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In "History" erfahren Sie jede Woche ein neues, verblüffendes Highlight aus der faszinierenden Geschichte der Luftfahrt.

       

Wußten Sie schon...

daß der Deutsche Flugzeugkonstrukteur Dr. Alexander Lippisch (1894-1976) bereits in den dreißiger Jahren Nurflügelflugzeuge entwarf? Fasziniert von Motorflug-Demonstrationen der Gebr. Wright 1908 in Berlin begann Dr. Alexander Lippisch nach seiner Rückkehr vom Infanteriedienst im ersten Weltkrieg 1918 als Konstrukteur bei den Zeppelin-Dornier-Werken in Lindau. Noch im selben Jahr führte er erste Windkanalversuche mit von ihm entwickelten Tragflügeln durch. Aufgrund der Beschränkungen durch den Versailler Vertrag konstruierte er ab 1921 Segelflugzeuge, darunter die Weltrekordflugzeuge "Wien", "Fafnir" und "Sao Paulo". 1939 konstruierte Dr. Lippisch das legendäre Raketenflugzeug Me 163 "Komet", mit dem Testpilot Heini Dittmar 1941 Geschwindigkeiten bis zu 1.004 km/h erflog. In der Luftfahrtforschungsanstalt Wien entwarf Dr. Lippisch Nurflügel-Flugzeuge für die Deutsche Luftwaffe, die jedoch die Flugerprobung nicht mehr erreichten. Nach Ende des zweiten Weltkrieges wanderte Dr. Lippisch in die USA aus wo er noch viele Jahre an Konstruktionen von Flugzeugen, VTOL- und Groundeffekt-Projekten arbeitete. Eines seiner bekanntesten Nachkriegsprojekte war das erste Delta-Kampfflugzeug der USA, die Convair F-102 "Delta Dagger".

Me 163

F-102

Lippisch- Konstruktionen Me 163 und F-102 Delta Dagger

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daß der Airbus A300-600ST "Beluga" den größten Frachtraum aller weltweit im Einsatz befindlichen Frachtflugzeuge besitzt? Im September 1992 begann die Konstruktion des wegen seiner unkonventionellen, walähnlichen Rumpfform "Beluga" getauften Transporters. An der Planung beteiligt waren neben den französischen Firmen Latécoere, Sogerma-Socea Rochefort, Hurel Dubois und Socata auch die spanischen Airbus-Partner Casa und die DASA-Tochter Elbe Flugzeugwerke in Dresden. Mit dem Jungfernflug am 13.9.1994 begann die Flugerprobung. Inzwischen befinden sich vier "Beluga" im Dienst. Zum Beladen des A300-600ST wird die Rumpfnase hochgeklappt, wodurch sich eine Beladeöffnung von ca 100 qm Durchmesser ergibt. Dahinter steht dann eine hohle Rumpfröhre zur Verfügung, die eine Länge von 37,7 m und einen Durchmesser von 7,40 m bietet. Eine neue Serie Großtransporter mit der Bezeichnung A340-600STE befindet sich in Planung, der Laderaum dieses neuen "Beluga" soll mehr als 56 m bei einem Durchmesser von 9,60 m betragen.

Beluga

Beluga

Beluga bei der ILA 2000 in Berlin

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daß die erste große Revolution im Flugmotorenbau der Umlaufmotor war? In den ersten Jahren des Motorfluges kamen vorwiegend umgebaute Automotoren zur Verwendung, die viel zu schwer und zu unzuverlässig waren. Eine völlig neue Idee verwirklichten 1907 die Brüder Laurent und Gustav Seguin mit ihrem Umlaufmotor. Kurze Zeit später waren die "Gnôme"-Motoren weltberühmt. Es waren leichte, luftgekühlte Sternmotoren, die sich - umgekehrt wie man es bis dato kannte - um ihre fest montierte Kurbelwelle drehten. Der Propeller war praktisch nicht wie bisher an der Kurbelwelle befestigt sondern am Motor. Die Laufruhe war durch den Schwungrad-Effekt des 7-Zylinder-Sternmotors hervorragend und der zuverlässige Motor leistete 70-80 PS. Im Vergleich zu den wassergekühlten Motoren der früheren Jahre erreichte er die dreifache Leistung pro kg Motorgewicht. Aber die neuen Motoren hatten auch Nachteile. der Öl- und Benzinverbrauch war hoch und die Masse des Motors beeinträchtigte durch die Kreiselwirkung stark die Flugeigenschaften. Dieses Problem wurde durch die feste Montage des Motors behoben, der Propeller saß wieder auf der Kurbelwelle. Der "Sternmotor" wurde dann viele Jahrzehnte erfolgreich im Flugzeugbau verwendet.

Umlaufmotor

Ein 80-PS "Le Rhône" Umlaufmotor in einer Morane Saulnier.

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daß der russische Konstrukteur Vladimir S. Vakhmistrov bereits im Jahr 1930 "Parasite-Fighter"-Projekte verfolgte? "Parasite Fighter", am "Mutterflugzeug" mitgeführte Jagdflugzeuge, sollten bei Bedrohung durch gegnerische Jagdflugzeuge vom Trägerflugzeug abgekoppelt werden um dieses zu beschützen. Vakhmistrovs erste Entwicklung, die Z-1, bestand aus einem zweimotorigen Tupolev TB-1 Bomber, der auf jeder Tragfläche einen Tupolev I-4 Jäger trug. Der Copilot des Bombers konnte die beiden Jäger zeitgleich vom Mutterflugzeug tennen. Am 3. Dezember 1931 fand der erfolgreiche Erstflug dieser Konstruktion statt. Im September 1933 flog die Z-2, bestehend aus einem viermotorigen TB-3 Bomber, zwei I-5 Jägern auf den Tragflächen und einem I-5 über dem Rumpf. Den Höhepunkt dieser Parasite-Fighter-Serie stellte 1935 die Aviamatka, eine TB-3/AM-34 dar. Sie trug je eine I-16 auf den Tragflächen und je eine I-5 darunter. Im Flug senkte die TB-3 ein Trapez und nahm damit einen I-Z Jäger auf. Alle 5 Jäger wurden im Ernstfall gleichzeitig gelöst. Es wurde ein Geschwader von 6 Bomber-Jäger-Kombinationen aufgebaut. Zum Einsatz gelangte das Geschwader nur einmal als es 1941 die Donaubrücke Negru Voda in Rumänien bombardierte.

Z-1

Z-1 'Samolet Zvena'

Aviamatka

Aviamatka

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daß bereits 14 Jahre nach dem ersten bemannten Motorflug die ersten Fernlenkwaffen entwickelt wurden? Die Firmen Sparry und Delco bauten 1915 einen "fliegenden Torpedo" in Doppeldecker- Bauweise. Angetrieben von einem 40 PS Motor wurde das unbemannte Flugzeug mit 130 kg Sprengstoff beladen dann von einem einfachen Kreiselgerät und mit Hilfe eines Aneroid-Barometers auf Kurs gehalten. Der von Charles Kettering konstruierte "Bug" flog zwar beeindrucken, die Treffgenauigkeit ließ jedoch eher zu wünschen übrig. 1917 baute der Brite Geoffrey de Havilland ein ferngesteuertes Hochdecker-Flugzeug zum Tragen von Bomben, doch auch dieses Projekt setzte sich nach mehreren Fehlschlägen nicht durch. Erfolgreicher verliefen 1927 die Erprobungen des Larynx-Eindeckers, der mit 110 kg Bombenlast eine Reichweite von fast 500 km hatte. Dennoch wurden nur 12 Exemplare gebaut. Als erster in Massenproduktion hergestellter und verwendeter "Marschflugkörper" gilt die Deutsche Fieseler Fi 103 (V-1). Im Dezember 1942 hatte die "V-1" ihren Erstflug. Mehr als 20.000 dieser fliegenden Bomben wurden von 1944-45 gegen Ziele in England eingesetzt und versetzten die Bevölkerung in Angst und Schrecken.

