AirVenture
Der Treffpunkt fuer Fliegerfreunde
Home von AirVenture mit SuchmaschineTerminübersicht Flugshows und mehr - weltweit !
Aktuelle News aus der Luftfahrt
Tipps zu Museen der ganzen Welt mit Berichten und Fotos
Berichte und Fotos von Flugshows
Die legendären Flugzeugrennen in Amerika
Hier erfahren sie jede Woche interessantes aus der Luftfahrt
Nose-Art FotosKleinanzeigen Links zu anderen interessanten Luftfahrt-Webseiten
Ein Blick hinter die Kulissen von AirVentureDie Plattform für Fliegereibegeisterte

webmaster@airventure.de

 

In "History" erfahren Sie verblüffende Highlights aus der faszinierenden Geschichte der Luftfahrt.

 

Wußten Sie schon...

daß das berühmteste Jagdflugzeug der Britischen Royal Air Force, die Supermarine Spitfire, aus einem Wasserflugzeug entwickelt wurde? Die Supermarine S6B, designed von Reginald Mitchell, war 1931 das schnellste Flugzeug der Welt und erreichte mit ihrem 2.530 PS starken Rolls Royce R V-12 Motor die damals unglaubliche Geschwindigkeit von 656 km/h. Reginald Mitchell war es dann auch, der die Erkenntnisse aus der schnellen S6B bei der Entwicklung der Spitfire nutzte. Die aerodynamisch günstige Form des Rumpfes und die widerstandsarmen elliptischen Tragflächen sind der S6B sehr ähnlich. Das Bild zeigt die originale Supermarine S6B (links unten) und eine Spitfire Mk.Ia (im Hintergrund rechts), beide Maschinen sowie die Schneider-Trophy sind im Science Museum London zu bewundern. (G. Schmid)

Science Museum London
Wußten Sie schon...

daß vor 75 Jahren, genau am 21. Oktober 1929, das berühmte 12-motorige Flugboot Dornier Do-X mit unglaublichen 169 Personen an Bord zu einem Demonstrationsflug abhob? Nach diesem für viele Jahre geltenden Weltrekord brach das Flugboot zu Flügen rund um den Erdball auf, wo es überall begeistert empfangen worden ist. Leider für die damalige Zeit zu groß, wurde die Do-X kein wirtschaftlicher Erfolg. Außer der berühmten D-1929 wurden lediglich zwei weitere Exemplare für Italien hergestellt: Die `Umberto Maddalena´ I-REDI und `Allessandro Guidoni´. Beide Maschinen gingen in den Kriegswirren verloren. Für die D-1929 wurde ein passendes Heim gefunden: Es war das größte Austellungsstück der berühmten Berliner Luftfahrtsammlung...leider um dort durch einem Bombenangriff zerstört zu werden. Wegen seiner Größe konnte es natürlich nicht ausgelagert werden. (Stefan Schmoll)

Do-X

Do-X

Wußten Sie schon...

daß der Zeppelin LZ 129 "Hindenburg" bei der Katastrophe vom 6. Mai 1937 nicht durch einen Anschlag sondern durch statische Aufladung Feuer fing? Der letzte Abschnitt der Reise nach Lakehurst führte durch einen Luftraum mit Gewitteraktivitäten. Hierbei wurde der Zeppelin statisch aufgeladen. Als das Luftschiff in Lakehurst den Landemast berührte, entzündete sich durch die elektrische Entladung die hochgradig brennbare Außenfarbe der "Hindenburg". Die mit dem brennbaren Wasserstoffgas gefüllten Zellen fingen erst einige Augenblicke später Feuer. Alles in allem spielte sich die Katastrophe wie im Zeitraffer ab. Nach nur 30 Sekunden lagen von dem einst stolzen Luftschiff nur noch glühende Gerippeteile am Boden. 36 Menschen fanden dabei den Tod. (GS)

LZ 129 Inferno

Farbe

Wußten Sie schon...

daß lange vor der Erfindung des Fernsehapparates die "Himmelsschreiber" ihre Werbebotschaften für tausende Menschen sichtbar machten? Major J. C. Savage, ein englischer Pilot des ersten Weltkrieges, mußte sich, wie viele seiner Pilotenkameraden, nach dem Ende des Krieges ernsthafte Gedanken über seine Zukunft machen. Den Himmel als Werbefläche zu nutzen war seine Idee und schnell hatte er Verträge mit namhaften Großfirmen geschlossen. Seine aus Militärbeständen erworbene S.E.5A hatte er mit zwei langen Auspuffrohren modifiziert, die sich unter dem Leitwerk vereinten. In dieses Rohrsystem wurde Öl eingespritzt, das zusammen mit dem heißen Abgas einen weißen Rauch bildete. Bei ruhiger Luft blieb die an den Himmel geschrieben Schrift bis zu zehn Minuten lesbar. Das Flugzeug ist heute im Science Museum in London ausgestellt. (GS)

