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Sywell Great War Show

Eigentlich wollten wir nur die beiden fliegenden Avro Lancaster bestaunen - und fanden dabei eine grandiose Show auf den britischen Inseln abseits der üblichen Verdächtigen in Duxford und Old Warden. Die jeden August stattfindende Sywell Airshow in Northamptonshire war eine absolut großartige Veranstaltung - organisiert von Freiwilligen und mit einem guten Zweck: Der Unterstützung der örtlichen Flugrettung. Die Lancaster kamen wetterbedingt nicht.und trotzdem haben wir jede Minute in Sywell genossen!

Die beiden angekündigten Avro Lancaster sorgten für volles Haus: Rund 10.000 Tickets gingen im Vorverkauf weg und es gab keine Tageskasse für Kurzentschlossene. Rund 70 km/h Dauerwind in Lincolnshire sorgten allerdings beim BBMF dafür, dass die Hangartore aus Sicherheitsgründen zublieben. Und auch in Sywell hatten wir rund 40 km/h Seitenwind zur Bahn. Aber auch das "Notprogramm" ohne die leichten Flugzeuge aus dem 1.Weltkrieg begeisterte die angereisten Gäste.

Für www.airventure.de war Stefan Schmoll zum ersten, aber sicher nicht zum letzten Mal bei der http://sywellairshow.co.uk/

Teil 1 - Oldtimer und Klassiker
Teil 2 - Moderne und Impressionen
100 Jahre nach Beginn des I.Weltkrieges bildeten die Flugzeuge aus der Zeit einen wichtigen Part der Veranstaltung, wenn auch wetterbedingt nur am Boden. Das http://www.greatwardisplayteam.com/ betreibt mehrere Nachbauten in Originalgröße sowie verkleinerte Versionen der damaligen Flugzeugtypen.
Zum Team gehört unter anderem der Fokker Dreidecker 403/17 (G-CDXR). Hier schraubt übrigens der Eigner selber: Bruce Dickinson - von Beruf ansonsten Sänger der Heavy-Metal Band "Iron Maiden"-
Vom berühmten Brooklands Museum westlich von London wurde extra für die Veranstaltung diese Sopwith Camel ausgeliehen.
Ebenso normalerweise in Brooklands beheimatet ist dieser Bleriot XI Nachbau. Das Flugzeug wurde 1982 gebaut und flog einige Zeit als G-LOTI, bevor es nach Brooklands ins Museum kam.

Ebenfalls zum Great War Display Team gehört dieser Nachbau der allerersten Sopwith Triplane N500. Der geplante Luftkampf zwischen den britischen und deutschen Nachbauten sollte zu den Höhepunkten der Airshow gehören ? aber bei dem Wind war einfach nichts zu machen.