Kettering "Bug"

Fi 103 (V-1)

oben: Kettering "Bug", 1915

unten: Fieseler Fi 103 (V-1)

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daß die BRD bei der Entwicklung senkrechtstartender Flugzeuge (VTOL) über viele Jahre Technologieführer war? Neben vielen Studien gab es auch einige Entwicklungen, die bis zur Flugerprobung gelangten. Heute im Deutschen Museum München, Außenstelle Schleißheim zu bewundern ist die Dornier Do-31, deren Entwicklung 1959 begann. Als Transportflugzeug sollte diese Maschine 3,6t Last mit bis zu 800 km/h befördern. Zwei Marschtriebwerke sorgten mit Schwenkdüsen für Auf- und Vortrieb, bei Start und Landung kamen zusätzlich acht in Gondeln an den Flügelspitzen untergebrachte Hubtriebwerke zum Einsatz. Die beiden Prototypen absolvierten nach ihren Erstflügen im Jahr 1967 jeweils mehr als 100 Flugstunden, beim Aerosalon in Paris 1969 war sie die Sensation. Ebenso wie der VTOL-Jäger VJ 101 (Gemeinschaftsprojekt Messerschmitt, Heinkel, Bölkow), der ebenfalls die Flugerprobung erreichte und mehrere Weltbestleistungen erflog, wurde das Projekt Do-31 nicht fortgeführt. Auch sämtliche mit dieser neuen Technologie entstandene Planungen von zivilen  VTOL-Verkehrsflugzeugen mit mehr als 100 Sitzplätzen wurden in diesem Zuge im Keim erstickt.

Do-31

VJ-101

Im Deutschen Museum- DO-31 (oben) und VJ-101

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daß die "Le Grand" des berühmten Russischen Flugzeugkonstrukteurs Igor Sikorsky das erste viermotorige Passagierflugzeug war? Sikorsky hatte die Idee zum Bau eines für die damalige Zeit gigantischen Flugzeuges im Jahr 1911 und mit Unterstützung der Russischen Regierung entstand der viermotorige Doppeldecker "Le Grand" (der Große). Entgegen aller Warnungen - damals glaubte man, daß ein Pilot im Freien sitzen müsse um Geschwindigkeit und Fluglage kontrollieren zu können - hatte Sikorsky's gigantischer Doppeldecker eine völlig geschlossene Piloten- und Passagier-Kabine aus unzerbrechlichem Glas. Mit einer Spannweite von 28 m, einer Länge von 19 m und einem Gewicht von 4,1t war die "Le Grand" das größte Flugzeug ihrer Zeit. Ihre vier Argus-Motoren mit je 100 PS verhalfen ihr zu einer Höchstgeschwindigkeit von 95 km/h. Der Erstflug erfolgte am 13. Mai 1913.

Sikorsky "Le Grande"

Sikorsky "Le Grande"

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daß der 1882 in Marseille geborene Henry Fabre das erste Wasserflugzeug baute? Da Henry Fabre einer Reeder-Familie angehörte, nutzte er seine finanzielle Unabhängigkeit um aerodynamische Probleme zu studieren. Nach einer erfolglosen Wasserflugzeug-Konstruktion im Jahr 1909 gelang Fabre mit seinem zweiten Entwurf, der "Hydravion", im März 1910 der erste Flug mit einem Wasserflugzeug. Ohne jemals zu vor geflogen zu sein, weder als Pilot, noch als Passagier, steuerte Fabre die "Hydravion" beim zweiten Startversuch über eine Strecke von 500m und landete sicher. Wie viele Flugzeuge der Pionierzeit war Fabres Maschine eine "Entenflügel"-Konstruktion und flog mit dem Leitwerk voran. Angetrieben wurde es von einer ebenfalls neuen Motorenentwicklung, dem Sternmotor.

Fabre Wasserflugzeug

Fabre "Hydravion"

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daß im Jahr 1981 einer der spektakulärsten Fluchtversuche aus der DDR mit einem Eigenbauflugzeug geplant war? DOWA 81 lautet die Bezeichnung des von Dr.-Ing. Gerhard F. Wagner konstruierten Flugzeuges, das seine fünfköpfige Familie über die Grenze in die BRD tragen sollte. Einen Tag vor dem geplanten Start wurde die Familie Wagner vom Staatssicherheitsdienst der DDR verhaftet und wegen "Vorbereitung zum ungesetzlichen Grenzübertritt im schweren Fall" zu erheblichen Freiheitsstrafen verurteilt. Ein Jahr nach Haftantritt erwirkten östereichische Politiker die Abschiebung nach Westdeutschland. Gutachter bestätigten der Konstruktion die Flugtauglichkeit, ein Testflug erfolgte jedoch nicht. Zum Transport zerlegbar maß das längste Bauteil 4 Meter. Zwei MZ-Motorradmotoren mit je 19 PS sollten das Flugzeug mit 580 kg Abfluggewicht antreiben. Zu bewundern ist die DOWA 81 im Deutschen Museum, München.

DOWA 81

Die DOWA 81:

Spannweite 9m, Länge 5,85m, Leergewicht 240 kg, Vmin 90 km/h, Vmax 210 km/h

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daß die Focke-Wulf FW 190, das unumstritten beste Jagdflugzeug Deutschlands im 2. Weltkrieg, im Reichsluftfahrtministerium (RLM) fast als Fehlschlag abgelegt wurde? Der neue BMW 801 Motor war so störanfällig daß das technische Amt des RLM sich vom Projekt FW 190 schon abwenden wollte, als Reichsmarschall Hermann Göring auf die Weiterentwicklung und Fertigung bestand. Nach mehr als einem Jahr und unzähligen Verbesserungen erreichten im Mai 1941 die ersten Serienmaschinen das JG 26 unter Adolf Galland. In der Folge entstanden viele Weiterentwicklungen für verschiedenste Einsatzzwecke, die markantesten waren dabei wohl die FW 190 D-Serie (Langnase) mit Jumo 213 Motor und die Ta 152 mit DB 603 Motor. Unser Leser Jörg Grumbach stellte uns diese einzigartigen Fotos einer Maschine der A-Serie zur Verfügung. Es handelt sich dabei vermutlich um eine seltene JaBoRei-Ausführung mit Sandabscheider (evtl. Serie A3 bis A6). Über Hinweise aus dem Kreis unserer Leser würden wir uns sehr freuen.

