Jeana Yeager startete Dick Rutan von der Edward AirForce Base mit dem VOYAGER zu ersten Weltumrundung. Beladen mit 3.181,3 kg Kraftstoff hob die zweimotorige Maschine 300m vor dem Ende der 4,57 km langen Startbahn ab. Die trimaranähliche Bauweise wählte Konstrukteur Burt Rutan, der bekannte Konstrukteur und Bruder des Piloten, um Kabine, Triebwerke und den großen Treibstoffvorrat möglichst Luftwiderstandsarm unterzubringen. Aufgrund ihrer kritischen Flugeigenschaften wurde die VOYAGER fast ausschließlich vom Autopiloten gesteuert, turbulente Zonen wurden umflogen, sie hätten den Absturz der sensiblen Maschine bedeuten können. Nach 9 Tagen, 3 Minuten und 44 Sekunden landete die VOYAGER wieder in Edwards, in den Tanks befanden sich noch 48 kg Kraftstoff. Sie hatte eine Strecke von 40.209 Kilometern zurückgelegt und dabei acht Weltrekorde aufgestellt.

Rutan VOYAGER

Rutan VOYAGER:

Spannweite 33,8m Länge 8,9m Leergewicht 1,02 t

Bauweise: 98% Composit

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daß die von 1933 bis 1945 gebauten Nurflügel-Flugzeuge der Brüder Reimar und Walter Horten ihrer Zeit weit voraus waren? Wie schon der Name sagt, bestehen diese Flugzeuge lediglich aus einem Tragflügel, der in der Mitte Ausbuchtungen aufweist um den Piloten in liegender Position aufzunehmen. Diese Bauweise reduziert jeglichen unnötigen Widerstand auf ein absolutes Minimum. Die Horten H VI aus dem Jahr 1944 galt als das beste Segelflugzeug der Welt. Dieser Nurflügler hatte eine Spannweite von 24 m und eine Streckung von 32,4. Bei Kriegsende wurde in den Gotha-Werken Friedrichsroda der Prototyp des zweistrahligen Nurflügel-Kampfflugzeuges Horten H IX V-3 entdeckt, der heute als ein Vorläufer des US-Tarnkappenbombers B-2 "Spirit" gilt. Im Deutschen Museum München/Außenstelle Flugwerft Schleißheim ist eine wunderschön restaurierte Horten H IV aus dem Jahre 1943 zu bewundern. Weltweit existieren noch 6 Horten-Nurflügler.

Horten H VI

Horten Nurflügler

Horten H IV

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daß bereits am 14. November 1910 erstmals ein Flugzeug auf einem Schiff landete um anschließend wieder zu starten?  Als "Flugzeugträger" diente der mit einer 25 Meter langen und 8,5 Meter breiten Holzrampe auf dem Bug versehene amerikanische Kreuzer USS Birmingham. Das Flugzeug, ein Curtiss-Doppeldecker mit Druckschraube wurde von dem Curtiss-Werkspiloten Eugene Ely gesteuert. Wenige Wochen später, am 18. Januar 1911, flog Ely in der Bucht von San Francisco den Panzerkreuzer USS Pennsylvania an. Dieser war mit einer größeren Rampe und bereits mit Fangseilen ausgestattet. Sein Curtiss-Doppeldecker war bereits mit einem Fanghaken ausgestattet. Damit wurde die Ära der Trägerluftfahrt eingeläutet, die im Pazifikkrieg 1942-1945 eine entscheidende Rolle spielen sollte. Im weiteren Verlauf entstanden die gigantischen, atomgetriebenen Superträger unserer Zeit.

Flugzeugträgerstart 1911

Eugene Ely startet am 18.01.1911 mit seiner Curtiss von der USS Pennsylvania.

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daß der für für seine futuristischen Arbeiten bekannte Designer Luigi Colani bereits im Jahr 1968 mit der Planung von Propeller-Rekordflugzeugen begann? Zur optimierung der Stromlinienform sollte der Pilot bei allen Entwürfen Colanis eine liegende Position einnehmen, es entstand ein spindelförmiger Rumpf, der bei den meisten "Colani-Flugzeugen" zwei Motoren beherbergte, die jeweils Zug- und Druckpropeller antreiben sollten. Auch für die Propeller Colanis erhielten ein radikal neues Design - es entstanden die sog. "Zentripetal-Überschallpropeller". Leider wurden von Luigi Colani's Rekordflugzeugen nur Modelle und Attrappen gefertigt.

