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Luftwaffenmuseum Berlin-Gatow   (2/2005)

- ein Tipp von Stefan Schmoll -

Das Luftwaffenmuseum in Berlin-Gatow feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Zeit also für eine Bestandsaufnahme und einen Ausblick, was man denn in den nächsten Jahren erwarten kann. Dem oberflächlichen Besucher fallen viele Flugzeuge im Freien auf (teilweise mit verwittertem Anstrich) und eine einzige Ausstellungshalle. Dieser Schein trügt! Das Museum besitzt derzeit 180 Flugzeuge, wovon derzeit lediglich 67 im Freien und etwa 30 in der Halle zu sehen sind. Einige sind ausgeliehen (z.B. die Junkers Ju 52 in Wunstorf), einige sind in der Restaurierungswerkstatt (z.B. Gloster Meteor, Focke Wulf Fw 190) und viele stehen gut konserviert in den vielen Lagerhallen (z.B. Heinkel He 111, Siebel 204, Dornier Do 27 / Do 28 / Do 29, usw...) auf dem weitläufigen Gelände verteilt. Gerade wird eine der großen Hallen renoviert, und damit wird der Grundstein für eine erweiterte Präsentation gelegt. Leider ist es nicht möglich, ein genaues Zeitfenster zu geben, wann denn eine zweite Halle für die Öffentlichkeit zugänglich wird, denn das Luftwaffenmuseum hat leider NICHT die gleiche finanzielle Basis wie das benachbarte Deutsche Technikmuseum.

Das Museum zeigt eine Reihe von Wechselausstellungen, welche allein schon einen regelmäßigen Besuch lohnen. Derzeit finden 57.000 Menschen pro Jahr - mit steigender Tendenz - den Weg nach Gatow. Das Museum bietet ständig wechselnde Flugzeuge in der Ausstellungshalle und jedes Jahr einige Neuzugänge, und das OHNE Eintrittsgeld! Wer das Museum unterstützen möchte: Meldet Euch beim Förderverein an. Denn durch die (steuerlich absetzbaren) Spenden haben die Gatower bessere Möglichkeiten, das Museum zu erweitern und die überdachte Austellungsfläche zu vergrößern.

Am 18. September 2005 lädt die Bundeswehr zum einen Tag der offenen Tür in die gesamte General-Steinhoff-Kaserne ein. Sicherlich präsentiert das Museum hier einige der Flugzeuge, die ansonsten aus Platzgründen eingelagert sind.

Das Museum befindet sich auf dem ehemaligen Flugplatz Berlin-Gatow. Sehen Sie hierzu auch den >>>Lageplan. Weitere Informationen zum Museum und zum Förderverein erhalten Sie unter www.luftwaffenmuseum.com .

Ich bedanke mich bei der Leitung des Luftwaffenmuseums für die Informationen sowie die Möglichkeit, einige Lagerhallen zu besichtigen.

L-29 L-39 Die tschechischen Trainer Aero L-29 (NVA338) und L-39 (28+48) sind die Standard-Trainingsflugzeuge des gesamten Warschauer Paktes gewesen. In Gatow stehen jeweils zwei Exemplare.
An-26 Noratlas Die französische NORD Noratlas war das erste in großer Stückzahl angeschaffte Transportflugzeug der Bundeswehr. Die Maschine ist frisch konserviert und in perfektem Zustand ausgestellt. Die Antonow An-26 (52+09) war der Standard-Transporter der NVA. Die Flugzeuge wurden offiziell in die Bundeswehr eingegliedert, leider jedoch praktisch sofort wieder ausgemustert.
MiG-15

MiG-21

MiG-17

MiG-23

Das Luftwaffenmuseum hat im Freigelände und in der Halle eine ganze Flotte von MiG Flugzeugen ausgestellt. Als Beispiel hier jeweils eine MiG-15 (3905), MiG-17 (NVA905), MiG-21 (24+53) und MiG-23 (20+51).

Insgesamt besitzt das Museum 20 Maschinen aus der berühmten Flugzeugfamilie, darunter sind allein sieben verschiedene Versionen der MiG-21.