FW-190

FW 190

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daß der rumänische Kostrukteur Henri Coanda bereits im Jahr 1910 das erste Flugzeug mit Düsenantrieb baute? 1887 als Sohn eines Generals in Bukarest geboren, absolvierte der schon seit frühester Jugend luftfahrtbegeisterte Henri Coanda die Hochschule für Mathematik und wurde Professor für das Ingenieur- und Artilleriewesen in Bukarest. Eine besondere Herausforderung stellte für Coanda der Antrieb eines Flugzeuges mittels Rückstoß dar. Nachdem er bereits 1905 ein Flugmodell mit Raketenantrieb getestet hatte, präsentierte er dem staunenden Publikum de Aerosalon in Paris das erste Flugzeug mit Mantelschraube. Im Gegensatz zu den modernen Strahlturbinen wurde bei Coanda's Flugzeug eine ummantelte Vielblattluftschraube von einem 50 PS Kolbenmotor angetrieben. Auch in weiteren Details war Coanda's Flugzeug seiner Zeit voraus, so war es bereits als Anderthalbdecker ausgelegt und hatte sperrholzbeplankte Tragflächen. Henri Coanda machte durch viele weitere bahnbrechende Erfindungen auf sich aufmerksam, er starb im Jahr 1972.

Henri Coanda Strahlflugzeug 1910

Deutlich zu erkennen ist das für 1910 futuristische Design sowie der Düsenmotor

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daß die Blohm & Voss BV 141 wohl das ungewöhnlichste Flugzeug war, das von der Deutschen Luftwaffe im zweiten Weltkrieg eingesetzt wurde? Ziel der Konstrukteure um Dr.-Ing. Richard Vogt bei Blohm & Voss war es, der Besatzung eine möglichst uneingeschränkte Sicht nach allen Richtungen zu ermöglichen. Dies entsprach einer Forderung des Reichsluftfahrtministeriums aus dem Jahr 1937. Zumindest was die Sicht voraus und zur rechten Seite betrifft, scheint dies auch gelungen. Trotz ihrer seltsamen Erscheinung zeigte die Maschine während der Flugerprobung überraschend gute Flugeigenschaften. Dennoch lehnte das RLM die Konstruktion ab, da man der Asymmetrie doch nicht recht traute und ausserdem die Motorisierung mit Bramo 323 bzw. BMW 132 wohl zu schwach war. Die folgende Erprobung mit dem wesentlich stärkeren BMW 801 in einer fast vollständig neu konstruierten Zelle ergab neue Schwierigkeiten und die Notwendigkeit von Verstärkungen. Nach dem Bau von insgesamt 26 Maschinen, davon 3 V-Flugzeuge, 5 A-0 und 18 B-0 Flugzeugen wurde die Entwicklung abgebrochen. Die vorhandenen Flugzeuge wurden bei Erprobungsstellen, Schulen und Aufklärungsverbänden aufgebraucht. (Siehe auch Artikelserie in Jet & Prop 5/03 sowie 1bis 3/04)

BV 141

BV 141 Dreiseitenansicht

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daß die größte von einem Segelflugzeug erreichte Flughöhe bei über 14.000 Metern liegt? Das ist höher als die Flugflächen, auf denen üblicherweise Airliner verkehren!!! Wie gelangt ein Segelflugzeug in diese Höhen? Möglich wird das Erreichen solcher Höhen durch Ausnutzung von "Föhnwellen". Dabei handelt es sich um eine Luftströmung über den Alpen (auch in anderen Gebirgen zu beobachten), die "Welle" ist der Umweg, den der Luftstrom über das Hindernis Gebirge nehmen muß. Diese "Welle", oftmals in Form einer Linsenwolke (Altocumulus Lenticularis) zu erkennen, trägt das Segelflugzeug nach oben. In der Höhe herrschen dabei Windgeschwindigkeiten von z. T. mehr als 200 km/h und Temperaturen von -50 Grad Celsius und weniger. Zwingend notwendig für den Piloten ist bei solchen Flügen die Zuführung von Sauerstoff, denn der Luftdruck und damit auch der Sauerstoffanteil in der Luft beträgt bereits in 11.000 Metern Höhe nur noch 25%.    Bilder: Altocumulus Lenticularis (Linsenwolke) und Föhnflug in der Abenddämmerung.

Altocumulus Lenticularis

Föhnflug

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daß am 31. Mai 1931 der erste planmäßige Flugverkehr in China aufgenommen wurde? Nachdem bereits seit Mitte des Jahres 1926 die frisch gegründete Deutsche Lufthansa mit der Erkundung des Luftweges Europa-China begann, wurde am 19. September 1930 die Deutsch-Chinesische Luftverkehrsgesellschaft EURASIA gegründet, an der die Lufthansa mit einem Drittel beteiligt war. Der damalige Vertrag sah vor, daß die 4 Flugzeuge vom Typ Junkers F 13 und W 33 sowie die Besatzungen von der DLH in die Partnerschaft eingebracht werden. Die 2.500 km langen Strecke Schanghai- Nanking- Tsinanfu- Peking- Linsi- Mandschuli war dann die erste regelmäßig beflogene Linie. Dem ersten Piloten, Siegfried Graf Schack von Wittenau, stand für diesen Flug anfangs lediglich eine 20 Jahre alte Landkarte im Maßstab 1:1 Mio zur Verfügung. Neben dem fliegerischen Abenteuer war mit dieser Verbindung zugleich die erste Allianz der Lufthansa entstanden. Bild unten: Pilot Flugkapt. Johannes Rathje war mit seiner Ju 52 in unwegsamem Gelände notgelandet. Hunderte von Kulis bauten daraufhin mit primitivsten Werkzeugen eine schmale Startbahn in den Hang, auf der dann das Flugzeug wieder starten konnte.

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lh_kp_eurasia_vis02.jpg (11251 )

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daß von dem berühmten Transportflugzeug Lockheed C-130 Hercules auch eine "Gunship"-Version gebaut wurde? Unter den weit über 2.100 gebauten "Hercules"-Maschinen befinden sich auch einige Dutzende der Typen AC-130A, E und U. Es handelt sich dabei um schwer gepanzerte und mit seitlichen Geschützständen stark bewaffnete Maschinen, die ausgesuchte Ziele in einer Kreisbahn umfliegen und dabei beschießen. Erstmals umgesetzt wurde diese Idee bereits mit dem Vorgänger der C-130, der C-47 Dakota. Capt. Ron Terry modifizierte 1963/64 eine C-47 mit drei Kanonen SUU-11A/A, die seitlich in der Ladeluke und den Fenstern angebracht waren. Ab 1964 flog dieses erste, auf den Namen "Spooky" (Geist) genannte Gunship nachts Angriffe auf Ziele in Vietnam. Weitere 46 Gunships vom Typ AC-47D sollten folgen. Später wurden diese Maschinen durch die AC-130 "Gunships" abgelöst, die noch heute im Dienst der US-Luftwaffe sind. Die Bilder rechts zeigen die AC-47 "Spooky" (oben) und eine moderne AC-130 Gunship (unten).

AC-47 "Spooky"

AC-130 Gunship

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daß im Februar 1919 die erste regelmäßig beflogene Passagier-Luftverkehrslinie der Welt in Deutschland eingerichtet wurde? Die im Jahr 1917 von der AEG gegründete "Deutsche Luft Reederei" (DLR) flog ab Februar 1919 mit einmotorigen AEG- und LVG Doppeldeckern täglich Post (oberes Bild) und Passagiere zwischen Berlin und Weimar. Im März des selben Jahres eröffnete Junkers eine Verbindung zwischen Weimar und Dessau, Rumpler-Luftverkehr flog von Augsburg über München und Nürnberg nach Berlin. Bis Ende 1919 entstand in Deutschland ein dichtes Inlands-Flugnetz. Aufgrund der offenen Bauweise der Flugzeuge wurden die Passagiere mit Pelzkombinationen, Fliegerbrille  und Fliegerhaube ausgerüstet. "Notlandungen" auf der grünen Wiese waren an der Tagesordnung und mehr als drei Passagiere fanden in einem Flugzeug nicht Platz. Erst mit Erscheinen des ersten Verkehrsflugzeuges, der Junkers F 13 (unteres Bild) änderte sich dies...

