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Quaxmeet 2010 & Flughafenfest Paderborn

- von Stefan Schmoll -

Gesucht und gefunden, so kann es ein wenig mit den Quax-Fliegern und dem Flughafen Paderborn heißen.
Der eigentlich dezentral operierende Oldtimerverein war auf der Suche nach einer langfristig nutzbaren Zentrale
auf dem Flughafengelände wird eine Eventhalle errichtet
und schon gibt es unglaublich Synergieeffekte in einer sicherlich lang anheltenden Kooperation. Am Freitag vor dem Flughafenfest fand mit zahlreichen bereits angereisten Piloten das interne Quax-Meeting statt, und am Samstag/Sonntag strömten trotz des sehr unbeständigen Wetters die Zuschauermassen - es waren 25.000 - auf das Flughafengelände, um zahlreiche Attraktionen am Boden und in der Luft zu erleben

Stefan Schmoll war für www.airventure.de am letzten Augustwochenende auf dem Flughafen Paderborn.

Noch ziehen die Quax-Flieger nicht nach Paderborn, aber die Umzugswagen werden sozusagen schon hergerichtet. Über 40 Besatzungen wollten mit Ihren historischen Flugzeugen schon am Freitag zum Quaxmeet anreisen - doch der Dauerregen verhagelte die Bilanz. Die meisten Fliegerfreunde kamen mit den Maschinen irgendwo im Umkreis von hundert Kilometern runter und schlugen sich dann nach Paderborn durch.
Die Tiger-Moth des Vereins wurde erstmals nach fast vollendeter Restauration einem breiteren Publikum vorgestellt. Der Rumpf ist soweit komplettiert und wartet jetzt noch auf die Flügel. Aber ab der kommenden Saison wird der britische Trainer sicherlich wieder eine Perle am deutschen Oldtimerhimmel sein.
Robert Wirth konnte als Flügelbauer für die Motte gewonnen werden. Er gehört zu den absoluten Koryphäen im Holzflugzeugbau, wirkte er doch jahrelang im englischen Old Warden an der Restauration zahlreicher Preziosen der Shuttleworth-Collection mit. Auf dem Tisch sehen Sie Kleinteile einer RAF SE.5A aus dem 1. Weltkrieg. Noch wollen wir nicht zu viel verraten, aber da könnte sich schon eine kleine Sensation anbahnen!

Der nette ältere Herr, der vor der vereinseigenen DH-82 Tiger-Moth posiert, könnte da nicht besser stehen: Es ist der ehemalige deHavilland Testpilot Desmond Penrose, mit dem die Quax-Flieger seit langer Zeit freundschaftlich verbunden sind. Die komplette Liste der von ihm geflogenen Typen würde diesen Text sicherlich sprengen.

Hoffentlich entwickelt sich aus dieser erfolgreichen Premiere eine Tradition bei Flying Legends.

Das Quaxmeet war großartig und es wurde spät. Doch auch am Samstag lohnte das frühe Aufstehen. Dass Quax-Flieger nicht nur in `alten Mühlen´ rumfliegen, zeigt der ausgestellte Tornado. Pilotiert wurde der `moderne Klassiker´ der Bundesluftwaffe natürlich von einem aktiven Quaxpiloten.

Neben der Luftwaffe hatten auch die Heeresflieger ihren Auftritt beim Flughafenfest. Die Fotos entstanden am frühen Samstagmorgen. Nach Öffnung der Tore waren die selten in der Öffentlichkeit zu sehenden Militärmaschinen natürlich sofort eng umlagert.
Das Gros der Teilnehmer bildeten aber die zahlreichen angereisten Klassiker. Trotz des extrem unbeständigen Wetters schafften es 80 Maschinen zum Flughafenfest. Neu in Paderborn ist diese wunderbare Cessna 195 beheimatet. Sie gehört Dirk Sadlowski, der für das gelungene Flugprogramm zuständig war.
Die www.fliegerwerft.de Gruppe kam mit Do27, Beech Bonanza und der ältesten erhaltenen Messerschmitt 108 D-EBFW. Das Reiseflugzeug aus dem Jahr 1937 kann noch immer mit jeder modernen Maschine problemlos mithalten.
Michael Pohl brachte seine in Aachen stationierte Stearman Kaydett N86600 zum Flughafenfest. Wegen des Wetters sind einige der angekündigten Aachener Maschinen leider nicht kommen.
Doch den wahren Flieger halten Wetterkapriolen natürlich nicht auf. Jürgen Kraus´ Stearman OE-AKJ ist ebenfalls in Aachen beheimatet und bestach durch eine routinierte Kunstflugvorführung vor dramatischem Hintergrund.
Dirk Sadlowksi besitzt nicht nur eine blank polierte Cessna 195, sondern auch diese Pilatus P-3. Im Gegensatz zu allen anderen in Europa fliegenden Exemplaren ist die F-AZPU nicht in den Farben der schweizerischen, sondern der brasilianischen Luftwaffe lackiert.
Aus den dreißiger Jahren stammt die Fairchild 24. Das Muster wurde zwischen 1932 und 1948 sowohl mit Reihen-, als auch mit Sternmotor produziert.
Das ist ein echtes Testpilotenlächeln, Desmond Penrose folgte der Einladung der Quax-Flieger, und ließ es sich natürlich nicht nehmen, am Samstag auch in der vereinseigenen Klemm 35 eine Runde zu drehen.
Copilot war Tobias Ruppel, normalerweise Flugkapitän bei der Lufthansa. Desmond kannte die Klemm 35 bereits gut, war sie doch einige Jahre im englischen Old Warden stationiert, bevor sie in diesem Frühjahr nach Deutschland überführt worden ist.
Die Stampe gehört neben Bücker Jungmann und deHavilland Tiger Moth zu den europäischen Standardschulflugzeugen. Die D-EQXB gehört ebenfalls zur Quax Fliegergruppe und wird während der Saison von den Mitgliedern sehr regelmäßig bewegt.
Presseflug mal anders. Wenn man - wie so mancher Quaxpilot - über eine offizielle Kunstfluglizenz verfügt, dann kann man dem hier vorne sitzenden Fotografen der lokalen Presse auch mal zeigen, dass die alten Schätzchen noch nicht zum alten Eisen gehören.

