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Newark Air Museum

Das Newark Air Museum in Mittelengland wurde vor 40 Jahren gegründet und ist Heute eines der größten Luftfahrtmuseen des Landes. Der Fokus der Sammlung liegt auf britischen Flugzeugen der Nachkriegszeit. Der größere Teil der etwa 70 ausgestellten Luftfahrzeuge konnte mittlerweile in den beiden geräumigen Hallen untergebracht werden - dementsprechend gut ist der Erhaltungsgrad der Maschinen.

Airventure Mitarbeiter Stefan Schmoll war während seines Englandaufenthaltes im Oktober 2012 vor Ort und berichtet für Sie von dieser großen gemeinnützigen Sammlung. Der Weg zum Museum ist von der naheliegenden A1 gut ausgeschildert. Laufende aktuelle Informationen finden Sie unter www.newarkairmuseum.org

1990 wurde die erste Ausstellungshalle eröffnet. Hier sind unter Anderem die Propellerflugzeuge und Hubschrauber der Sammlung untergebracht.
Im Jahr 2004 konnte nach einer Zuwendung der nationalen Lotterie eine zweite Halle gebaut werden. Hier finden die Besucher in erster Linie zahlreiche Jetflugzeuge britischer Produktion aus den fünfziger und sechziger Jahren.
Die Supermarine Swift wurde 1948 entwickelt und ab 1953 in Serie produziert. Einige Abstürze sorgten allerdings dafür, dass der Typ rasch von der Hawker Hunter abgelöst worden ist. Von den 160 produzierten Swift sind lediglich fünf komplette Exemplare erhalten.
Die Gloster Javelin wurde 1951 als zweistrahliges Jagdflugzeug für die RAF entwickelt. Mit ihren Deltaflügeln und dem mächtigen Leitwerk war sie eine sehr imposante Erscheinung. Ab 1959 wurde sie von Bruggen, Geilenkirchen und Laarbruch aus auch in Deutschland eingesetzt. Leider existiert kein flugfähiges Exemplar mehr, aber zumindest sind von den 436 gebauten Javelin 10 in Museen erhalten geblieben.
Die deHavilland Vampire gehört zu den ersten Jets der Luftfahrtgeschichte. Bereits 1943 hatte sie ihren Erstflug, wurde aber erst ab 1945 aktiv eingesetzt. Die 4400 gebauten Exemplare in den unterschiedlichsten Versionen wurden weltweit eingesetzt. Im Museum sind gleich drei Versionen - die hier gezeigte Vampire T.11, eine Venom NF.3 und eine Sea Venom FAW.21 ? ausgestellt.

Nicht drei, sondern sogar vier Gloster Meteor sind in Newark ausgestellt. Auch sie wurde bereits im 2.Weltkrieg entwickelt und fand sogar schon 1944 den Weg in die Truppe.

Bei der hier gezeigten FR.9 wurde hinter dem Cocpit ein RollsRoyce RB108 Hubtriebwerk eingebaut. Die VZ608 konnte vor der Verschrottung gerettet werden und fand vor mehr als 40 Jahren den Weg hier ins Museum.

Drei komplette English Electric Canberras und zusätzlich noch drei Canberra Cocpits sind zu sehen.

Die ungewöhnlichste der Canberras dürfte sicher diese stark modifizierte B2 mit der Seriennummer WV787 sein. 33 jahre lang flog sie als Testflugzeug und erhielt unter Anderem die Nase einer Buccaneer
Natürlich gibt es nicht nur Jets in den Hallen. Hier sehen sie den Trainer Scottish Aviation Bulldog und dahinter das mächtige Seeüberwachungsflugzeug Fairey Gannet.
Mit einer Spannweite von 29 Metern ist die Vickers Varsity WF369 das größte Flugzeug in der Ausstellungshalle. Von dem zweimotorigen Piloten & Navigationstrainer wurden zwischen 1952 und 1976 insgesamt 160 Exemplare bei der RAF eingesetzt.
In den fünfziger Jahren hatte die Royal Navy auf ihren Flugzeugträgern unter Anderem die hier gezeigte Hawker Sea Hawk (vorne) und deHavilland Sea Venom im Einsatz.
In den dreißiger Jahren wurden 45 dieser General Aircraft Monospar Reiseflugzeuge produziert. Die VH-UTH ist das weltweit einzige erhaltene Exemplar und wird seit Jahren von Freiwilligen hier in Newark restauriert.
Kurz nach dem II. Weltkrieg wurde die Percival Prentice als Basistrainer bei der RAF eingeführt. Schon 1953 wurden die Prentice durch die moderneren Percival Provost ersetzt. Nur eine Handvoll Exemplare sind bis Heute erhalten geblieben.

