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Flying Legends, Duxford 2018

Airshow Teil 1

Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert pilgern aus aller Welt die Freunde von fliegenden Warbirds jeden Sommer nach Duxford zur Flying Legends Airshow. Und auch die Ausgabe 2018 hat deutlich gezeigt, warum es einfach immer wieder lohnt, sich auf den Weg zu machen. Rund 50 Showflugzeuge warteten bei hochsommerlichen Temperaturen an der Flightline auf ihren Einsatz während der Show am Nachmittag. Und neben dem obligatorischen "Flightlinewalk" ist natürlich auch immer ein Abstecher in die Museumshallen ein Muss, denn auch dort gibt es laufend Neues zu entdecken.

Für unser Team war Stefan Schmoll vor Ort und präsentiert Ihnen seine Eindrücke.

Teil 1
Was für ein Opener um 14:00. Eine Staffel Spitfire steigt in den Himmel und lässt die Luft über Duxford erbeben - Flying Legends 2018 begann fulminant und bot ein Highlight nach dem anderen.
15! Spitfire waren bei Flying Legends 2018 gelistet. Darunter waren mehrere der vor wenigen Jahren aus Wracks aufgebauten frühen MK.I. Einige nahmen tatsächlich an der Luftschlacht um England teil - doch dazu später mehr.
Auch drei Doppelsitzer (G-CCCA, G-LFIX, G-CTIX) waren im Schwarm dabei. Seit einigen Jahren ist es in Großbritannien erlaubt, in diesen Flugzeugen zahlende Passagiere mitzunehmen, und bei den oldtimerbegeisterten Briten schlug die Neuerung fulminant ein - die Maschinen sind oft ausgebucht. Einer der Anbieter ist die http://www.boultbeeflightacademy.co.uk/
"jüngste" Spitfire der Staffel war die 1945 gebaute MK.XVIII G-BUOS. Derzeit können Sie die elegante Maschine übrigens käuflich erwerben. Für 1.700.000 GBP steht sie bei Platinum Fighters im Angebot...

"The Shark" ist eine von vier teilnehmenden North-American P-51 Mustang. In den letzten Jahren haben einige das Land verlassen. Die jetzt als G-SHWN zugelassene Maschine ist vielen Fans noch als "Old Crow" bekannt.

