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Deutsches Technikmuseum Berlin

Mit 490.000 Besuchern pro Jahr ist das Deutsche Technik Museum in Berlin eines der meist besuchten im Lande. Torsten Mörke und Stefan Schmoll waren im Mai 2006 für www.airventure.de vor Ort und berichten über die eindrucksvolle Luftfahrtabteilung.

Im Frühjahr 2005 war es endlich soweit: Die neue Luftfahrthalle des Deutschen Technikmuseums Berlin öffnete die Pforten (http://www.airventure.de/tips_DTMB.htm) und offenbarte Schätze, von denen man einige Jahre zuvor in Deutschland noch nicht einmal zu träumen gewagt hat. Das Team um Prof. Dr.Dr. Holger Steinle hat enge Kontakte zu Museen und Privatsammlern in aller Welt aufgebaut, was zu einigen spektakulären Neuzugängen führte. Die Werkstatt des Museums hat ihre Perfektion in der Restauration von alten Schätzen bereits mehrfach unter Beweis gestellt. So wurden mehrere Horten Segelflugzeuge und Halberstadt Doppeldecker für amerikanische Museen restauriert. Als `Bezahlung´ erhielt die hiesige Sammlung jeweils ein Exemplar. Spektakuläre Wrackbergungen in Skandinavien und Rußland sorgten dafür, dass es in Deutschland mittlerweile wieder einige Kampfflugzeuge aus der Zeit des zweiten Weltkrieges zu besichtigen gibt.

Die Ausstellung wird laufend aktualisiert und ergänzt. So soll bereits zum Jahresende 2006 der restaurierte Rumpf der Junkers Ju 88 G-2 2Z+BR (gefolgt von den Flügeln im Frühjahr 2007) gezeigt werden. Das restaurierte Heck ist bereits neben der Messerschmitt 110 zu besichtigen. Desweiteren wird in Kürze das konservierte Wrack der Junkers F-13 CF-ALX zu sehen sein. Diese mit Schwimmern ausgerüstete Maschine wurde 1981 vom Western Canada Aviation Museum in Winnipeg geborgen, nachdem es 1933 in Kanadas Wildnis verunglückt ist. Das Deutsche Technikmuseum Berlin besitzt mittlerweile die weltweit umfangreichste Sammlung von Junkers Flugzeugen mit den Mustern J 4, F 13, Ju 52, Ju 87 und Ju 88!

Neben diversen Neuerwerbungen und Restaurierungen stehen zwei Punkte ganz weit oben auf der Museumsagenda:

- Für die überlebenden Flugzeuge der ehemaligen `Deutschen Luftfahrtsammlung´ soll mit dem Luftfahrtmuseum in Krakau eine Lösung zur Restaurierung und Ausstellung gefunden werden. Derzeit befinden sich die meisten der in den Kriegswirren ausgelagerten Maschinen (beinahe ausschließlich Unikate aus den Anfängen der Fliegerei) im Krakauer Depot.

- Die Sammlung in der Trebbiner Straße platzt bereits aus allen Nähten. Der Berliner Flughafen Tempelhof bietet nach der geplanten Schließung als Verkehrsflughafen die einmalige Gelegenheit, die Luftfahrzeuge der Nachkriegszeit sowie Großflugzeuge wie die Focke Wulf Fw 200 Condor auszustellen. Hier könnte eine phantastische Sammlung an einem großartigen historischen Ort entstehen.

Wir bedanken uns bei Prof. Dr. Dr. Holger Steinle, Frau Ulrike Andres und Ihren Mitarbeitern für die freundliche Unterstützung und besonders für den Blick hinter die Kulissen!