Mi-4

UH-1D

H-21

Mi-9

UH-1D

Mi-24

Im Freigelände ist eine große Auswahl an Hubschraubern der NVA und der Bundeswehr zu sehen. Neben den berühmten Mil-Mi Hubschraubern Mi-4 (NVA659), Mi-9 (93+92) und dem Kampfhubschrauber Mi-24 (93+43) ist auch einer der wenigen erhaltenen Piasecki H-21 (83+08) zu sehen und mittlerweile zwei Bell UH-1 D: Die 71+42 des Heeres und die D-HATE des Bundesgrenzschutzes.
Su-20 Su-22 Su-22 Das Schlachtflugzeug Sukhoi Su-22 ist mehrfach vertreten. Die NVA798 trägt eine Sonderlackierung (in Sinsheim wurde eine andere Sukhoi ebenfalls so lackiert). An der NVA613 sind die tödlichen Luft-Boden Kanonen zu sehen. Ebenfalls im Luftwaffenmuseum steht eine Sukhoi Su-20, die die WTD 61 lange vor Fall des eisernen Vorhangs von der ägyptischen Luftwaffe als Erprobungsträger erhalten hat.
Hunter

Sea Hawk

Canberra Da Gatow früher der Flugplatz der Royal Air Force gewesen ist, sind auch einige britische Jets zu sehen. Die elegante Hawker Hunter war in vielen Ländern das Standardkampfflugzeug. Die Sea Hawk wurde auch bei der Bundesmarine eingesetzt.

Die English Electric Canberra fliegt sogar heute - 50 Jahre nach dem Erstflug - noch aktiv als Aufklärer bei der Royal Air Force. Die Bundeswehr erhielt in den Siebzigern drei Maschinen als Vermessungsflugzeuge. Alle drei sind erhalten geblieben: Neben der 99+35 in Gatow steht die 99+34 im Luftfahrtmuseum Villingen-Schwenningen und die 99+36 im Auto&Technik Museum Sinsheim.

F-86 CL-13 Die North American F-86K JD-249 und die davon abgeleitete Canadair CL-13 Sabre JA-111 wurden in den Sechzigern und Siebzigern als Jagdflugzeug bei der Bundesluftwaffe eingesetzt. Während die F-86 das einzige Exemplar in Gatow ist, besitzt das Museum gleich vier Canadair CL-13.
Alpha Jet Die Bundesluftwaffe hatte den Alpha Jet als Erdkampfflugzeug eingesetzt. Leider schon vor vielen Jahren ausgemustert, sind viele Flugzeuge an Portugal abgegeben worden. Einige der Luftwaffen Alpha-Jets fliegen jetzt in Österreich bei den `Flying Bulls´.
Me-323 Weltweit ein einmaliges Stück ist der erhaltene Flügelholm des riesigen 6-motorigen Transportflugzeuges Messerschmitt Me 323 Gigant mit 55 Metern Spannweite. Das bis dahin größte Flugzeug der Welt wurde aus dem Lastensegler Me 321 entwickelt und konnte 130 Soldaten und sogar kleine Panzer transportieren.
F-104 ZELL Das Museum besitzt insgesamt 8 Lockheed F-104 Starfighter. Besonders hervorheben möchte ich die "DB+127" mit der riesigen ZLL (Zero Lenth Launch) Starthilferakete. Das System sollte im Ernstfall den Einsatz auch bei einer zerstörten Startbahn ermöglichen. Die Landemöglichkeit war dann zweitrangig...
IL-28 IL-28 Sehr selten ist die Iljushin IL-28 der NVA. Die schwere Maschine wurde in der Sowjetunion als Bomber und Aufklärer eingesetzt. Die NVA setzte den Typ als Zieldarsteller ein.
Bronco Die 99+33 ist eine von drei Rockwell Bronco des Museums. Der Typ wurde als Zieldarsteller eingesetzt. Seit einigen Jahren stehen zwei Broncos der Luftwaffe im englischen Duxford und sollen wieder flugfähig gemacht werden. Eine weitere Bronco fliegt bereits in Frankreich.
Hier geht's weiter zu   >>>Teil 2 - die Ausstellungshalle
 

 

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