DLR-Postflug 1919

Junkers F 13

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daß der erste Bombenabwurf aus einem Flugzeug bereits 1670, mehr als 200 Jahre vor dem ersten bemannten Motorflug, von dem Pater Francesco de Lana-Terzi vorhergesehen wurde? Er schrieb von einem "fliegenden Schiff, aus dem Bomben auf feindliche Stellungen geworfen werden konnten..." Am 1. November 1911 wurde diese Vision Wirklichkeit: Während des Türkisch-Italienischen Konfliktes warf Leutnant Giulio Gavotti, Führer der aus 9 Flugzeugen und 11 Piloten bestehenden italienischen "Luftflotte" aus seinem Flugzeug vier 2-kg-"Cipelli-Granaten" auf feindliche Truppen in Libyen ab und hinterließ einen verstörten Gegner. Die türkische Presse schrieb darüber: "Dieser Krieg hat gezeigt, daß daß das Flugzeug ein schreckliches Mittel zur Zerstörung ist. Die neue Waffe wird Strategie und Technik revolutionieren." Während zu Beginn des ersten Weltkrieges Flugzeuge vorwiegend zu Aufklärungszwecken eingesetzt wurden und die Piloten lediglich Pistolen zur Selbstverteidigung im Falle einer Notlandung trugen, wurde ab 1915 damit begonnen Bombenflugzeuge zu bauen und schon nach kurzer Zeit waren riesige drei- und viermotorige Flugzeuge entstanden, die Bombenlasten von bis zu 1.800 kg über große Entfernungen tragen konnten. Bilder: Erste Bombenabwürfe erfolgten per Hand, ein großer Gotha-Bomber aus dem Jahre 1917.

Bombenabwurf

Gotha-Bomber

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daß Ernst Udet, der berühmte Kunstflieger, auch selbst Flugzeuge baute? Nachdem Udet im ersten Weltkrieg an der Seite des "Roten Barons" Manfred von Richthofen zum Jagdflieger-Ass mit 62 Luftsiegen   und Träger des berühmten Ordens "Pour-le-Mérite" wurde, mußte er von 1918 bis 1922 aufgrund des Versailler Vertrages auf seine geliebte Fliegerei weitgehend verzichten. Obwohl der Flugzeugbau in Deutschland weitgehend verboten war, gründete er 1922 in München die Firma "Udet-Flugzeugbau", die schliesslich sogar ein viermotoriges Verkehrsflugzeug, die U 11 "Condor" hervorbrachte. Mit der Udet U 12 "Flamingo" stellte sich 1925 der erste bescheidene Erfolg ein. Dennoch ging die Firma ein Jahr später in den "Bayerischen Flugzeugwerken" auf. In dieser Zeit durften auch wieder Flugveranstaltungen stattfinden. Udet, von der Last seiner Firma befreit, konnte sich nun mit seinem "Flamingo" ganz dem Kunstflug widmen, was ihm internationalen Ruhm verschaffte. An der Seite von Leni Riefenstahl drehte er berühmte Filme, wie "Die weiße Hölle vom Piz Palü" (1927), "Stürme über dem Mont Blanc" (1930) und "SOS Eisberg" (1933). Obgleich selbst politisch uninteressiert, wurde er von den Nationalsozialisten zuerst für Propagandazwecke benutzt, 1936 dann zum Inspekteur der Jagd- und Sturzkampfflieger gemacht, anschliessend mit der Leitung des Technischen Amts betraut und 1939 schließlich zum "Generalluftzeugmeister" ernannt. Mit diesem Amt völlig überfordert, wurde Udet u. a. die Verantwortung für die Rückschläge bei der Luftschlacht um England zugeschoben. Am 17. November 1941 beging der inzwischen stark psychisch angegriffene und alkoholabhängige Ernst Udet schließlich Selbstmord.

Ernst Udet

Ernst Udet

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daß es von dem legendären amerikanischen Jagdflugzeug North American P-51 Mustang auch eine zweimotorige Version mit Doppelrumpf gab? Die in großer Zahl sehr erfolgreich eingesetzte P-51 Mustang ist ja sehr bekannt und berühmt, aber die wenigsten wissen daß man auf der Standard-Mustang basierend ein Doppelrumpfflugzeug entwickelt hat. Die Idee hierzu kam 1943 auf, man wollte die Reichweite der bewährten Mustang bei Langstreckeneinsätzen vor allem angesichts der Entfernungen auf dem Pazifischen Kriegsschauplatz erhöhen. Außerdem sollte der Pilot von einem zweiten Besatzungsmitglied (Navigator) unterstützt und entlastet werden. So wurden zwei stark modifizierte Mustang-Rümpfe sowohl durch ein gemeinsames mittleres Haupttragflächenteil als auch durch ein gemeinsames Höhenleitwerksteil verbunden. Der Pilot saß im Cockpit des linken Rumpfes, der Navigator im Cockpit des rechten Rumpfes. Jeder Rumpf hatte ein Triebwerk, die Propeller der beiden Triebwerke drehten nach innen, also gegeneinander. Einsatzzweck der so entstandenen North American P-82 Twin Mustang war Langstrecken- Begleitjäger, Allwetterjäger und Nachtjäger. In der Nachtjägerversion befand sich im rechten Cockpit ein Radarbeobachter, das Radar war in einem Zusatzbehälter unter dem Tragflächenverbindungsstück zwischen den beiden Rümpfen untergebracht. Der Erstflug einer Twin Mustang war im Jahre 1945, die P-82 kam im Zweiten Weltkrieg allerdings nicht mehr zum Kampfeinsatz. Es wurden aber 250 Twin Mustangs nach Kriegsende gebaut und in Dienst gestellt. Die Bezeichnung P-82 wurde 1948 in F-82 geändert. Twin Mustangs wurden schließlich im Koreakrieg eingesetzt. Am 27. Juni 1950 erfolgte mit einer Twin Mustang der allererste amerikanische Luftsieg im Koreakrieg (Abschuß eines Yakovlev Kampfflugzeugs der Nordkoreaner). Die Twin Mustangs hatten übrigens nicht die Packard-Merlin Triebwerke der Mustang Standardversion sondern waren mit Allison Triebwerken ausgerüstet. Die Fotos zeigen die einzige noch flugfähige North American P-82 Twin Mustang die es noch gibt. Sie gehört der Confederate Air Force (seit 2002 Commemorative Air Force) und wurde von mir fotografiert bei der Confederate Air Force Airshow im Oktober 1998 auf dem Flughafen Midland/Odessa in Texas/USA . Beachten Sie , daß sich unter jedem Rumpf ein Hauptfahrwerksrad befindet.

Twin Mustang

Twin Mustang

Twin Mustang

 

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daß die RAK 1 des Konstrukteurs Julius "Uss" Hatry das erste Raketenflugzeug der Welt war? Am 17.09.1929 startet die Opel-Sander RAK 1 mit Fritz von Opel, dem Sohn des Großindustriellen am Steuer, am Flugplatz Frankfurt. Kurz zuvor hatte Hatry von Opels Drängen nachgegeben und die RAK 1 verkauft. Obwohl dieses erste Raketenflugzeug sein Werk war, kam er nie zu der Ehre, die ihm gebührte. Julius Hatry starb am 7. November 2000 im Alter von 93 Jahren.