 

Bf 109 Die Messerschmitt Bf 109 wurde im November 1939 von Erla in Leipzig als E-3 mit der WNr. 1407 gebaut. (spätere Umrüstung auf E-4). Nach einem verlorenen Luftkampf im Sommer 1941 wasserte der Pilot die Maschine auf einem See bei Murmansk, aus dem das Flugzeug 1995 geborgen worden ist.
Bf 110 Auch die Bf 110 LN+NR wurde als Wrack 1992 aus Rußland geborgen. Nach einer Odysee über England und Neuseeland wurde sie schließlich in Friedrichshafen im Rahmen einer ABM Maßnahme für das Deutsche Technikmuseum Berlin restauriert. Zwei weitere Wracks dienten als Ersatzteilspender.
Ju 52 Natürlich darf die berühmte Junkers Ju 52 in der Sammlung nicht fehlen Die D-AZAW wurde bis 1965 als T.2B-108 bei der spanischen Luftwaffe eingesetzt.
Ju 87 Lediglich zwei Junkers Ju 87 (in England und den USA) haben die Jahrzehnte unbeschadet überstanden. Die im Fundzustand ausgestellte Maschine L1+BL hat die gleiche Reise wie die Me 110 hinter sich. Das Museum besitzt noch ein weiters - leider weniger gut erhaltenes - Wrack.
Storch Zur Museumspolitik gehört es, die Maschinen originalgetreu zu präsentieren. Und der ausgestellte Fieseler Storch stand früher als Fv3810 (3-20) in schwedischen Diensten.
Klemm 35 Von den etwa 2000 gebauten Klemm 35 Schulflugzeugen fliegt etwa noch ein halbes Dutzend in Deutschland. Die D-EDOD wurde von der Kunstfliegerin Liesel Bach genutzt
FW 200 Die bereits restaurierte Sektion der Focke Wulf 200 vermittelt einen guten Eindruck über die Größe des kompletten Flugzeuges. In einigen Jahren können wir mit ein wenig Glück die weltweit einzige erhaltene Maschine dieses eleganten 4-motorigen Typs in Berlin bewundern. Derzeit arbeiten in Bremen 50 Freiwillige an der Restaurierung.
Ar 96 Die Arado 96 war 1936 sicherlich das weltweit modernste Schulflugzeug. Um so trauriger ist es allerdings, dass keine einzige komplette Maschine die Jahrzehnte überdauert hat. Dem Deutschen Technikmuseum Berlin gelang im letzten Jahr ein echter Coup, denn in aller Stille wurde dieses einmalige Modell aus mehreren Wracks und vielen neu gefertigten Teilen hergestellt.
Go 242 Im zweiten Weltkrieg waren Lastensegler keine Gebrauchsmuster sondern Verbrauchsmuster. Demzufolge gibt es von der Gotha 242 (und der motorisierten Version Gotha 244) nur noch unvollständige Wracks. Gemeinsam mit dem Luftwaffenmuseum wird nun versucht, aus mehreren erhaltenen Gerüsten eine komplette Maschine nachzubauen.
Hs 126 Hier sehen Sie Alles, was von 810 gebauten Henschel 126 Aufklärungsflugzeugen übrig geblieben ist. Aber in den letzten Jahren sind schon aus weniger Originalteilen vollständige Ausstellungsstücke entstanden.
Do-X Das zwölfmotorige Flugschiff Dornier Do X war das zentrale Ausstellungsstück der ehemaligen Deutschen Luftfahrtsammlung. Die zerstörten Metallreste wurden nach Kriegsende eingeschmolzen. Dieser Rumpfspant verdeutlicht die Größe der damaligen Konstruktion.
Stahltaube Die Jeannin Stahltaube aus dem Jahr 1914 ist derzeit leider das einzige Flugzeug in Berlin, welches aus der alten Deutschen Luftfahrtsammlung stammt. Es bleibt zu hoffen, daß sich für die anderen - derzeit in Krakau eingelagerten - Schätze bald eine für beide Seiten vertretbare Lösung ergibt.
Meise Die von Hans Jacobs 1938 konstruierte Meise bietet ein gutes Beispiel dafür, wie weit man im deutschen Segelflugzeugbau bereits in frühen Jahren gekommen ist.