Neben den Flugdarbietungen ging der normale Flugbetrieb natürlich weiter. Was hier auf den ersten Blick etwas spektakulär nach Bruchlandung ausschaut, ist lediglich der Geländetopografie des Platzes geschuldet!

Aus Holland kam die Douglas Dakota der www.dutchdakota.nl auf einen Sprung nach Paderborn. Die Oldtimergruppe betreibt derzeit zwei Dakotas in Holland, und ebenso in Südafrika eine Douglas DC-4!
Warbirdfeeling aus Holland: Rick van der Graaf sorgte mit seiner Yak-3U dafür, dass es am Himmel auch mal rasanter zuging. Seit dem letzten Jahr ist die bullige Maschine in Holland stationiert www.yakassociation.nl
1200 PS sorgen für den richtigen Sound - und mehr als 500 km/h bei der sehr agilen Yak-3U. Vor einigen Jahren wurden einige Exemplare in Rumänien neu gebaut - dies ist eine davon!
Von der Aero L-39 fliegen mittlerweile zahlreiche Exemplare in privaten Händen. Meist sind die Strahltrainer in Estland oder Russland registriert, da es in Deutschland zu große Hürden für eine Zulassung gibt. Die RA-3495K. wurde in den letzten Jahren von Manfred Rusche in Hodenhagen renoviert und kürzlich verkauft.

Der neue Eigentümer betreibt sie aber weiterhin von Hodenhagen aus. Unter all den aktiven Exemplaren ist sie doch derzeit die einzige, die in ihrer historisch korrekten Lackierung aus der Zeit als Trainer bei der Nationalen Volksarmee der DDR fliegt (damals als NVA195).

Nun waren in Paderborn zwar viele Klassiker vertreten, aber guten Motorkunstflug gab es natürlich auch. Hartgesottene konnten sogar einen speziellen Rundflug mit der Yak-52TD buchen.
Die Pitts gehört zwar nicht mehr zu den `High-End´ Kunstflugzeugen, aber auf jeden Fall zu den beliebtesten Fliegern beim allgemeinen Publikum. Sie schaut toll aus als Doppeldecker, ist meist bunt lackiert, macht ordentlich Dampf - und ist einfach ein großartiges Showflugzeug!!

Das Fokker Four Team aus Holland sorgte routiniert für guten Formationsflug. Das Team www.fokkerfour.nl ist während der Saison auf zahlreichen Veranstaltungen in ganz Europa zu bewundern.

Ebenfalls aus Holland - nämlich Maastricht - ist die klassische Stinson AT-19 eingeflogen. Das Verbindungsflugzeug ist ein richtig schwerer Brocken und eine große Bereicherung für die hiesige Oldtimerszene.
Auf jeden ordentlichen Flugtag im Lande gehört doch auch eine Antonow 2. Zum Glück fliegen noch immer zahlreiche Exemplare des urigen Doppeldeckers. Die An-2 war von 1947 bis 1992 unglaubliche 45 Jahre in der Produktion!!
Die hier gezeigte D-FOKY ist übrigens in Paderborn am Platz beheimatet.

Jürgen Kraus fliegt nicht nur in der Stearman Kunstflug, auch in seiner weißen Harvard D-FUKK macht er immer eine sehr gute Figur und wird von zahlreichen Veranstaltern gerne gebucht.

Das war knapp: Fast ein Dutzend Klassiker standen in der Reihe, die Motoren liefen schon warm und in einer Minute sollte es zum großen Oldtimercorso losgehen - und sehr plötzlich zog ein starkes Gewitter auf. Einige Besucherflugzeuge haben dann noch rasch den Flugplatz verlassen, andere wurden an ihren Stellplätzen vertäut. . .

. .und zwei Dutzend Klassiker wurden innerhalb weniger Minuten in einen rettenden Hangar geaschafft. So sehen Piloten aus, deren Maschinen es ins Trockene geschafft haben. Aber denken Sie nicht, dass das das Ende des Veranstaltungstages war. . .

. .denn nach dem Gewitter stiegen einige Maschinen noch zu einem späten Oldtimercorso auf. Das war ein großartiges Flugplatzfest für die ganze Familie mit zahlreichen Attraktionan am Boden und in der Luft. Wir freuen uns auf 2011. Informationen erhalten Sie dann zeitnah unter www.airport-paderborn.de

Und wenn Sie mit Ihrem Besuch nicht bis zum kommenden Sommer warten möchten: Ab Anfang 2011 erwarten Sie eine neue Aussichtsterrasse, schicke Gastronomie und zahlreiche Klassiker der Quax-Flieger im neuen Eventhangar.

E N D E
 

 

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