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daß die erste Airshow in der Geschichte der Luftfahrt 1909 im französischen Reims veranstaltet wurde? Die 8-tägige Veranstaltung mit dem Namen "Grande Semaine d'Aviation de la Champagne", später als "Reimser Flugwoche" bekannt geworden, wurde von der Stadt Reims und den ortsansässigen Winzern finanziert. 38 wagemutige Piloten, unter ihnen Berühmtheiten wie Henri Farman, Glenn Curtiss und Louis Blériot, reisten mit ihren Flugzeugen aus den USA, England und Frankreich in die Champagne um dort den mit 25.000 Franc dotierten Gordon-Bennett-Cup zu gewinnen. Dieses erste Luftrennen, bei dem die Teilnehmer zwei Runden um einen 6-Meilen-Kurs fliegen mußten, war der Höhepunkt dieser ersten Flugschau der Welt. Außerdem wurden verschiedene Wettbewerbe in den Disziplinen Geschwindigkeit, Streckenflug, Gipfelhöhe sowie Anzahl an transportierten Passagieren ausgetragen. Etwa eine halbe Million begeisterte Besucher verfolgten eine vom 22.-29. August 1909 atemberaubende Rekorde ebenso wie häufige Abstürze bei der "Reimser Flugwoche".      Bilder: Reims Show (oben), Glenn Curtiss beim Luftrennen (unten)

Reims Meet 1909

Curtiss Reims 1909

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daß unter den 14.533 hergestellten Hawker "Hurricanes" nicht weniger als 800 "Sea Hurricanes" waren? Berühmt wurde der erste Eindecker-Jäger Großbritanniens durch die Luftschlacht um England, eine der größten Luftschlachten des zweiten Weltkrieges. Die "Sea Hurricane", im Volksmund auch "Hurricat" genannt, wurde auf Churchills Befehl ab 1941 gebaut um Englische Geleitzüge vor angreifenden Deutschen FW-200C "Condor" Bombern zu schützen. Die Maschinen wurden von C.A.M.-Schiffen (Catapult Aircraft Merchantmen) gestartet, konnten nach ihrem Einsatz jedoch nicht wieder zum Schiff zurückkehren. Der Pilot mußte versuchen, bis zum nächsten Land zu gelangen oder in der Nähe des Geleitzuges wassern um dann an Bord genommen zu werden. Bis 1943 leisteten die "Sea Hurricane" den Geleitzügen in Ostsee und Mittelmeer wertvolle Dienste. Die einzige noch flugfähige Maschine dieses Typs gehört der Shuttleworth Collection in England.

Sea Hurricane

Eine "Sea Hurricane" auf dem Katapult eines C.A.M.-Schiffes.

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daß der Royal Aero Club of the United Kingdom der erste Aero-Club der Welt war? Im Jahr 1901 unternahmen drei wohlhabende "Motoristen", Frank Hedges Butler, seine Tochter Vera und Charles Rolls eine Tour mit ihren Automobilen. Die Tour wurde unterbrochen als der Renault von Vera Butler Feuer fing. Als Ersatz für die gescheiterte Auto-Tour organisierte die junge Lady nun schnell eine Ballonfahrt und bei einem Glas Champagner im Ballonkorb beschlossen die drei unverzüglich einen Aero-Club zu gründen. Das war vor 100 Jahren! Da ja eine Frau Mitbegründerin des Clubs war, konnten auch Frauen dem Club beitreten, für diese Zeit eine Besonderheit. Bis zum Jahre 1909 begnügte man sich mit Ballonfahren, dann kam die erste Motormaschine auf den vom Club präparierten Flugplatz Muswell Manor nahe Leysdown auf der Insel Sheppey. Charles Rolls und die Brüder Short, Ballonmacher des Clubs, erwarben eine Lizend der Gebrüder Wright aus den USA und so entstand 1909 die weltweit erste Serienproduktion für Motorflugzeuge in Leysdown. 1910 erhielt der Club den Zusatz "Royal", zu diesem Zeitpunkt zählte man bereits mehr als 1000 Mitglieder. Viele weitere Aero-Clubs entstanden in England und der ganzen Welt, ebensoviele wurden wieder geschlossen, der Royal Aero Club of the United Kingdom und seine weltweiten Tochterclubs existieren noch heute, Schirmherrin ist Queen Elizabeth II persönlich und Präsident ist seine Königliche Hoheit, der Duke of York.  Besuchen Sie die Website ...

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daß die McDonnell XF-85 "Goblin" bis heute der kleinste je gebaute Düsenjäger ist? Der sog. "Parasite Fighter" wurde konstruiert um im Bombenschacht der mächtigen B-36 Bomber als ständig verfügbarer Abwehrjäger mitgeführt zu werden. Zur Abwehr von Angreifern wäre die "Goblin" an einem Trapez aus dem Bauch der B-36 gefahren worden, nach der maximalen Flugdauer von 30 Min. sollte sie dann zum "Mutterflugzeug" zurückkehren um am Trapez wieder in den Schacht gezogen zu werden. Das winzige, mit klappbaren Tragflächen ausgestattete Flugzeug hatte eine Spannweite von ca. 6,40 m und eine Länge von ca. 4,50 m. Ausgeklinkt aus dem Bauch einer B-29 ereichte die XF-85 bei Testflügen im Jahr 1948 Geschwindigkeiten von max. 650 mph. Zwei Prototypen wurden gebaut bevor Ende 1949 das Programm zugunsten der wohl vielversprechenderen Luftbetankung beendet wurde.

XF-85 Goblin

XF-85 "Goblin"

Dilbert Groundloop der bekannteste Pilot der US NAVY im zweiten Weltkrieg war? Einige Wochen nach dem Angriff Japans auf Pearl Harbour wurde von Capt. Austin Doyle, USN and Lt. Cdr. Robert Osborn, USNR der wohl bekannteste Pilot der US NAVY geschaffen. Dilbert war eine Comicfigur, die auf humorvolle Art und Weise die Piloten auf alltägliche Gefahren im Einsatz aufmerksam machen sollte. Es schien als hätte jeder Pilot in seiner Laufbahn eine Phase - irgendwo zwischen 300 und 800 Flugstunden - in der er alles wußte, alles konnte und man ihm nichts neues mehr beibringen konnte. Zumindest glaubte er das. Einer dieser unfehlbaren Piloten war Dilbert. Und Dilbert war ständig in der Klemme. Ob beim Startcheck oder in der Luft, Dilberts Leben hing immer an einem seidenen Faden. Spoiler war der Cousin von Dilbert und gehörte dem Bodenpersonal an. Wehe dem Pilot, der von Spoiler eingewiesen wurde. Mit vereinten Kräften richteten die beiden Comichelden jede Menge Schaden an und halfen mit ihrer "Vorbildfunktion", so manchen Schaden zu vermeiden.