Colani "Pontresina", 1985

Colanis Studie "Pontresina" aus dem Jahre 1985 sollte Mach 0,9 erreichen.

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daß das Jagdflugzeug Lockheed F-104 "Starfighter" trotz seines umstrittenen Rufes 30 Jahre lang produziert wurde? Nachdem im Korea-Krieg die MiG-15 den amerikanischen F-86 Sabre große Probleme bereiteten, verlangte die US Air Force nach einem neuen, überlegenen Jäger. Lockheeds Konstrukteur Kelly Johnson, der schon erfolgreiche Flugzeuge wie die P-38 "Lightning", Lockheed "Electra" und "Hudson" geplant hatte, übernahm mit seinem Team 1952 diese Aufgabe. Schon am 4. März 1954 erfolgte der Erstflug des radikal neuen Flugzeuges. Die Stummelflügel (max. Dicke an der Flächenwurzel 10 cm!) und das Leitwerk wurden zuvor an Raketen für den Überschallbereich getestet. Das für die ersten Prototypen verwendete Triebwerk Wright J-65 erwies sich als zu schwach und wurde durch das stärkere J-79 von General Electric ersetzt. In der Serienproduktion wurde der Schleudersitz wieder konventionell eingesetzt, nachdem er bei den Prototypen die Piloten nach unten aus dem Flugzeug katapultieren sollte um Kollisionen mit dem Leitwerk zu vermeiden. Trotz laufender Verbesserungen verlor die US Air Force das Interesse an der F-104, woraufhin Lockheed sich auf den außeramerikanischen Markt konzentrierte. In Kanada, Japan, Deutschland und Italien wurde der "Starfighter" in Lizenz produziert. Die letzte Maschine lief 1983 vom Band. In Deutschland wurde die F-104 durch über 200 Abstürze bekannt. Obwohl das Flugzeug als sehr anspruchsvoll galt, handelte es sich hierbei aber um ein vorwiegend deutsches Problem. Bei einigen Luftstreitkräften ist der "Starfighter" noch heute im Einsatz.

F-104 "ZLL"

F-104 mit ZLL (Zero Length Launch Startrakete)

F-104 italienischer Lizenzprod.

F-104 aus italienischer Lizenzproduktion

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daß das "Stealth" (übersetzt: heimlich, verstohlen) - Flugzeug Lockheed F-117 A "Nighthawk" bei einer Länge von 20,9m, einer Spannweite von 13,2m und einer Höhe von 3,8m auf einem Radargerät in der Größe einer Seemöve erscheint? In den späten 70er Jahren begann Lockheed im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums mit der Entwicklung eines schwer zu ortenden Kampfflugzeuges. Im Juni 1981 fand der Erstflug des bis heute wohl unkonventionellsten Flugzeuges statt. Nahezu unsichtbar für das Radar wird die F-117 durch die facettenartige Oberfläche ohne rechte Winkel und Rundungen um die Radarstrahlung zu zerstreuen und die Verwendung von Composit-Werkstoffen (nur ca. 5% der Flugzeugkonstruktion bestehen aus Metall) sowie eine Farbmischung, die Radarstrahlen absorbiert. Zusätzlich sind die beiden Triebwerke schallgedämpft und die Abgasluft wird gekühlt um die Infrarot-Ortung zu erschweren. 59 Maschinen F-117 wurden gebaut, drei davon gingen durch Unfälle verloren.

Lockheed F-117

Lockheed F-117

Lockheed F-117

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daß die Antonow An-225 "Mrija", das größte Transportflugzeug der Welt, im Jahre 1989 insgesamt 109 Rekorde aufgestellt hat? Die gigantische sechsmotorige Maschine war die Attraktion auf dem Pariser Salon der Luft- und Raumfahrt 1989, wo sie mit der Raumfähre "Buran" auf dem Rücken erschien. Im Laderaum der An-225 finden 16 Großcontainer oder 80 PKW vom Typ Lada Platz. Sperrige Frachten von bis zu 70m Länge und 10m Durchmesser werden auf dem Rumpfrücken transportiert. Einige technische Daten: Spannweite 88,4m, Länge 84m, Höhe 18,1m, max. Startmasse 600t. Die sechs Lotarew D-18 T Triebwerke produzieren eine Startleistung von 230 kN. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 850 km/h, die Reisegeschwindigkeit 750 km/h. Maximale Reichweite: 14.500 km. Maximale Reichweite bei voller Beladung: 4.500 km.

