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RNAS Yeovilton International Air Day 2009

- ein Bericht von Hartmut Seidel -

Einmal im Jahr findet auf der Royal Naval Air Station Yeovilton in der britischen Grafschaft Somerset, etwa 170 Kilometer südwestlich von London, mit dem Yeovilton International Air Day eine große internationale Airshow statt. Ich war bereits anläßlich der dortigen Air Days in den Jahren 1994 und 1995 vor Ort. Auf Grund der sehr guten und umfangreichen Flugvorführungen, welche damals jeweils gezeigt worden sind, hatte ich schon lange den Wunsch gehabt, mir mal wieder eine von diesen erstklassigen Airshows in Yeovilton anzusehen.

Beim Yeovilton International Air Day am 11. Juli 2009 war ich dann endlich wieder mit dabei. Es hätte wieder eine großartige Airshow werden können, das nötige Material dazu war vor Ort. Während aber die von mir schon mal besuchten Air Days in den Jahren 1994 und 1995 bei strahlend blauem Himmel stattfanden, hatten die Organisatoren und die Besucher des Yeovilton International Air Day 2009 in dieser Hinsicht grosses Pech. Die Veranstaltung war diesmal leider mit extrem schlechtem Wetter konfrontiert. Eine ausserordentlich niedrig hängende geschlossene Wolkendecke machte nicht nur das fliegen von vertikalen Kunstflugmanövern praktisch unmöglich, sondern sorgte auch den ganzen Tag über für eine beträchtliche Dunkelheit, wie sie leider auf den Fotos in diesem Bericht gut zu sehen ist. Am späten Nachmittag fing es dann auch noch an zu regnen.

Trotz des schlechten Wetters war der Publikumsandrang zum Yeovilton International Air Day 2009 aber sehr groß. Die Veranstalter haben sich lobenswerterweise die größte Mühe gegeben, den Zuschauern noch so viel an Flugvorführungen zu bieten, wie es wetterbedingt eben noch möglich war. Es lies sich aber leider nicht vermeiden, daß viele der anwesenden Maschinen auf Grund der sehr niedrigen Wolkendecke komplett auf dem Boden bleiben mussten, darunter auch der Avro Vulcan Bomber, dessen Vorführung ein ganz besonderes Highlight der Veranstaltung hätte werden sollen. Und die Flächenflugzeuge, die noch zu Vorführungen gestartet sind, konnten leider nur ein stark eingeschränktes Schlechtwetterprogramm zeigen. Bei Hubschraubern sah es etwas besser aus, mit ihnen konnten noch etwas spektakulärere Vorführungen geboten werden. Allerdings gab es leider auch hier einige Einschränkungen.

Sehen Sie hier also in unserem Kurzbericht, was man in Yeovilton 2009 infolge des schlechten Wetters so gerade noch zeigen konnte:

Im Jahre 2009 wurde bei der Royal Navy das einhundertjährige Jubiläum der britischen Marineluftfahrt gefeiert. Aus diesem Grund haben die vier Maschinen vom Typ British Aerospace Hawk des "Black Seahawks"-Display Teams der Fleet Requirements and Air Direction Unit ( = "FRADU" ) einen Sonderanstrich "100 Years of Naval Aviation" erhalten.
Wie eingangs schon erwähnt, waren Hubschrauber von den durch das sehr schlechte Wetter bedingten Ausfällen im Flugprogramm des RNAS Yeovilton International Air Day 2009 glücklicherweise nicht ganz so stark betroffen. Es wurden überwiegend moderne Einsatzhubschrauber der Royal Navy gezeigt. Mit diesem Westland Wasp war aber auch ein Solo-Display mit einem schon seit längerer Zeit aus dem aktiven Dienst ausgemusterten Hubschraubertyp zu sehen.
Eigentlich hätte das Black Seahawks Display Team eine Gemeinschaftsvorführung zusammen mit zwei Dassault-Breguet Falcon 20 Maschinen der Firma Cobham durchführen sollen. Auf Grund des sehr schlechten Wetters blieb es allerdings bei einem einzigen Formationsüberflug.
Neben dem Jubiläum "100 Years of Naval Aviation" wurde während des RNAS Yeovilton International Air Day 2009 auch noch ein weiteres Jubiläum gefeiert : 40 Jahre Westland Sea King Hubschrauber im Dienst bei der Royal Navy. So waren während der Veranstaltung bei einem großen "Fly Navy 100" Formationsüberflug auch etliche Sea King Hubschrauber unterschiedlicher Einsatzvarianten zu sehen. Dieses Foto zeigt einen Westland Sea King in der Version als Royal Navy Rettungshubschrauber.

Auch das Red Arrows Kunstflugteam der Royal Air Force konnte wegen des ausserordentlich schlechten Wetters keine richtige Vorführung fliegen und musste sich leider auf einige wenige Formations-Vorbeiflüge beschränken.