Horten II L 1993 vereinbarte das Deutsche Technikmuseum Berlin mit dem NASM in Washington, vier Horten Segelflugzeuge in der Berliner Werkstatt zu restaurieren. Als Dank für diese Leistung ging die Horten II L `Habicht´ D-10 125 in den Besitz des Deutschen Technikmuseum Berlin über.
Lenkwaffen Beispiele der ersten primitiven Lenkwaffen, die Ende des Krieges in Deutschland herrgestellt wurden. Von links nach rechts: Rheinmetall-Borsig "Rheintochter 1" , Fieseler Fi 103 (V1) und Henschel 293.
HWK 109-509 Das Raketentriebwerk HWK 109-509 lieferte 1500 Kp Schub und wurde in der Messerschmitt Me163 Komet eingesetzt. Es handelte sich um ein Triebwerk mit "kalter" Verbrennung, durch Vermischung der Betriebsflüssigkeiten T-Stoff (Wasserstoffperoxyd) und C-Stoff (30% Hydrazinhydrat + 57% Methanol + 13% Wasser).
Motoren Das Deutsche Technikmuseum Berlin bietet neben den vielen interessanten Flugzeugtypen auch eine hervorragende Sammlung von Flugzeugtriebwerken, gerade aus den frühen Tagen der Luftfahrt. Von links nach rechts: Rolls Royce Merlin, Daimler Benz DB605, Daimler DII (verdeckt), Junkers Jumo 210, BMW VI und Siemens & Halske Sh5.
DB 605 Die ausgestellten Motoren sind allesamt wundervoll restauriert worden, als Beispiel dazu soll der hier gezeigte DB 605 dienen. Selten findet man diesen Motor in einem derart gutem Zustand.
F-86 Die North American F-86 Sabre ist das modernste Flugzeug der Ausstellung und ein Beispiel dafür, welche Entwicklungsfortschritte die Luftfahrttechnik wenige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg gemacht hat.
MiG-15 Im Koreakrieg waren F-86 und diese Mig-15 erbitterte Gegner. Jetzt hängen beide Maschinen gemeinsam in Berlin und bilden den technologischen Abschluß der derzeitigen Ausstellung.
He 111 Vor zwei Jahren wurde diese Heinkel He 111 H in bemerkenswert gutem Zustand aus einem norwegischen See geborgen. Zwar existieren in deutschen Museen vier bei CASA für die spanische Luftwaffe in Lizenz gebaute Maschinen, aber dieses Exemplar ist das einzige deutsche Original.
Udet U 10 Es begann mit einem erhaltenen Flügelpaar der Udet U10 D-452. In der Holzwerkstatt wurde jetzt der Rumpf rekonstruiert. Ein passender Siemens & Halske Sh4 Motor (der letzte seiner Art) wurde in Argentinien gefunden >>>> und bald wird ein weiteres wichtiges Stück deutscher Luftfahrtgeschichte zu besichtigen sein.
Pfalz D.VIII Aus Italien kommen diese Teile eines Pfalz D.VIII Jagdflugzeuges. Der komplexe Rumpf besteht aus mehreren Lagen quer verleimten Holzfurniers, was das erfahrene Restaurationsteam vor eine besondere Herausforderung stellt. Die anschließende Rekonstruktion der Tragflächen wird dagegen geradezu ein Kinderspiel werden…
Junkers J4 Ebenfalls aus Italien stammt der Metallrumpf der Junkers J4. Motor, Piloten und Tanks waren durch 5 mm Stahlplatten geschützt. Diese Panzerung machte das Aufklärungsflugzeug trotz des sehr hohen Gewichtes zu einem erfolgreichen Einsatzmuster.
Deutsches Technikmuseum Berlin (DTMB)
Trebbiner Str. 9
10963 Berlin-Kreuzberg
Tel.: 030 / 90 254-0
Fax: 030 / 90 254-175
info@dtmb.de
http://www.dtmb.de
Dienstag bis Freitag: 9.00 bis 17.30 Uhr
Samstag/Sonntag/feiertags: 10.00 bis 18.00 Uhr
Montags geschlossen
 

 

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