An-225 "Mrija"

Antonow AN-225 "Mrija"

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daß der bis heute ungebrochene Geschwindigkeits- und Höhenweltrekord für Flugzeuge mit Tragflächen vor über 30 Jahren mit dem amerikanischen Forschungsflugzeug X-15 aufgestellt wurde? am 3. Oktober 1967 wurde von Major William Knight die unglaubliche Geschwindigkeit von Mach 6,72 erreicht. Am 22. August 1962 hatte der NASA-Testpilot Joe Walker bereits mit 107.955 Metern den Höhenweltrekord aufgestellt (Der Weltraum beginnt bei ca. 80 km Höhe!). Ebenso wie die Bell XS-1, mit der 1947 die Schallmauer durchbrochen wurde, war auch die X-15 nicht in der Lage vom Boden aus selbst zu starten. Deshalb wurde die Maschine unter der Tragfläche einer Boeing B-52 auf die vorgesehene Starthöhe gebracht. Dort angekommen klinkte der X-15-Pilot aus und startete das mit flüssigem Sauerstoff und Ammoniak betriebene Raketentriebwerk. Um der enormen Reibungshitze bei den Flügen mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit zu widerstehen, war die Oberfläche der X-15 aus einer Chrom-Nickel Legierung gefertigt. Das Forschungsprogramm "X-15" endete am 24. Oktober 1968 nach 199 Flügen. Mehr Infos hierzu finden Sie auf der offiziellen NASA-Homepage.

Die X-15 unter der B-52

Die X-15

Bildquelle: NASA

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, daß das Flugboot HK-1 (später H-4 "Hercules") das größte jemals gebaute Flugzeug ist? Die gigantische Maschine wurde im zweiten Weltkrieg von den USA zum Überseetransport von Truppen und Material entwickelt, da auf dem Seeweg die deutschen U-Boote für schmerzhafte Verluste sorgten. Howard Hughes, Pilot und großer Förderer der Luftfahrt, plante und baute mit seinem Expertenteam die HK-1 aus Sperrholz um die Verwendung kriegswichtiger Materialien zu umgehen. Deshalb ist die HK-1 auch bekannt unter dem inoffiziellen Namen "Spruce Goose" (Fichtengans). Angetrieben wurde die "Hercules" von 8 (acht!) R-4360 Vierfach-Sternmotoren von je 3.000 PS. Am 2. November 1947 erfolgte der erste und einzige Flug über die Strecke von einer Meile in einer Flughöhe von max. 70 ft. Das Projekt wurde anschließend eingestellt obwohl die "Spruce Goose" in Design und Technik ihrer Zeit um Jahrzehnte voraus war. Noch heute kann der Prototyp in flugfähigem Zustand in einem US-Museum bewundert werden. Mehr über die faszinierende Geschichte der "Spruce Goose" erfahren Sie unter www.sprucegoose.org

Spruce Goose

Howard Hughes' HK-1

"Spruce Goose"

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, daß der erste Schleudersitz ein deutsche Entwicklung war? Am 13. Januar 1943 katapultierte sich der Versuchspilot der Firma Argus, Dipl.-Ing. Rudolf Schenk, aus dem noch motorlosen Prototyp V-1 der He 280, der von einer He 111 geschleppt wurde. Weil sich wegen Vereisung das Schleppseil aus der Kupplung an Schenks Flugzeug nicht löste, musste er aussteigen. Auch der zweite Schleudersitzausschuss der Welt fand in Deutschland statt. Am 15.7.1943 musste sich Flugkapitän Hans-Joachim Pancherz, Erprobungspilot bei Junkers, in Lärz (Rechlin) aus der Ju 290 SB+QF, Wnr.0156 herausschiessen, nachdem beim Erfliegen der grössten Geschwindigkeit Teile des Flugzeugs weggeflogen waren. Die erste Serienmaschine mit eingebautem Schleudersitz war der Nachtjäger Heinkel He 219, aus dem sich während des zweiten Weltkrieges immerhin 60 Besatzungsmitglieder per Schleudersitz retten konnten. Entgegen der damaligen Preßluftantriebe sind moderne Schleudersitze von Raketen getrieben. Diese können sogar am Boden und aus jeder Fluglage benutzt werden. Allein die Schleudersitze der Firma Martin Baker, einem der führenden Hersteller dieser Rettungssysteme, haben bis heute etwa 7.000 Menschenleben gerettet.