Die "Trusty Rusty" flog aus dem niederländischen Lelystad ein. Sie gehört zur dortigen "Early Birds Stiftung" und ist als PH-JAT registriert. http://www.airventure.de/tipps_lelystad_vroege_vogels2017.htm
Die Curtiss P-40C G-CIIO aus dem Jahr 1941 gehört zu den ältesten erhaltenen Exemplaren der P-40 weltweit. Die frühen Maschinen hatten noch nicht den großen Kühler und erscheinen wesentlich eleganter als die späteren Versionen.
Auch die P-40F G-CGZP gehört zur Fighter Collection und ist hier in Duxford beheimatet. Ausgerüstet ist sie mit einem Packard-Merlin Motor.
Weltweit existieren noch zwei flugfähige Curtiss P-36 Hawk, der Vorgänger der berühmten P-40. Und beide Maschinen gehören zur hier beheimateten Fighter-Collection. Leider blieben beide Maschinen während unseres Besuchs w. Motorproblemen am Boden. Aber auch dieses Duo ist beeindruckend genug!
Gleich drei Vought Corsair waren vertreten. Neben der hier beheimateten G-FGID kam die frisch restaurierte F-AZEG aus La Ferté Alais und OE-EAS der Flying Bulls flog aus Salzburg ein.
Die 1945 bei Goodyear in Lizenz gebaute FG-1D Corsair gehört zum Urgestein der Fighter-Collection. Im März 1986 kam sie im Container aus den Vereinigten Staaten an und ist seitdem in Duxford stationiert.
Aber auch die 1951 gebaute F4-U5N ist ein alter Hase als Warbird. Sie kam ebenfalls 1986 im Container aus den Vereinigten Staaten - allerdings mit Ziel La Ferté Alais südlich von Paris. Nach langer Renovation flog sie in diesem Frühjahr erstmals wieder.
Die Gruman F-8 Bearcat wurde ab 1945 eingesetzt und zählt wie die Corsair zur letzten Generation der Kolbenmotorkampfflugzeuge. Das Designprinzip war einfach: Man nehme den mächtigen P&W R2800 Sternmotor und baue um ihn eine möglichst kleine Zelle. Das Ergebnis ist pure Kraft, die auch heute noch bei Luftrennen in den Vereinigten Staaten eingesetzt wird.
Die G-RUMM der Fighter Collection ist derzeit das einzige Exemplar der Bearcat, welches in Europa zu sehen ist. Insgesamt haben von den knapp 1300 gebauten Exemplaren rund 20 bis heute überlebt - die meisten davon natürlich in den Vereinigten Staaten.
Ausgerüstet mit einem Bristol Centaurus gehörte die Hawker Sea Fury (1953 gebaut für die irakische Luftwaffe als Fury ISS - Iraqi Single Seat) für mich zu den Highlights der Show. Vor einiger Zeit wurde sie aus Australien importiert und in den Farben des Sea-Fury Prototyps SR661 lackiert.
Während der Show war die Sea-Fury T.20 WG655 noch als G-CHFP auf die Fighter Collection zugelassen. Ende Juni wurde Shaun Patrick (ebenso Eigner der P-51 "The Shark") ihr neuer Besitzer und die Registrierung wechselte zu G-IVNN. Ausgerüstet ist sie mit einem 2.800 PS starken P&W R2800 Sternmotor.
Neben der Grumman F-8 Bearcat betreibt die Fighter Collection auch eine F-4 Wildcat. Gebaut wurde die G-RUMW 1942 als FM-2, und zwar in Lizenz bei Eastern Aircraft, der damals neu gegründetes Luftfahrtabteilung des Autoherstellers General Motors.
Zur "Sally B" muss man nun wirklich Nichts mehr sagen. Seit mehr als 35 Jahren kümmert sich die http://www.sallyb.org.uk/ um den Betrieb des historischen Bombers.
Stationiert ist die B-17 hier in Duxford. In La Ferté Alais ist mit der "Pink Lady" ein weiteres Exemplar vorhanden. Leider ist sie jedoch bereits seit einigen Jahren gegroundet. Umso größer ist die Leistung der britischen Enthusiasten einzuschätzen, Europas größten privat betriebenen Warbird als fliegendes Denkmal zu erhalten.
Während ihrer Einsätze im II. Weltkrieg über Europa wurden die Bomber von Begleitjägern unterstützt, die die Bomberflotten gegen feindliche Jäger schützen sollten. Bei Flying Legends 2018 übernahm eine alte Bekannte der Szene die Rolle: Die imposante Republic P-47?
... zwischen 1986 und 2007 wurde die G-THUN hier in Duxford von der Fighter Collection betrieben, um dann leider in die Vereinigten Staaten verkauft zu werden...
... Doch in diesem Frühjahr kehrte sie zurück nach England. Ein Sammler hat sie erworben und in den Farben der 48th FG 492 FS lackiert. Die Staffel existiert noch immer und fliegt mittlerweile F-15E Strike Eagle ab RAF Lakenheath unweit von Duxford. Im Hintergrund ist das Flaggschiff der Flying Bulls aus Salzburg zu sehen, die imposante Douglas DC-6.
Die Flying Bulls sind mit großer Besetzung angereist. Neben DC-6 und Vought Corsair kam natürlich auch der "Gabelschwanzteufel" - die Lockheed P-38 nach Duxford.
Und auch die polierte North-American B-25 glänzte mit der P-38 in der Sommersonne um die Wette. Infos zur genialen Sammlung von fliegenden Klassikern finden Sie hier https://www.flyingbulls.at/de/
Aus der Schweiz kam erneut die http://www.classicformation.com/ nach Duxford. Im letzten Jahr hat die Gruppe des Entrepreneurs Hugo Mathys aufgestockt und eine dritte Beech 18 erworben - und so die gelungene Darbietung noch verbessert.
Eine zweite DC-3 kam aus Norwegen zur Show. Die LN-WND wird dort von einer Gruppe Enthusiasten betrieben und reist zu Shows in ganz Europa.
Parallel zu Flying Legends fand in Fairford das RIAT2018 statt. Dort war während des Wochenendes fast der gesamte "Battle of Britain Memorial Flight" im Einsatz. Aber am Sonntagnachmittag kam das Flaggschiff - die Avro Lancaster PA474 ? zu einer kurzen Stippvisite nach Duxford, bevor es auf den Heimweg nach Lincolnshire ging.
Ebenso aus Fairford kam die F-35 des amerikanischen Heritage Flight. Die beiden Warbirds starteten hier in Duxford mit den berühmten Piloten Steve Hinton und Dan Friedkin, um sich über Fairford, mit der F-35 zusammen zu schließen. Nach dem dortigen Auftritt ging es zum FlyPast über Duxford. Wir verraten nicht zu viel, aber bald gibt es hierauf unserer Seite das Gegenstück über Fairford zu bestaunen! Zuerst geht es aber weiter mit Teil 2 von Flying Legends...
Hier geht's in Kürze weiter zu >>>Teil 2
 

 

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