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National Museum of the United States Air Force

( U.S. Air Force Museum, Dayton / Ohio )

- Ein AirVenture-Bericht von Hartmut Seidel -

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Douglas Destroyer Während im rechten Teil der "Modern Flight Gallery"-Halle des U.S. Air Force Museums die bereits in Teil 5 unseres Berichts gezeigten Flugzeuge aus der Zeit des Koreakriegs zu sehen sind, werden im linken Teil dieser Halle Flugzeuge aus dem Vietnamkrieg ausgestellt. Dieses Foto hier zeigt eine Maschine vom Typ Douglas Destroyer. Bei der Douglas Destroyer handelt es sich um eine für die U.S. Air Force gebaute Variante des für den Einsatz auf Flugzeugträgern konstruierten Bombers vom Typ Douglas Skywarrior der U.S. Navy.
Fairchild Provider Die Fairchild C-123 Provider wurde als robustes Kampfzonentransportflugzeug entwickelt. Während des Vietnamkriegs wurden die Maschinen dieses Typs nicht nur als Transporter, sondern auch für andere Aufgaben wie zum Beispiel das Versprühen von "Agent Orange" Entlaubungsmitteln eingesetzt. Durch die Entlaubungsmittel sollte den Vietcong-Rebellen in Südvietnam die Deckung des dichtbewachsenen Dschungels genommen werden.
Douglas Destroyer Die Douglas Destroyer Bomber der U.S. Air Force trugen die Bezeichnung B-66. Es gab auch eine Aufklärerversion dieses Flugzeugtyps mit der Bezeichnung RB-66. Modifizierte Douglas Destroyer Maschinen wurden im Vietnamkrieg für "ECM"-Aufgaben zur Störung des gegnerischen Radars eingesetzt ( ECM = Electronic Counter Measures, = Elektronische Störmaßnahmen ). Ausserdem flogen Maschinen dieses Typs sogenannte Pfadfinder-Einsätze, um bei schlechtem Wetter ohne Bodensicht mit Radar die Angriffsziele für amerikanische Jagdbomber wie die F-4 Phantom II oder die F-105 Thunderchief zu finden.
Fairchild Provider Das Grundmodell der Fairchild C-123 Provider wurde nur von zwei Pratt & Whitney R-2800 Sternmotoren angetrieben. Bei der im U.S. Air Force Museum ausgestellten Provider handelt es sich um eine Maschine der Version C-123 K, die zur Leistungsverbesserung zusätzlich noch mit zwei General Electric J 85 Düsentriebwerken ausgerüstet ist.
Martin B-57 Bei der Martin B-57 Canberra handelt es sich um eine in den USA in Lizenz gebaute modifizierte Version des britischen English Electric Canberra Bombers. Die hier im U.S. Air Force Museum ausgestellte Maschine wurde von 1967 an für mehr als zwei Jahre im Vietnamkrieg für Kampfaufgaben eingesetzt. Nach der Rückkehr in die USA wurde die Maschine in ein Spezialflugzeug für Elektronische Störmaßnahmen ( ECM ) umgebaut und erhielt die neue Bezeichnung Martin EB-57 B. Seit 1981 befindet sich die Maschine im U.S. Air Force Museum.
Fairchild Provider Maschinen vom Typ Fairchild C-123 Provider wurden auch von Südvietnam eingesetzt. Die Museumsmaschine hat Abzeichen der südvietnamesischen Luftstreitkräfte. Mit dem weißen Stern auf einem blauen Kreis sieht das südvietnamesische Zeichen dem Abzeichen der U.S. Air Force sehr ähnlich. Südvietnam verwendete aber zwei gelbe Streifen an beiden Seiten des Sterns, während das amerikanische Abzeichen an diesen Stellen weiße Streifen hat. Außerdem war das südvietnamesische Abzeichen komplett rot umrandet.
