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National Warplane Museum Geneseo (New York)

- von Stefan Schmoll -

"The Greatest Show on Turf" - damit wirbt das National Warplane Museum in Geneseo (Staat New York) für seine jährliche Air Show. Hier http://www.airventure.de/geneseo_airshow_2017.htm haben wir Ihnen ja bereits unsere Eindrücke der Show präsentiert.

Sehen Sie nachfolgend, was das Museum abseits der Airshow zu bieten hat. Im großen Hangar arbeiten die Helfer stetig daran, mehr und mehr der Ausstellungsstücke wieder flugtüchtig zu bekommen. Die Seite http://www.nationalwarplane.org/ führt derzeit leider ins Leere - aber zumindest hier https://nwmairshow.com/ finden sich auch einige Informationen zur Sammlung.

Eigentlich sollte sie spätestens seit diesem Frühjahr wieder fliegen, aber ein defekter Motor hält die Boeing B-17 44-83546 noch immer am Boden. Berühmtheit erlangte der viermotorige Bomber 1990, als er in einem Hollywood-Film die "Memphis Belle" verkörperte. Übrigens existiert auch die originale "`Memphis Belle" noch - sie wird im USAF Museum in Dayton/Ohio restauriert und soll ab dem kommenden Jahr ausgestellt werden.

Das National Warplane Museum hat die Filmmaschine aus dem Nachlass von David Tallichet Anfang 2016 für mehrere Jahre geleast und hofft, mit ihr bald endlich wieder auf Tour gehen zu können.

Im August 2017 kam der ersehnte Motor endlich an ? leider einen Monat zu spät, als dass sie der Star der Airshow werden konnte.

Neben der bekannten B-17 ist noch ein ungleich seltenerer Bomber eingelagert: Lediglich 38 Exemplare wurden 1938 & 1939 von der zweimotorigen Douglas B-23 gebaut, bevor das Projekt zu Gunsten modernerer Typen wie der North-American B-25 eingestellt worden ist.
Nein, das ist nicht der fehlende Motor für die "Memphis Belle", sondern ein Teil der recht umfangreichen Motorensammlung des Museums in Geneseo. Der in der B-17 verbaute 9 Zylinder Wright R-1820 Sternmotor wurde in den verschiedensten Varianten zwischen 1931 und den frühen fünfziger Jahren produziert.
Leider gab es von den dortigen Enthusiasten keine Information, ob und wann mit der Restauration dieses seltenen US-Bombers begonnen wird. Auch das Innenleben sieht zwar nach Arbeit aus, aber es könnte ein wirklich seltenes Schmuckstück entstehen
Die beiden Wright R-2600 Doppelsternmotoren sind natürlich auch vorhanden. Diese Motoren sind übrigens auch in der North-American B-25 Mitchell verbaut worden. Mehr als 85.000 Exemplare wurden laut Wikipedia zwischen 1937 und 1946 produziert.
Bei uns ist sie nun wirklich nichts Besonderes, aber in den Vereinigten Staaten ist die Antonow An-2 eine echte Seltenheit. Wenn sie mal fertig ist, könnte das Exemplar in Geneseo ein Star auf vielen Flugtagen werden.
Auch ein Exemplar der ERCO Aircoupe wird wieder renoviert. Der Typ wurde Ende der 1930er Jahre entwickelt und wurde in verschiedenen Versionen bis 1969 produziert.
Die Piper Cub / Super Cub zählt zu den wichtigsten Flugzeugfamilien der Luftfahrtgeschichte. Natürlich gehört auch in diese Sammlung ein Exemplar. Allerdings ist es keine Piper Super Cub, sondern ein Eigenbau von Thomas Macauley aus dem Jahr 1981.
Die Culver Cadet wurde 1939 von Al Mooney konstruiert. Von dem kleinen Zweisitzer wurden rund 600 Exemplare gebaut. Im Museumshangar ist noch ein zweites ? komplett zerlegtes ? Exemplar vorhanden
George N. Lucas (sicher nicht verwandt mit dem Filmproduzenten) hat vor 15 Jahren diese Heinkel 162 Salamander aus Holz gebaut. Er kam kürzlich von einem anderen Museum nach Geneseo.
Auch Trainer werden gerade renoviert. Neben einer North-American T-6 steigt hoffentlich auch diese ungleich seltenere Vultee BT-13 Valiant wieder in den Himmel.
Ziemlich gruselig für europäische Denkweisen ist das Kamikaze Flugzeug Yokosuka Ohka. Mehr als 800 japanische Piloten stürzten sich damit Ende des II.Weltkrieges in den Tod und versuchten, dabei möglichst viel Leid und Terror zu erzeugen. Auch die Ohka ist ein Nachbau von George N. Lucas.
Auch im Außengelände stehen einige historische Flieger. Nicht ganz in den Reigen der Propellerflugzeuge des Museums passt diese Lockheed T-33.
Neben der "W7" steht im Außengelände auch die Douglas C-47 43-49819 (N54602).
Beschämend wäre es, wenn man Heutzutage eine der letzten erhaltenen Grumman Hellcat irgendwo auf einen Pfeiler pfropft - ist aber zum Glück nur ein mehr oder weniger gelungener Nachbau.Sehr amerikanisch übrigens die ganzen Golfwagen darunter, die während der Show im Dauereinsatz waren.
Was den Europäer die NORD Noratlas, war den Amerikanern die Fairchild C-119 Flying Boxcar. Sie war allerdings um Einiges größer und konnte mehr Nutzlast als die später entwickelte Noratlas tragen.
Die große Heckklappe war die essenzielle Verbesserung der neuen Transporter im Gegensatz zu den im II. Weltkrieg eingesetzten C-47 und C-54. Die Flying Boxcar hatte ihre große Zeit im Koreakrieg. Kurz danach wurde die legendäre Lockheed Hercules vorgestellt, die seit nunmehr 60 Jahren produziert wird!
Die Aeronca Champion des Museums ist in den Farben der militärischen L-16 lackiert. Rund 600 Exemplare der L-16 wurden nach dem Krieg produziert, um die allgegenwärtige Piper L-4 zu ersetzen.
Kein großer Erfolg wurde die Aero Commander 100 aus den sechziger Jahren. Na ja, im Land der Cessna 172 hat es die Konkurrenz nun mal nicht leicht.Die "US Army" Kennung ist wohl dem Namen des Museums geschuldet - die Aero Commander wurde nicht beim Militär eingesetzt.
Die Douglas C-47 "W7" ist das Arbeitspferd des Museums und oft auf Flugtagen in der Umgebung unterwegs. Mit ihr können Luftfahrtenthusiasten auch zu einem Rundflug einsteigen.
Der C-47 zur Seite steht die Beech 18 N45CG aus dem Jahr 1954. Beide wurden selbstverständlich auch auf der Airshow im Juli vorgeführt.
 

 

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