An dem großen "Fly Navy 100" Formationsüberflug von etlichen verschiedenen Hubschrauber- und Flächenflugzeugtypen waren auch mehrere EH 101 Merlin ASW ( = Anti-Submarine Warfare / U-Boot Bekämpfung ) Hubschrauber der Royal Navy beteiligt. Mit einem der Merlins wurde dann später auch ein Solo-Display gezeigt.
Die Royal Jordanian Falcons sind beim RNAS Yeovilton International Air Day 2009 zwar zu einer Vorführung gestartet, konnten aber mit ihren vier Maschinen vom Typ Extra 300 nur ein sehr stark eingeschränktes Schlechtwetterprogramm zeigen.
Das Royal Navy Black Cats Display Team begeisterte die trotz des schlechten Wetters sehr zahlreich angereisten Zuschauer des RNAS Yeovilton International Air Day 2009 mit einer sehr rasanten Vorführung in zum Teil sehr engen Formationen mit zwei Hubschraubern vom Typ Westland Lynx.
Solo-Displays mit einer Dassault Rafale der französischen Armée de l' Air sind normalerweise eine sehr rasante Sache, aber während des RNAS Yeovilton International Air Day 2009 konnte der Rafale-Pilot mit seiner Maschine leider auch nur ein sehr stark abgespecktes Schlechtwetterprogramm vorführen.
Den krönenden Abschluß des Flugprogramms der International Air Day Flugveranstaltungen auf der Royal Naval Air Station Yeovilton bildet normalerweise immer der "Commando Assault". Es handelt sich hierbei um eine große und sehr actionreiche Luftlandedemonstration, an der eine Vielzahl von Hubschraubern beteiligt sind. Normalerweise erhalten die Hubschrauber während einer solchen Vorführung auch Luftunterstützung durch "Harrier"-Jagdbomber, was aber 2009 wohl auf Grund des ungewöhnlich schlechten Wetters nicht möglich war. Der Commando Assault wurde daher 2009 nur mit Hubschraubern durchgeführt. Hier nehmen gerade Bodentruppen mit einem Kettenfahrzeug Aufstellung für ihre Teilnahme an der Gefechtsvorführung.
Bedingt durch die sehr niedrige Wolkendecke wurde auch mit dieser F-16 Fighting Falcon der belgischen Luftstreitkräfte nur ein Schlechtwetter-Displayprogramm ohne Vertikalmanöver gezeigt.
Bei der ausserordentlich sehenswerten Commando Assault Luftlandedemonstration findet das Absetzen von Truppen und Material hauptsächlich durch etliche Hubschrauber vom Typ Westland Sea King der Royal Navy statt, die in mehreren Wellen anfliegen.
Im Rahmen des Jubiläums "100 Years of Naval Aviation" wurden im Flugprogramm des RNAS Yeovilton International Air Day 2009 auch mehrere historische britische Marinekampfflugzeuge gezeigt. Ein besonderer Knüller hierbei war die Vorführung dieser Maschine vom Typ De Havilland Sea Vixen. Es handelt sich um die weltweit einzige noch flugfähige Maschine dieses Typs.
Während der Commando Assault Vorführung wurde das Absetzen der Soldaten unter anderem auch durch das Abseilen im "Fast-Roping"-Verfahren aus den Sea King Hubschraubern demonstriert.
Mit diesem Marine-Jagdflugzeug vom Typ Hawker Nimrod II der in Duxford ansässigen Historic Aircraft Collection war auch ein interessanter britischer Doppeldecker aus den dreißiger Jahren an den Vorführungen zum Thema "100 Years of Naval Aviation" beteiligt.
Neben den Sea King Hubschraubern der Royal Navy war auch dieser Westland Lynx Hubschrauber der Royal Marines an der Commando Assault Vorführung beteiligt und hat ebenfalls Soldaten im "Fast-Roping"-Verfahren abgesetzt.
Eine weitere interessante historische Maschine zum Flugprogrammpunkt "100 Years of Naval Aviation" war dieser britische Marinejäger vom Typ Supermarine Seafire.
Zu einer ordentlichen Gefechtsvorführung gehören selbstverständlich auch zünftige pyrotechnische Knalleffekte. Wie man sieht, wurde hierfür bei der Commando Assault Vorführung in ausreichendem Maße gesorgt ( es wurden noch mehr Feuerbälle dieser Art gezündet ). Rechts im Bild ist übrigens ein Eurofighter Typhoon der Royal Air Force zu sehen. Dieser sollte eigentlich im Flugprogramm am Vormittag ein Solo Display zeigen, was aber wegen dem schlechten Wetter nicht möglich war.
Selbstverständlich wurden auf dem Gelände der Royal Naval Air Station Yeovilton anläßlich des International Air Day 2009 auch eine Vielzahl von interessanten Hubschraubern und Flächenflugzeugen in einem umfangreichen Static Display ausgestellt. Dieses Foto hier zeigt eine Maschine vom Typ Dassault-Breguet Falcon 10 MER der französischen Marine-Luftstreitkräfte ( = "Aéronavale" ).
Während der Commando Assault Vorführung wurde mit den Sea King Hubschraubern auch per Aussenlast weiteres Material für die abgesetzten Truppen herangebracht. Im Vordergrund ist auf diesem Foto eine Aermacchi MB 339 des italienischen Kunstflugteams "Frecce Tricolori" zu sehen. Die Frecce Tricolori hätte eigentlich einer der Hauptprogrammpunkte des RNAS Yeovilton International Air Day 2009 werden sollen, musste aber leider auf Grund der schlechten Wetterbedingungen mit der ausserordentlich niedrigen geschlossenen Wolkendecke am Boden bleiben.
Die genauen Termine und weitere Informationen über den jeweils einmal im Jahr stattfindenen RNAS Yeovilton International Air Day finden Sie auf der Internetseite : http://www.royal-navy.mod.uk/server.php?show=nav.4948 .
 

 

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