  
Dilbert Dilbert
Dilbert Spoiler
Dilbert Spoiler

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daß viele Kampfpiloten des ersten Weltkrieges nach Beendigung der Feindselikeiten ihren Lebensunterhalt mit Flugvorführungen verdienten? Für wenig Geld waren nach dem Krieg die ausgemusterten Flugzeuge zu erwerben. So führten die ehemaligen Militärpiloten dann Kunstflug und Flugzeugrennen vor und boten aufregende Mitflüge für zahlendes Publikum an. "Barnstormer" wurden die waghalsigen Flieger genannt, die auf Farmen der USA ihr Können zum Besten gaben und dabei auch schon mal Scheunen durchflogen, deren Tore wenig größer als die Doppeldecker waren. "Flying Circus", fliegende Zirkustruppen zogen durch die Lande und versetzten die Zuschauer mit Wingwalking und anderen atemberaubenden Stunds in Staunen. Viele Piloten verloren bei den immer spektakuläreren Shows ihr Leben. Mit dem "Air Mail Act of 1926" wurden erstmals Sicherheitsstandards und -tests für Maschinen, Piloten und Luftraum eingeführt, die Zeit der Barnstormer und Flying Circus ging zu Ende. Heute erinnern Kunstflugteams wie die "Blue Angels" (obere Bilder) und Stuntpiloten wie Eddie Andreini am Steuer und Anders Brandi auf, zwischen und unter den Tragflächen (unteres Bild), die auf allen Kontinenten bei Airshows zu bewundern sind, an die wagemutigen Barnstormer der 20er Jahre. TIP: Achten Sie im Fernsehprogramm auf den Klassiker "Tollkühne Flieger" mit Robert Redford, der das Leben der Barnstormer beschreibt...

Blue Angels

Blue Angels

Wingwalker

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daß es auch in Schweden während des Zweiten Weltkriegs ein Notentwicklungsprogramm für Kampfflugzeuge gab? Das neutrale Schweden hatte zu Anfang des Krieges eine große Zahl von Kampfflugzeugen in den USA bestellt, darunter zum Beispiel 120 Jäger des Typs Seversky P-35. Doch im Oktober 1940 belegte die US-Regierung Schweden mit einem Exportembargo für Kampfflugzeuge. Bis zu diesem Zeitpunkt waren zum Beispiel von den bestellten P-35 erst die Hälfte nach Schweden ausgeliefert worden, die anderen Maschinen dieses Typs wurden von den amerikanischen Luftstreitkräften beschlagnahmt, sie trugen zu diesem Zeitpunkt zum Teil bereits schwedische Abzeichen! Da Schweden zur Verteidigung seiner Neutralität dringend ein modernes Kampfflugzeug brauchte wurde die Flygförvaltningens Verkstad (= FFVS) eingerichtet und ein Konstruktionsteam unter der Leitung von Bo Lundberg damit beauftragt, ein möglichst einfach herzustellendes einsitziges Kampfflugzeug zu konstruieren, welches komplett von der Schwedischen Industrie produziert werden konnte, um nicht von ausländischen Lieferungen abhängig zu sein. Lundberg und sein Team konstruierten daraufhin die FFVS J 22, von welcher der erste Prototyp am 21. September 1942 geflogen wurde. Diese Neukonstruktion erwies sich als absolut gelungen und erfüllte die gestellten Erwartungen. Deshalb wurde der Serienbau der J 22 in Auftrag gegeben und von 1943 bis 1946 wurden insgesamt 198 Flugzeuge dieses Typs an die Schwedische Luftwaffe ausgeliefert. Die FFVS J 22 war leicht zu bedienen und erbrachte gute Leistungen, weswegen sie sich bei den schwedischen Piloten großer Beliebtheit erfreute!

FFVS J 22

Eine FFVS J 22 auf dem schwedischen Fliegerhorst Ljungbyhed am 25.8.1996 anläßlich der dortigen großen Airshow zum 70. Geburtstag der Schwedischen Luftwaffe .

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daß am 1. Januar 1914 der erste planmäßige Linienflug der Welt stattfand? St. Petersburg-Tampa Airboat Line hieß die frisch gegründete Fluggesellschaft und Tony Jannus war der Pilot, der die erste Linienmaschine, ein doppelsitziges Benoist Modell 14 -Flugboot steuerte. Von St. Petersburg (Florida) Downtown aus wurden Ziele wie Egmont Key, Pass-a-Grille, Clearwater andere Küstenstädte angeflogen. 22 Minuten dauerte der erste Passagierflug, das Flugboot flog dabei in einer Höhe von 1,5 bis 5 Metern über dem Wasser. Der erste Linienpassagier erlebte dann auch gleich die erste Verspätung - Pilot Tony Jannus mußte wegen technischer Probleme eine Zwischenlandung in der Bucht von St. Petersburg einlegen. Das One-Way-Ticket im regelmäßigen Liniendienst zwischen St. Petersburg und Tampa kostete US $5, Rundflüge waren von $10-20 zu erhalten.

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daß Glen H.Curtiss der erste Fabrikant für Flugzeuge war? Glen H. Curtiss, geboren 1878, baute schon als 20jähriger innovative Verbrennungsmotoren für Motorräder und stellte 1907 mit einem Motorrad mit 8-Zylinder-Motor einen Geschwindigkeitsweltrekord auf. 1906 versuchte er, die Gebrüder Wright von Curtiss-Motoren als Antriebsquelle zu überzeugen. 1908 trat Curtiss in die noch junge  Experimental Aircraft Association (EAA) ein, die sich mit dem Bau von Flugzeugen befasste. Im selben Jahr gewann ein Flugzeug der EAA, die "June Bug", angetrieben von einem Curtiss-Motor und gesteuert von Glen H. Curtiss selbst, die Scientific American Trophy für den ersten Flug über eine Distanz von einem Kilometer.1909 gewann Curtiss in Reims (Frankreich) den Gordon Bennett Cup mit einer Geschwindigkeit von 46,5 mph. Im selben Jahr wurde das erste Privatflugzeug aus Curtiss' Fertigung verkauft. 1910 startete das erste Flugboot der Welt - eine Curtiss. Eine Curtiss-Maschine war es auch, die 1911 erstmals auf einem "Flugzeugträger" landete und startete. Von 1914 -1918 wurden bei Curtiss 6000 "Jenny" Trainer gebaut. 1919 war es ein Curtiss NC-4 Flugboot, das als erstes Flugboot den Atlantik überquerte. Auch nach seinem Tod im Jahr 1930 blieben Curtiss-Flugzeuge noch lange ein Begriff, wie z. B. die C-46 Commando oder die P-40 Warhawk.

Glen H. Curtiss

June Bug

Glen H. Curtiss / "June Bug" im Curtiss Museum

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daß die Messerschmitt Me 321 das größte und schwerste Segelflugzeug der Welt war? 1940 als Lastensegler konstruiert flog die Me 321 "Gigant" erstmals im März 1941. Eine Junkers Ju 90 oder drei Messerschmitt Bf 110 waren notwendig um den riesigen Segler mit seiner Spannweite von 55,24 m in die Luft zu bekommen. Immerhin hatte der "Gigant" mehr als 18 t Leergewicht und konnte zusätzlich 22 t Ladung aufnehmen. Speziell für den Schlepp der Me 321 wurde dann die Heinkel He 111 Z entwickelt, eine fünfmotorige aus zwei durch ein Mittelstück verbundene He 111 Maschinen entstandene Schleppmaschine. Später entstand aus dem Lastensegler Me 321 der Transporter Me 323 mit sechs Motoren von jeweils 1.180 PS.