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Bildquelle: Martin Baker Schleudersitze

   
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, daß bei der Luftbrücke nach Berlin vom 26. Juni 1948 bis 30. September 1949 von 692 eingesetzten britischen und amerikanischen Flugzeugen insgesamt 278.228 Einsätze geflogen wurden? 2,32 Millionen Tonnen an Lebensmitteln, Kohlen und Heizöl wurden in die Stadt eingeflogen. Der Tagesrekord wurde mit 12.940 Tonnen Nachschub am 16. April 1949 erreicht. Durch Blockade des Landweges wollte die russische Besatzungsmacht die Übergabe des britischen, amerikanischen und französischen Sektors der Stadt Berlin erzwingen. Der Flugverkehr über die drei Luftkorridore wurde von den Sowjets 733mal gestört, dennoch war die von den USA unter dem Namen "Operation Vittles" und von Großbritannien unter dem Namen "Plainfare" ein voller Erfolg. Beim Einsatz für die "Luftbrücke" stürzten 17 Maschinen ab, 18 britische und 31 amerikanische Flieger verloren dabei ihr Leben.

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, daß die Schallmauer erstmals am 14. Oktober 1947 durchbrochen wurde? Der Testpilot und spätere General Charles "Chuck" Yeager steuerte die Bell XS-1 (Experimental Sonic), deren Rumpf aufgrund aerodynamischer Erkenntnisse einer Maschinengewehrkugel des Kalibers .50 nachempfunden warDie Bell XS-1 wurde unter dem Bauch einer umgebauten B-29 auf eine Höhe von 6.100 Meter gebracht und dort ausgeklinkt, anschließend zündete Yeager nacheinander die vier Brennkammern des mit Alkohol und flüssigem Sauerstoff betriebenen Raketentriebwerkes. Wenige Augenblicke später  war er dann der erste Mensch, der mit Mach 1,07 schneller als der Schall flog. "Ich ging auf 42.000 Fuß Höhe in den Geradeausflug über. Mein Treibstoffvorrat lag bei 30%, darum schaltete ich mein Raketentriebwerk Nummer drei ein und erreichte sofort Mach 0,96. Dann stellte ich fest, daß die Maschine mit zunehmender Geschwindigkeit immer ruhiger flog. Plötzlich begann die Nadel des Mach-Anzeigers unruhig zu werden. Sie ging bis Mach 0,965 hoch und ging dann bis über den Anschlag hinaus... Wir flogen schneller als der Schall. Die Maschine lag traumhaft ruhig in der Luft; Ich hätte ein Glas Wasser ins Cockpit stellen können und kein Tropfen wäre verschüttet worden." berichtete Yeager, nach seiner Rückkehr vom ersten Überschallflug in der Geschichte der Luftfahrt. NASA-Bericht

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Bildquelle: NASA

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, daß bereits am 27.Juni 1923 die erste Luftbetankung erfolgte? Zwei leichte Bomber vom Typ De Havilland DH-4B des US Army Service starteten vom Rockwell Field bei San Diego, die "Tanker-Maschine" geflogen von den Leutnants Virgil Hine und Frank Seifert, die zu betankende vom Piloten Captain Lowell Smith und dem Lt. John Richter. Nachdem der 12 Meter lange Schlauch vom "Tanker" herabgelassen war, näherte sich Cpt. Smith langsam von unten, Lt. Richter griff das Ende und steckte es zur Betankung in den Tankstutzen. Danach wurde der Schlauch an einem Seil zurückgezogen. Erst in den 50er Jahren wieder aufgegriffen wird die Luftbetankung, natürlich deutlich verbessert, heute als Selbstverständlichkeit praktiziert.