Auch wenn der Fokus in Newark auf britischen Flugzeugen liegt, so haben es doch auch einige "Exoten" in die Sammlung geschafft.

Aus Schweden sind gleich drei Typen in ausgestellt: Der Trainer SAAB 91 Safir und die beiden Jagdflugzeuge SAAB 35 Draken sowie die hier gezeigte SAAB 37 Viggen.
Die Avro Anson ist einer der unbekannten Berühmtheiten der Luftfahrtgeschichte. Zwischen 1936 und 1952 wurden mehr als 11200 Exemplare gebaut und weltweit eingesetzt. Die RAF musterte ihre letzten Exemplare erst 1968 aus.
Neben kompletten Flugzeugen sind in den Hallen auch mehrere Link-Trainer, zahlreiche Schaukästen mit Instrumenten und diese Sammlung an Geschützständen zu sehen.
Die Flugmotorensammlung ist in einer "Nissenhütte" untergebracht. Solche Wellblechhütten in Fertigbauweise wurden von den Alliierten im I. und II. Weltkrieg zu hunderttausenden produziert und auf allen Erdteilen genutzt.
In Newark befinden sich auch einige Hubschrauber. Hier haben wir (von links) Bristol Sycamore, Zurowski ZP.1 (das Einzelstück eines britischen Bastlers aus den achtziger Jahren) und Westland Sioux (Lizenzbau der amerikanischen Bell 47).
Von den Hallen in das Außengelände. Hier stehen die großen Flugzeuge und Alles, was in den Hallen leider keinen Platz mehr gefunden hat. Neben all den Militärflugzeugen fällt die historische Cessna 310 richtig auf.
Die Avro Shackleton ist in sehr gutem Zustand. Allerdings wird sie langsam ein Opfer des britischen Wetters?und versinkt dank des häufigen Regens mehr und mehr in der weichen Erde.
Die Avro Vulcan dagegen ist auf festem Untergrund ausgestellt. Der riesige Deltaflüglerr aus den fünfziger Jahren ist im Winter 1983 auf dem stillgelegten ehemaligen RAF Stützpunkt gelandet und wurde über den gefrorenen Boden auf das Museumsgelände geschleppt.
Die Handley Page Hastings wurde in den späten vierziger Jahren als Langstreckentransporter für die RAF entwickelt. Ab 1967 wurde sie von den wesentlich moderneren amerikanischen Lockheed Hercules ersetzt. Neben drei in England erhaltenen Exemplaren ist auch eine Hastings im Berliner Alliiertenmuseum ausgestellt.
Die Avro Ashton wurde 1950 als experimenteller Jet-Airliner konzipiert. Er flog ein Jahr nach der berühmten deHavilland Comet und kam nie in kommerziellen Einsatz. Die sechs gebauten Exemplare dienten in erster Linie als fliegende Teststände für Triebwerke. Der Vorderrumpf der WB491 ist das Einzige, was von den Maschinen erhalten geblieben ist.
Im Außengelände befinden sich auch einige nicht-britische Kampfflugzeuge. Neben je einer Mig 23 und Mig-27 sehen Sie hier die Dassault Mystere IV und daneben die North-American F-100 Super Sabre.
Ebenfalls im Freigelände befinden sich Blackburn Buccaneer und deHavilland DH-110 Sea-Vixen. Diese beiden zweimotorigen Marineflugzeuge aus den sechziger Jahren ersetzten frühere Typen wie die in der Halle gezeigten Sea Hawk & Sea Venom.
 

 

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