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Vroege Vogels Lelystad

- von Stefan Schmoll -

Die Zeit vergeht. Es ist tatsächlich schon 12 Jahre her, dass wir in Lelystad am IJsselmeer waren, um die Stiftung http://www.vroegevogels.org/ zu besuchen. Hier http://www.airventure.de/tips_lelystad.htm sehen Sie, wie es im Sommer 2005 ausgesehen hat. So mancher Flieger kam in den letzten Jahren noch hinzu.

Samstags und mittwochs ist die Sammlung normalerweise für interessierte Besucher geöffnet. Sicherheitshalber sollten Sie sich aber vorab noch mal auf der Internetseite informieren oder rufen kurz an, damit Sie nicht versehentlich vor verschlossenen Türen stehen. Der Hangar der "Vroege Vogels" befindet sich am Flughafen Lelystad, Emoeweg 20.

Jaap van Meesdag war Mitte der Siebziger Jahre Gründer der Sammlung und hat auch die heutige Stiftung erschaffen. Im Oktober 2015 verstarb er im gesegneten Alter von 93 Jahren.Über die Stiftung ist jetzt übrigens ein Buch erhältlich, was Leben und Wirken des Sammlers zum Inhalt hat.
Ein Blick in den recht vollgestellten Haupthangar der Stiftung. Weitere Flugzeuge der Stiftung sind aus Platzgründen in benachbarten Hangars am Flughafen Lelystad untergebracht. Auch im belgischen Hasselt sind einige der Klassiker stationiert.
Ein Mustang Warbird zwischen all den historischen Doppeldeckern? Das passt tatsächlich, denn der Bruder von Jaap Van Meesdag flog im II. Weltkrieg dieses berühmte Jagdflugzeug. Und ihm zu Ehren kam die Mustang vor einigen Jahren zur Sammlung.
Die heutige "Trusty Rusty" hat eine lange und wechselvolle Geschichte hinter sich. Unter Anderem flog sie Ende der achtziger Jahre auch als "Miss Ashley" bei den Reno Luftrennen mit http://www.mustangsmustangs.com/p-51/survivors/serial/44-74923
Die Lambach HL.II ist der letzte Neuzugang der Stiftung. Seit diesem Frühjahr ist der einzigartige Nachbau dieses einzigartigen Kunstflugdoppeldeckers aus den dreißiger Jahren hier angekommen. Im Frühjahr 2018 soll die PH-APZ nach langer Pause auch endlich wieder in die Luft gehen.
Das Wort "Ultralight" gab es noch nicht, als der Amerikaner Bernard Pietenpol vor beinahe 90 Jahren die Pläne seines "Aircamper" vorstellte. Ausgerüstet ist der kleine Parasol mit einem 40PS starken Ford "A" Motor. Die Pläne des Modells sind noch immer zu haben und besonders in den Vereinigten Staaten ist der Aircamper noch immer ein beliebtes Selbstbauflugzeug.
Die de Havilland DH-82 Tiger-Moth N82AM befindet sich derzeit noch in Renovation, fliegt aber hoffentlich im Laufe des Jahres 2018 wieder.
Unter der Hangardecke ist der Rumpf einer weiteren Tiger-Moth zu sehen. Leider konnten wir die Kennung der Maschine nicht herausbekommen.
Tiger-Moth gibt es ja fast überall in Europa wie Sand am Meer, aber die DH-60 Moth ist doch eine echte Rarität. Bei der N168G handelt es sich um eine 1928 gebaute DH-60G Gipsy-Moth. In Kontinentaleuropa fliegt weniger als eine Hand voll der originalen Moths!
Noch seltener als die Moth ist die Fleet 2 der Sammlung. Derzeit soll lediglich in Spanien ein weiteres Exemplar betrieben werden.
Im Obergeschoß ist ein nachgebauter Bücker 133 Jungmeister eingelagert. Er war hier genauso schon bei unserem Besuch vor 12 Jahren zu sehen ? das Projekt hat also nicht unbedingt erste Priorität innerhalb der Stiftung.
Flugfähig dagegen ist der Bücker 131 Jungmann aus spanischer Produktion. Er flog als E.3B-478 und ist derzeit als N131EB zugelassen. Die Stiftung möchte ihn aber künftig in Holland oder Deutschland registrieren.
Auch eine gelbe Piper J-3 Cup gehört zur Sammlung. Sie begann ihr Leben als militärische L-4 mit der Registrierung 44-80597.
Es dauert wohl noch etwas, bis der Fieseler Storch aus französischer Produktion endlich wieder in die Luft geht. Vor einigen Jahren arbeitete die Stiftung in Belgien an seiner Restauration, aber seit einiger Zeit ist er leider hier in Lelystad zerlegt eingelagert.
Derzeit muckt der originale Mercedes Motor des sehr gelungenen Nachbaus der Fokker D.VII. In den letzten Jahren entstanden in Europa mehrere mit originalen Mercedes Motoren ausgerüstete D.VII, so dass man mittlerweile diesen mit erstaunlichen Flugleistungen versehenen Doppeldecker aus dem I. Weltkrieg wieder am Himmel bestaunen kann.
Auch das Innenleben der Fokker D.VII ist den Erbauern gut gelungen.
Die NORD 1101 F-BLLO schaut optisch zwar gut aus, ist aber nach Aussage unseres Führers derzeit nicht flugfähig. Aus Platzgründen ist sie in einem der benachbarten Hangars am Flugplatz abgestellt.
Auch ein Nachbau des Fokker Dreidecker wird hier in Lelystad gezeigt. Mit der Kennung PH-DRI haben die Oldtimerfreunde eine passende Kennung gefunden.
Die Fairchild Argus wurde 1944 gebaut und an die US-Army als 43-14459 geliefert. Später flog sie für die RAF als FS537 und in dieser Kennung wurde sie auch renoviert, als sie vor 17 Jahren hier nach Lelystad zur Stiftung gekommen ist.
Neben der hier gezeigten Sopwith Camel betreibt die Stiftung euch eine Sopwith Pup. In beiden Fällen handelt es sich um Nachbauten der berühmten britischen Jagdflugzeuge aus der Zeit des I. Weltkrieges. Sie wurden in den Achtziger Jahren für einen amerikanischen Sammler gebaut und kamen nach dessen Tod nach Holland.
Ebenfalls aus Platzgründen im Nachbarhangar steht die Luscombe 8 PH-LUS aus dem Jahr 1941. Knapp 6000 Luscombe wurden in den dreißiger und vierziger Jahren gebaut. Hier in Europa ist das zweisitzige Metallflugzeug allerdings eine Seltenheit.
Diese North-American T-6 gehört nicht zur Stiftung. Ein Privatmann hatte sie in Schweden erworben und restauriert den Trainer im Hangar, wo auch die Mustang der Stiftung untergebracht ist.
 

 

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