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, daß R. A. "Bob" Hoover, die große amerikanische Airshow-Legende in 50 Jahren mehr als 300 verschiedene Flugzeugtypen flog, darunter auch die Supermarine Spitfire, die Focke Wulf FW 190, die Me 109, die Me 163...? Bob war Jagdflieger im 2. Weltkrieg, nach seiner Flucht aus deutscher Gefangenschaft in einer FW 190 trug er als Testpilot in den USA maßgeblich zur Entwicklung der Düsenflugzeuge bei. Im Alter von 77 Jahren bot Bob Hoover bei den Reno Air Races 1999 noch immer atemberaubenden Kunstflug mit seiner Rockwell "Shrike Commander" dar. Auf mehr als 2000 Airshows weltweit begeisterte er im Laufe seines Fliegerlebens das Publikum. Chuck Yeager, der Pilot, der mit der Bell X-1 erstmals die Schallmauer durchbrach, sagte: "Bob Hoover ist der größte Pilot, den ich je sah". Zu Hoovers Freunden zählten Flieger-Größen wie Orville Wright, Eddie Rickenbacker, Charles Lindbergh, Jaqueline Cochran, Neil Armstrong, Yuri Gagarin, Johannes "Macky" Steinhoff u.v.m. Bob Hoover wurde ausgezeichnet mit der Lindbergh Medal, dem Kitty Hawk Award, dem Distinguished Flying Cross, der Soldier's Medal. Er ist Mitglied der National Hall of Fame, der Society of Experimental Test Pilots, der Aerobatic Hall of Fame. Sehr zu empfehlen: Seine Autobiographie "Forever Flying".

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, daß der Hubschrauber MIL Mi-26 der größte in Serie gefertigte Hubschrauber der Welt ist? Die technischen Daten erscheinen unglaublich: Erstflug am 14.12.1977, Rumpflänge 33,73m, Höhe 8,05m, Rotordurchmesser 32m, 8 Rotorblätter am Hauptrotor, 5 am Heckrotor, Leistung 2x11.400 PS, Höchstgeschwindigkeit 295 km/h, Gewicht leer 28,2t, Max.-Gewicht 56t (bis zu 85 Passagiere), Reichweite 800 km mit 12.000 Litern Kerosin, Autopilot, Stabilisierungsanlage für Schwebeflug, beheizte Rotorblätter, Cockpitscheiben und Turbineneinlässe. Zuletzt machte der Mi-26 durch die Bergung eines im Permafrost-Bodens Sibiriens eingeschlossenen Mammuts auf sich aufmerksam.

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, daß die Amerikanerin Jaqueline Cochran (1906-1980) mehr Geschwindigkeits-, Strecken- und Höhenweltrekorde aufstellte als jeder andere Pilot seit Anbeginn der Fliegerei? Ihren Pilotenschein erwarb Jaqueline Cochran im Jahre 1932 nach nur 3 Wochen Ausbildung. Als erste Frau gewann sie 1935 das Bendix Transcontinental Air Race und 1938 die Bendix Competition. 1941 überführte sie einen Bomber nach England und bildete dort als RAF-Captain im weiteren Verlauf des 2. Weltkrieges 1.200 weibliche Piloten für Transportflugzeuge aus. Als erste Frau durchbrach Jaqueline Cochran die Schallmauer in einer F-86, 1953 setzte sie Geschwindigkeitsweltrekorde über 15, 100 und 500 Kilometer. 1961 stellte sie einen Höhenweltrekord von 55.253 Fuß und drei Jahre später im Alter von 58 Jahren den Geschwindigkeitsweltrekord für Frauen mit 1.429 mph (über Mach 2) in einer F-104 G "Starfighter" auf. 1971 wurde Jaqueline Cochran in die National Women's Hall of Fame der USA aufgenommen.

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, daß der Geschwindigkeitsweltrekord für kolbenmotorgetriebene Propellerflugzeuge am 21.08.1989 von Lyle Shelton (USA) mit seiner modifizierten Grumman F8F-2 Bearcat "Rare Bear" mit sagenhaften 850,263 km/h aufgestellt wurde? Das entspricht der Reisegeschwindigkeit eines modernen Airliners! "Rare Bear" ist noch heute bei den jährlich stattfindenden Reno Air Races zu bewundern.

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, daß der vom Italiener Francesco Agello auf der Macci MC.72 am 23.10.1934 mit 709,209 km/h aufgestellte Geschwindigkeitsweltrekord für kolbengetriebene Wasserflugzeuge bis zum heutigen Tage ungebrochen ist?

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, daß die Gründerin des größten deutschen Erotikversandes, Beate Uhse, im 2. Weltkrieg als Überführungspilotin neben einer Vielzahl an verschiedenen Flugzeugmustern auch die Focke-Wulf FW 190 flog? Beim Einmarsch der Alliierten konnte sie noch am 22.4.1945 von Gatow aus mit Sohn, Kindermädchen und weiteren 4 Personen mit der Siebel Fh 104 SG+GD zunächst nach Barth und von dort am 30.4.über Travemünde nach Leck und schliesslich nach Flensburg flüchten. Beate Uhse war bis zu ihrem Tod im Juli 2001aktive Privatpilotin.

 

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