Das ist der Nachbau der Royal Aircraft Factory BE-2 für den in England bekannten Biggles Film aus den sechziger Jahren. Nach 25 Jahren im amerikanischem Exil hat Matthew Boddington - der Sohn des damaligen Erbauers - das "Biggles Biplane" wieder nach England geholt und es hier in Sywell stationiert. Die Konstruktion basiert auf einer DH-82 Tiger Moth und kann qualitativ naturgegeben nicht ganz mit den jetzt in Neuseeland gebauten Exemplaren mithalten.
De Havilland Tiger Moth gibt's ja wie Sand am Meer. Hier haben wir allerdings die viersitzige Weiterentwicklung Thruxton Jackaroo neben einer DH-82 Queen Bee. Die LF858 ist die einzige noch fliegend erhaltene Drohnenvariante der berühmten Tiger Moth. Natürlich fliegt sie heute nicht mehr ferngesteuert, sondern wird normal mit Pilot im Cocpit bewegt!
Diese beiden "Junkers CL-1" basieren auf dem amerikanischen Kitflugzeug Bowers Fly Baby aus den sechziger Jahren und haben so gar Nichts mit dem deutschen Original zu tun. Und das liegt nicht nur an der Tatsache, dass die originalen Junkers Flugzeuge aus Metall gebaut wurden und 30% größer als diese Dinger waren. Aber als Gegner der RAF SE-5A sind sie halt beliebte Showacts?
Mit dieser Auster Mk.V wurde die Show am Mittag offiziell eröffnet. Zum Gedenken an die gefallenen Soldaten des I. Weltkrieges flog sie im Tiefflug über die Bahn und warf Poppies (Mohnblumenblüten) ab. 10000 anwesende Besucher - darunter zahlreiche als Ehrengäste geladene Veteranen - standen schweigend auf und gedachten den Millionen damals gefallenen Soldaten.
Die Vorführung fiel ja leider dem Wind zum Opfer, aber am späten Nachmittag machten sich die Piloten des Great War Display Teams in Ihren Maschinen auf, um ihre Zielflughäfen zu erreichen. Der Kamerad hier musste noch nach Holland - da war "Segeln am Wind" angesagt-.
Zu den Besuchsflugzeugen zählte auch diese seltene de Havilland DH-83 Fox Moth. Weltweit fliegt nur noch eine Handvoll dieses aus der Tiger Moth entwickelten kleinen Passagierflugzeuges.
An der Show nahm ein komplettes Bückertrio teil. Nachdem die Piloten von Jungmann und Jungmeister historischen Kunstflug gezeigt hatten, wollte sich auch Will Greenwood in seinem Bestmann nicht lumpen lassen.
Für mich eines der Highlights: Das simulierte Rennen von Travel Air Mystery Ship gegen Percival Mew Gull. Beide Maschinen wurden in den letzten Jahren für britische Sammler originalgetreu rekonstruiert.
Von dem Rennflugzeug Percival Mew Gull wurden ab 1934 sechs Exemplare gebaut. Diese erzielten zahlreiche Erfolge bei den damals beliebten Luftrennen. Mit der G-AEXF ist bei der Shuttleworth Collection sogar noch ein Original flugfähig erhalten geblieben.
Fünf Exemplare des Travel Air Mystery Ship wurden ab 1929 für amerikanische Piloten gebaut und bei den dortigen Luftrennen erfolgreich eingesetzt. Richard Seeley ließ jetzt ein Exemplar bei den Experten von Aero Antiques nachbauen und begeistert das Publikum bei jedem Auftritt.
Die beiden Avro Lancaster mussten wegen des starken Windes im Hangar bleiben, aber das Großmodell stieg in die Luft - nicht wenige Zuschauer waren wegen des Wegbleibens der beiden Hauptanziehungspunkte sauer. Sicherheit geht aber nun mal vor und das Geschrei wäre groß, wenn mit den wertvollen Originalen etwas passiert wäre!
Die Ryan PT-22 G-RLWG gehört zur http://www.realaero.com in Breighton südlich von York. Die Flugzeuge der Sammlung sind nur selten bei Flugtagen anzutreffen - aber für Sywell machten die Jungs gerne eine Ausnahme.
Auch die Miles Messenger gehört zur Sammlung in Breighton. Man beachte übrigens den Windsack im Hintergrund. Die Piloten haben sich an dem Nachmittag wirklich Sonderapplaus verdient, bei den Bedingungen zu fliegen!
Eine richtige Wingwalking Staffel gibt es bei den www.aerosuperbatics.com In Sywell waren sie im Duett unterwegs, aber auf Anfrage gibt es die von Breitling gesponserte Show auch mit nicht weniger als vier Stearman! Mutige können hier übrigens auch selber mal auf den Flügel >>> Infos gibt es auf der Homepage!
Knapp 100 Exemplare der viersitzigen Miles Messenger wurden in den vierziger Jahren gebaut. Neben zivilen Abnehmern nutzte auch die RAF einige Exemplare als VIP Transporter. Heute sind noch 9 Exemplare in Großbritannien zugelassen. Die G-AKIN ist hier in Sywell beheimatet.
Auch die Gloster Gladiator von der in Duxford beheimateten Fighter Collection startete in Sywell. Es ist einer der sehr seltenen Vorführungen außerhalb des Heimatplatzes. Die N5903 ist neben dem in Old Warden beheimateten Exemplar die einzige fliegende Gladiator. Kaum zu glauben, aber der Gladiator Doppeldecker wurden erst 1937 bei der RAF eingeführt - fast zeitgleich mit der wesentlich moderneren Hawker Hurricane.

Ein Kollege aus unserer kleinen Reisegruppe brummelte kopfschüttelnd nur was von "Badezimmerkachel" und "Mädchenflugzeug" beim Start dieser North-American T-6D. Na ja - am Steuer saß immerhin eine Frau-

Die G-ELMH gehört wie die beiden Mustangs zu den Hadwickwarbirds in Norfolk.

Die beiden North-American P-51 Mustangs "Marinell" und "Janie" sind der große Schatz der http://www.hardwickwarbirds.com/

Eigner Maurice Hammond verdient sein Geld mit der Überholung von historischen Motoren und Restauration von Flugzeugen.

Derzeit sind in England 9 Mustangs zugelassen, dazu kommen mehrere mit amerikanischer Zulassung. Während Maurice seine Janie flog, pilotierte der berühmte Pilot Rob Davies die Marinell - ein perfekt eingespieltes Team.
Frauenpower! Carolyn Grace ist Eigentümerin und Pilotin der Spitfire T.9 ML407. Ihr 1988 verunglückter Mann Nick restaurierte die Maschine in den achtziger Jahren. Carolyn fliegt die doppelsitzige Spitfire auch ihm zu Ehren seit nunmehr 25 Jahren.

Während der Saison ist sie auf zahlreichen Events zu bestaunen, und selbstverständlich gibt es auch einen eigenen Supporterclub http://www.ml407.co.uk/. Sohn Richard darf auch manchmal ans Steuer, wenn er nicht gerade mit seiner Pitts unterwegs ist >>> mehr zu ihm im kommenden Teil.

Letzter Programmpunkt war der "Hurribomber" von Peter Teichmann. Peter hat seine beeindruckende Warbirdsammlung http://www.hangar11.co.uk/ in North Weald nördlich von London beheimatet.

Einfach ein grandioses Abschlussbild vom beeindruckenden Flugtag in Sywell. Trotz aller wetterbedingten Ausfälle war es eine wunderbare Veranstaltung.

Hier geht es bald weiter mit Teil 2, denn es gab nicht nur historische Flugzeuge zu bestaunen?
Hier geht's weiter zu >>>Teil 2
 

 

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