Me 321

Me 321-Schleppzug

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daß sich am 1. August 1954 die Convair XFY-1 "Pogo", der erste "Tailsitter"-Senkrechtstarter in die Lüfte erhob? In Anlehnung an deutsche Senkrechtstarter-Entwürfe aus der Endphase des zweiten Weltkrieges forderte die US-NAVY im August 1950 die Entwicklung eines VTOL-Senkrechtstartflugzeuges, das auf dem Leitwerk starten und landen sowie im Normalflug die Eigenschaften eines normalen Flächenflugzeuges aufweisen sollte. Die XFY-1 von Convair entsprach den Vorstellungen der NAVY am ehesten und führte (nach mehr als 300 Fesselflügen in einem Luftschiffhangar auf dem Moffett Field in Kalifornien) am 1. August 1954 den ersten freien Senkrechtflug. Am 11. August des selben Jahres folgte dann die erste vollständige Transition (Übergang vom Senkrechtflug in den Normalflug und zurück). Im Juni 1955 wurden die Tailsitter-Projekte zugunsten der aufkommenden Strahlflugzeuge eingestellt.

Convair XFY-1

XFY-1

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daß der erste bemannte Motorflug in Europa von Alberto Santos-Dumont durchgeführt wurde? Schon im Jahr 1901 erregte der Luftfahrt-Pionier Aufsehen als er mit einem spindelfürmigen, von einem Verbrennungsmotor angetrieben Ballon den Eiffelturm umflog. Im Oktober 1906, drei Jahre nachdem den Gebrüdern Wright in Kitty Hawk (USA) der erste offizielle Motorflug in der Geschichte der Menschheit gelang, erhob sich der am 20. Juli 1873 in Brasilien geborene und 1891 nach Paris ausgewanderte Santos-Dumont mit seiner "14bis" in die Lüfte. Angetrieben von einem 24 PS leistenden Motor überwand das einem Kastendrachen ähnelnde, unlenkbare Fluggerat mit einem Ballonkorb als "Pilotenkanzel" in 21 Sekunden eine Strecke von 220 Metern. Damit erhielt Santos Dumont ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Franc, das vom Französischen Aero Club für den ersten Motorflug ausgesetzt war. Schockiert von der Verwendung von Flugzeugen als Waffe im ersten Weltkrieg und mit starken Depressionen durch Zukunftsangst suchte Alberto Santos Dumont am 23. Juli 1932 den Freitod.

Alberto Santos-Dumont

Dumont's "14bis"

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daß die Schweizer Luftwaffe durch ein Volksbegehren und eine anschließende Spendenaktion entstand? Die Schweizer Offiziersgesellschaft rief entgegen der Vorbehalte der Behörden (die Topographie der Schweiz sei ungeeignet für die Fliegerei) zu dieser Aktion auf.   Aufgrund des überwältigenden Erfolges der Initiative erteilte die Eidgenossenschaft am 31. Juli 1914 den Befehl zum Aufbau einer Fliegertruppe. Bereits am 1. August rückten neun freiwillige Piloten, teilweise mit eigenen Maschinen und Mechanikern ein. Aus acht Flugzeugen sechs verschiedener Typen setzte sich die "Flotte" bei der Gründung zusammen. Ihre Feuertaufe erlebte die Schweizer Luftwaffe erst im Juni 1940 als sie siegreich aus einem Luftkampf mit zahlen- und ausrüstungsmäßig überlegenen Deutschan Jägern herausgeht. Seither standen der Eidgenössischen Luftwaffe stets moderne Flugzeuge zur Verfügung, auf Europäischer Ebene gilt sie als Spitzentruppe. Eine Kuriosität ist dabei wohl die Tatsache daß die helvetische Luftwaffe nach dem "Milizsystem" organisiert ist. 1999 waren 70% der Piloten für Mirage IIIS Und F-5E Tiger Zivilpiloten, die jährlich bei einem mehrwöchigen Training ihre Kenntnisse auffrischen.

Hunter

Hawker Hunter der Fliegerstaffel 15 in Jubiläumslackierung beim RIAT 2001 in England.

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daß die berühmte Douglas DC-3 das erfolgreichste und langlebigste Transportflugzeug aller Zeiten ist? Bekannt wurde diese unsterbliche Maschine unter anderem mit den Namen C-53 "Skytrooper" und C-47 "Skytrain". Bereits vier Jahre nach ihrem Jungfernflug, den die DC-3 am 17.Dezember 1935 absolvierte, wurde sie von 30 großen Fluggesellschaften eingesetzt und erbrachte weltweit 90 % aller Verkehrsflugleistungen. Während von der zivilen DC-3 nur knapp über 400 Stück gebaut wurden, erreichte die Produktion der militärischen Versionen 10.123 Maschinen. Dazu wurden nochmals etwa 2.700 Flugzeuge in der Sowjetunion unter Lizenz mit der Bezeichnung Lisunov Li-2 gebaut. Wohl kaum ein Flugzeug in der Geschichte der Luftfahrt wurde derart vielseitig eingesetzt: Ziviles Passagier- und Transportflugzeug, militärischer Güter- und Truppentransporter, Absetzflugzeug für Fallschirmjäger, Schleppflugzeug für Lastensegler, Erdkampfflugzeug, elektronischer Aufklärer... Auch bei der Luftbrücke von Berlin kam die unverwüstliche DC-3 zu Ehren. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde von der Firma Convoy eine Umrüstung auf Propellerturbinen statt der ursprünglichen Kolbenmotoren angeboten. Mitte der 90er Jahre waren noch über 400 DC-3 und C-47 in 44 Nationen im Einsatz.

C-47

C-47

Douglas C-47 bei der Australian Int. Airshow 2001

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daß der französische Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry einen großen Teil seines Lebens als Pilot verbrachte? Am 29. Juni 1900 geboren, träumte er schon als Kind, wie Ikarus zu fliegen. Er war 12 Jahre alt als er von den Brüdern Wroblewski-Salvez in ihrem selbstgebauten Eindecker mitgenommen wurde. 1921 erhielt "Tonio" sein Pilotenabzeichen. In Le Bourget fabrizierte er wenig später den ersten seiner zahlreichen Abstürze. Nachdem er 1926 die Erlaubnis zum Führen von Handelsflugzeugen erhielt, bekam er eine Stelle bei der Fluggesellschaft Latécoère, die unter ihrem Direktor Didier Daurat Luftfahrtgeschichte schrieb. Zusammen mit seinen späteren Freunden Jean Mermoz, Henri Guillaumet und vielen anderen wagemutigen Piloten half Saint Exupéry beim Aufbau von Luftpost-Linien in Europa, Nordafrika und Südamerika. 1929 schrieb er seinen ersten Roman "Südkurier". Wenig später folgte "Nachtflug", der von MGM 1933 mit Clark Gable und anderen Stars verfilmt wurde. Weitere bekannte Bücher folgten. 1943, er nahm als Aufklärer-Pilot am zweiten Weltkrieg teil, verfasste Saint Exupéry sein wohl bekanntestes Werk "Der kleine Prinz". Am Ende dieses Buches sagt der kleine Prinz: "Es wird aussehen als wäre ich tot, und das wird nicht wahr sein". Antoine de Saint Exupéry wurde bei einem Aufklärungsflug am 31. Juli 1944 mit einer Lockheed P-38 Lightning nahe der Ile de Riou abgeschossen, wo von einem Fischer im Jahr 1998 die Armbanduhr des Schriftstellers gefunden wurde. Die Überreste seines Flugzeugs wurden zwei Jahre später entdeckt und 2003 geborgen. Ein Jahr später stand zweifelsfrei fest, dass es die von Saint Exupery geflogene P-38 war. Abgeschossen wurde er von dem deutschen Jagdflieger und späteren ZDF Sportberichterstatter Horst Rippert, der 1944 der Jagdgruppe 200 angehörte. Die Überreste der P-38 sind im Museum Le Bourget ausgestellt.