Thunderchief Eines der wichtigsten amerikanischen Kampfflugzeuge im Vietnamkrieg war die Republic F-105 Thunderchief. Mit Jagdbombern dieses Typs, meist Maschinen der einsitzigen Version F-105 D, wurden während der ersten vier Jahre des Vietnamkriegs etwa 75 % aller Luftangriffe der U.S. Air Force gegen Nordvietnam geflogen. Bei der hier zu sehenden Maschine handelt es sich um eine zweisitzige Version der Thunderchief mit der Bezeichnung F-105 G. Die Maschinen der F-105 G Version flogen sogenannte "Wild Weasel" Einsätze zur Bekämpfungen feindlicher Radar- und Flugabwehrraketenstellungen.
Caribou Von den amerikanischen Streitkräften wurden im Vietnamkrieg auch Transportflugzeuge vom kanadischen Typ De Havilland Canada DHC-4 Caribou eingesetzt. Im Dienst bei der U.S. Air Force wurden die Caribous unter der Bezeichnung "C-7" geführt. Die sehr robusten Caribou-Transporter sind vor allem für ihre hervorragenden Kurzstart- und Landeeigenschaften ( STOL, Short Take-Off and Landing ) bekannt.
Shrike Rakete Bei "Wild Weasel"-Einsätzen gegen nordvietnamesische Flugabwehrraketenstellungen wurden von den F-105 G Thunderchiefs Anti-Radar-Raketen vom Typ AGM-45 Shrike eingesetzt. Bei einem erfolgreichen Einsatz folgten die Shrike-Raketen der Strahlung des gegnerischen Feuerleitradars bis zum Ausgangspunkt und zerstören das Radar, womit dann auch die radargelenkten Flugabwehrraketen der jeweiligen Feuerstellung unwirksam wurden.
Caribou Blick in den Frachtraum der Caribou. Mit der De Havilland Canada Caribou können als Nutzlast zum Beispiel zwei Jeeps, oder bis zu 26 voll ausgerüstete Fallschirmjäger, oder bei Sanitätseinsätzen auch 22 Tragbahren mit Verwundeten transportiert werden. Die Buchstaben "TAG" auf der Heckladerampe bedeuten übrigens "Tactical Airlift Group".
Standard Rakete Eine weitere Rakete, die von Kampfflugzeugen wie der Republic F-105 G Thunderchief bei "Wild Weasel"-Einsätzen gegen nordvietnamesisches Radar verwendet wurde, war die General Dynamics AGM-78 "Standard" Anti-Radiation Missile ( = ARM ).
Kaman Huskie Der Hubschraubertyp Kaman HH-43 Huskie ist mit zwei gegenläufig ineinanderkämmenden Rotoren ausgestattet und benötigt daher keinen Heckrotor für den Drehmomentausgleich. Hubschrauber vom Typ Kaman HH-43 Huskie wurden von der U.S. Air Force während des Vietnamkriegs zur Rettung von über feindlichem Gebiet abgeschossenen Flugzeugbesatzungen eingesetzt.
Thunderchief Vor der Republic F-105 G Thunderchief sind zwei Puppen in Hitzeschutzkleidung zu sehen, die ein "Crash Fire Rescue Team" darstellen. Der kugelförmige rote Behälter bei der ersten Puppe ist eine "Fire Suppression Kit" Schaumlöschausrüstung. Ein solches Rettungsteam wurde während des Vietnamkriegs bei Bruchlandungen auf Einsatzflughäfen als schnelle Rettungskräfte mit einem Hubschrauber vom Typ Kaman HH-43 Huskie zur Unfallstelle gebracht, um die Insassen eines in Brand geratenen Flugzeugs zu bergen und in Sicherheit zu bringen. Das Fire Suppression Kit wurde von dem Hubschrauber als Aussenlast transportiert. Sehen Sie zu diesem Thema auch den Begleittext zum Hubschrauber vom Typ Kaman Huskie im gegenüberliegenden Foto>>>>>
Kaman Huskie Eine weitere wichtige Aufgabe für die HH-43 Hubschrauber war die Feuerlösch-Rettungsbereitschaft auf Einsatzflughäfen. Wenn zum Beispiel bei einer Bruchlandung ein Flugzeug in Brand geraten war, dann wurde mit dem HH-43 Huskie-Hubschrauber schnell ein Rettungsteam mit Schutzanzügen und einer "Fire Suppression Kit" Schaumlöschausrüstung an den Unfallort geflogen. Während der Rotorwind des Hubschraubers die Flammen von den Einsatzkräften wegblies, konnte sich das Rettungsteam mit der Schaumlöschausrüstung einen Weg durch das Feuer bahnen um die Insassen des in Brand geratenen Flugzeugs zu bergen.