Saint Exupéry

Der kleine Prinz

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daß das Englische Jagdflieger-As Douglas Bader trotz zweier Beinprothesen zu einem der erfolgreichsten Jagdflieger der Royal Air Force im zweiten Weltkrieg wurde? Nachdem er bei einem Flugunfall Anfang der 30er Jahre beide Beine verloren hatte, schien seine fliegerische Laufbahn beendet. Nach hartnäckigem Kampf konnte Douglas Bader in den Diensten der RAF bleiben und 1939, acht Jahre später, flog er erstmals wieder solo mit einer Avro Tutor. Seine Fliegerischen Fähigkeiten konnte er 1940 während der Luftschlacht um England unter Beweis stellen. Douglas Bader erzielte 23 Luftsiege. Am 9. August 1941 wurde Bader über Frankreich abgeschossen und verlor dabei eine Beinprothese als diese im Flugzeug klemmte. Später, mit Erlaubnis von Hermann Göring, wurde in einer Sondermission eine Ersatzprothese von einem englischen Bomber abgeworfen. Bader unternahm einige Fluchtversuche und wurde schließlich im Schloß Colditz bei Leipzig, einem Hochsicherheits-Internierungslager für Offiziere untergebracht, wo er 1945 von US-Truppen befreit wurde. Nach dem Krieg verbrachte er viel Zeit mit dem Besuch von Krankenhäusern und brachte vielen Kriegsversehrten ihren Lebenswillen zurück. Im Jahr 1976 wurde er für seine Verdienste von Queen Elizabeth zum Ritter geschlagen. Sir Douglas Bader starb 1982.               Bilder rechts: Douglas Bader (4. v. rechts) und eine Hawker Hurricane mit den Kennzeichen von Douglas Bader.

Douglas Bader

Hurricane "Douglas Bader"

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daß die berühmte North American P-51 "Mustang", eines der berühmtesten Jagdflugzeuge aller Zeiten, in weniger als 120 Tagen vom Reißbrett in die Luft kam? 1940 stand die Englische Royal Air Force einem übermächtigen Angreifer gegenüber - der Deutschen Luftwaffe. Es bestand großer Bedarf an neuen Jagdflugzeugen und so vereinbarte die britische Beschaffungskommission mit der Amerikanischen Firma North American Aviation (NAA) die Entwicklung eines flugfähigen Prototypen nach den britischen Spezifikationen in nur 120 Tagen. Unter der Leitung der NAA Chefdesigner Raymond Rice und Edgar Schmued wurde der Prototyp drei Tage früher als gefordert, also 117 Tage nach Auftragserteilung fertiggestellt. Zu ihrer legendären Überlegenheit fand die P-51 allerdings erst nachdem der ursprünglich eingebaute, in größeren Flughöhen sehr leistungsschwache, Allison V-1710-39 Motor durch den Rolls Royce Merlin ersetzt wurde. Mit diesem Zeitpunkt begann der Siegeszug dieses schnellen, wendigen und mit enormer Reichweite ausgestatteten Jagdflugzeuges. Im weiteren Verlauf des zweiten Weltkrieges wurden dann bei NAA 14.819 P-51 gebaut, weitere 200 in Australischer Lizenz. In Zentral- und Südamerika war sie noch bis in die 70er Jahre im aktiven Einsatz, heute ist die "Mustang" Höhepunkt und Publikumsliebling bei Airshows in aller Welt.

P-51 D

P-51 D

P-51 D

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daß die Briten John Alcock und Arthur Whitten Brown am 14./15. Juni 1919 erstmals nonstop mit dem Flugzeug den Atlantik überquerten? Bereits im Jahr 1913 setzte die Tageszeitung "Daily Mail" 10.000 Britische Pfund für den ersten Überflug des atlantischen Ozeans aus. Wenig später brach der erste Weltkrieg aus und deshalb wurden erstmals im Jahr 1919 Versuche unternommen, diese Herausforderung anzunehmen. Aufgrund der günstigeren Winde entschied man sich für die Überquerung von West nach Ost. Nachdem drei Wochen zuvor zwei andere Teams gescheitert waren, war es für Alcock und Whitten Brown am 14.Juni so weit. Mit 3.910 l Kraftstoff hob die Vimy mühsam ab. Navigiert wurde mit Hilfe der Gestirne und einem optischen Abdriftmesser. Manchmal flogen sie dicht über dem Wasser, dann wieder bis zu 3.350 m hoch. Funk und Gegensprechanlage fielen aus, der Geschwindigkeitsmesser fror ein, wodurch sie einmal ins Trudeln gerieten und 18 m über dem Meer abfangen konnten. Brown mußte mehrmals auf die Tragflächen klettern um die Motoren zu enteisen. Nach 16 Stunden und 27 Minuten und 3.186 km Flugstrecke landeten John Alcock (links im Bild) und Arthur Whitten Brown (rechts) in Irland.

Brown/Alcock

Vickers Vimy

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daß die Antonow An-2 der größte einmotorige Doppeldecker der Welt ist? Obwohl die Ära der Doppeldecker bereits vor dem zweiten Weltkrieg zu Ende ging, startete die von Oleg Antonow entwickelte An-2 erst am 31. August 1947 zu ihrem Jungfernflug. Die nahezu vollständig aus Metall gebaute Maschine ist genau betrachtet ein Eineinhalbdecker mit stromlinienförmigen Doppel-T-Streben und doppelter Drahtverspannung zwischen den Tragflächen. Ausgelegt als echtes Allzweckflugzeug fand die mehr als 18.000 mal gebaute An-2 militärische als auch zivile Verwendung. Die "Tante Anna", wie sie seit ihrem regelmäßigen Erscheinen bei Airshows liebevoll genannt wird, hat eine Spannweite von 18,10 m und ein max. Abfluggewicht von 5,5 t. Für den nötigen Vortrieb sorgt ein 1000 PS starker Neunzylinder-Sternmotor Schwetsow Ash-62IR, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 258 km/h.

An-2

An-2

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daß die MiG-21 "Fishbed" der meistgebaute Jet ist? Im Jahre 1953 forderte der Kreml nach einem Nachfolger für die erfolgreichen MiG-15, MiG-17 und MiG-19. Mach 2 und 20.000 m Einsatzhöhe sollten erreicht werden. Das Konstruktionsbüro von Artjom Iwanowitsch Mikojan und Michail Jossipowitsch Gurewitsch erhielt den Auftrag. Prototypen wurden ab Februar 1955 mit Pfeil- und Deltaflügeln getestet, zufriedenstellend wurden die Tests allerdings erst, nachdem das Mikulin-AM-9-Triebwerk durch das stärkere AM-11 ersetzt wurde. 1959 begann in Gorki die Serienfertigung der MiG-21und damit das größte Produktionsprogramm für ein Strahlflugzeug überhaupt. Inklusive der etwa 2.400 ohne Lizenz in China produzierten Nachbauten verließen rund 13.400 MiG-21 die Werke in Gorki, Moskau, Tbilissi, Vodochody (Tschechien) und Nasik (Indien). Die Indische Lizenzproduktion lief bis 1987. Über 50 Luftstreitkräfte flogen die MiG-21 und noch heute werden Modernisierungsprogramme verschiedener Hersteller angeboten um die MiG-21 technisch auf dem aktuellen Stand zu halten.

MiG-21

MiG-21

Rumänische MiG-21 beim RIAT 2001 in England

 

 

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