<<< Mehr zum Fire Suppression Kit finden Sie auch im gegenüberliegenen Foto.

Super Sabre Ein weiteres wichtiges Kampfflugzeug der U.S. Air Force im Vietnamkrieg war die North American F-100 Super Sabre. Die Maschinen dieses Typs wurden vor allem als Jagdbomber eingesetzt. Insgesamt flogen die Super Sabres während des Vietnamkriegs über 300.000 Einsätze !
Sikorsky CH-3 Bei dem Hubschraubertyp Sikorsky CH-3 handelt es sich um eine für die U.S. Air Force gebaute Version des berühmten Sea King Marinehubschraubers. Im Unterschied zum Sea King ist der Sikorsky CH-3 mit einer Heckladerampe ausgestattet und verfügt auch über eine andere Fahrwerksanordnung. Eine modifzierte Version des Sikorsky CH-3 mit grünem Anstrich wurde unter der Bezeichnung HH-3E von der U.S. Air Force im Vietnamkrieg sehr erfolgreich für "Combat Rescue"-Missionen zur Rettung von über feindlichem Gebiet abgeschossenen Flugzeugbesatzungen verwendet. Diese grün angestrichenen Rettungshubschrauber wurden unter dem Spitznamen "Jolly Green Giant" bekannt.
Super Sabre Bei der im Vietnam-Teil der Modern Flight Gallery-Halle des U.S. Air Force Museums ausgestellten Super Sabre handelt es sich um eine zweisitzige Trainerversion dieses Flugzeugtyps mit der Bezeichnung F-100 F. Zusätzlich zu den einsitzigen F-100 Jagdbombern wurden auch die F-100 F im Vietnamkrieg für Kampfeinsätze herangezogen.
Skyraider Das Kampfflugzeug Douglas Skyraider wurde bereits Mitte der vierziger Jahre konstruiert, also etwa 20 Jahre vor dem Vietnamkrieg. Obwohl zu diesem Zeitpunkt also bereits veraltet, wurden von den U.S. Streitkräften, sowie auch von den südvietnamesischen Luftstreitkräften, noch etwa 1.000 Skyraider im Vietnamkrieg eingesetzt, wo sich diese Maschinen noch ausgezeichnet bewährt haben !
LAU3 Unter den vielen Flugzeugbewaffnungsbeispielen, die im U.S. Air Force Museum ausgestellt sind, befindet sich auch dieser LAU-3 Rocket Launcher für 19 ungelenkte Raketen. Bei den Raketen konnten je nach Einsatzziel verschiedene Gefechtsköpfe verwendet werden. Raketenabschussbehälter dieses Typs wurden während des Vietnamkriegs auch als Bewaffnung für die F-100 F Super Sabres verwendet.
Skyraider Die Maschinen vom Typ Douglas Skyraider wurde im Vietnamkrieg hauptsächlich für die Luftnahunterstützung ( "Close Air Support" ) eingesetzt. Die Douglas Skyraider konnte an nicht weniger als 15 ( ! ) Waffenstationen ( "hardpoints", je sieben unter den Tragflächen und eine unter dem Rumpf ) eine hohe Waffenzuladung von insgesamt 3.600 Kilogramm an Bomben, Raketen, Napalmkanistern usw. aufnehmen. Ausserdem war die Douglas Skyraider noch mit insgesamt vier 20 mm Kanonen ( jeweils zwei in den Tragflächen ) bewaffnet.

Hier geht's weiter mit   >>>Teil 7

 

 

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