S.E.5A Skywriter

Skywriting

Wußten Sie schon...

daß Charles A. Lindbergh (1902-1974) seine Pilotenlaufbahn als Barnstormer-Pilot begann? 1922 schrieb sich Lindbergh bei einer Flugschule in Lincoln, Nebraska (USA) ein. Er liebte das Abenteuer und den Nervenkitzel und nahm in dieser Zeit nicht nur Flugstunden sondern übte sich auch in Wingwalking und Fallschirmspringen. Ein Jahr später kaufte Lindbergh aus Armeebeständen einen Curtiss "Jenny" Doppeldecker und zog damit als Schausteller-Pilot durch die USA bevor er 1924 in die U. S. Army Flying School eintrat. Zwei Jahre später war er der erste Postflieger Chicago, Illinois, and St, Louis, Missouri. In Chicago wurde Lindbergh dann auch auf den Preis von 25.000 US$ aufmerksam, den der Hotelbesitzer Raymond Orteig für die erste Überquerung des Atlantik ausgeschrieben hatte. Der ehrgeizige Lindbergh nahm die Herausforderung an..... (G. Schmid)

Lindbergh

Charles A. Lindbergh

Wußten Sie schon...

daß Erich Weisz (später Erik Weiss) - besser bekannt als Harry Houdini der Entfesselungskünstler, auch als Luftfahrtpionier bezeichnet werden kann? Während einer Tournee in Deutschland kaufte er sich einen Voisin Doppeldecker, die ersten Probeflüge fanden im Dezember 1909 in Hamburg statt.
Auf der Überfahrt zur nächsten Tournee in Australien befand sich auch der Doppeldecker an Bord des Schiffes. Houdini nutzte ihn als Werbung für seine Shows, Flugvorführungen wurden öffentlich angekündigt und fanden breiten Zulauf. Waren es doch die ersten motorisierten gesteuerten Flüge auf dem australischen Kontinent.
Am 31. März 1910 stellte er dann in Diggers Rest den 17. Flugrekord der Geschichte auf. Nach dem Start legte er eine Strecke von 6 Meilen innerhalb von 7min und 37 Sekunden zurück. Die Flughöhe betrug dabei 100 ft (ca. 30 m). Das war auch zugleich sein letzter Flug, vermutlich war es ihm nicht mehr gefährlich genug. (T. Fedor)

Voisin

Voisin Doppeldecker

Wußten Sie schon...

daß das erste Strahlverkehrsflugzeug in Nordamerika nicht von den bekannten US-Amerikanischen Flugzeugherstellern Boeing, Douglas oder Convair gebaut wurde? Es war die Firma Avro Canada, die schon 1946 am Entwurf eines Airliners mit Strahlturbinen arbeitete und am 10. August 1949, zwei Wochen nach dem Erstflug der britischen De Havilland "Comet" mit dem Erstflug der Avro C-102 "Jetliner" die Fachwelt in Staunen versetzte. Obwohl die Versuchsflüge ohne Zwischenfälle absolviert wurden, stoppte Avro Canada den Bau des 50-sitzigen Airliners noch bevor die Serienfertigung begonnen hatte. (G. Schmid)

AVRO Jetliner

Avro Canada C-102 "Jetliner"

Wußten Sie schon...

daß im September 1939 der erste Luftangriff der britischen Royal Air Force auf die deutsche Flotte in Wilhelmshaven stattfand? Geflogen wurde der Einsatz mit zweimotorigen, mittelschweren Bombern vom Typ Bristol Blenheim. Dieser bereits seit 1936 gebaute Flugzeugtyp war es auch, der erstmals im zweiten Weltkrieg ein Bordradar zur Früherkennung feindlicher Flugzeuge mit sich führte. (G. Schmid)

Bristol Blenheim

Bristol Blenheim

Wußten Sie schon...

daß das berühmte Jagdflugzeug North American P-51 "Mustang" von nicht weniger als 55 Luftwaffen der Welt eingesetzt wurde? Auf eine Ausschreibung im Jahr 1940 hin begann man bei North American mit der Entwicklung eines neuen Jägers, der mit einem "Standardpiloten" von 1,78m Größe und 75 kg Gewicht Höchstleistungen erzielen sollte. Knapp vier Monate später flog der Prototyp der P-51 Mustang. Dieser neue Propellerjäger sollte nicht nur den Verlauf des zweiten Weltkrieges maßgeblich beeinflussen, sondern weit in das Zeitalter der Düsenjäger im Einsatz bleiben. So befanden sich in der Schweiz noch bis 1957 mehr als 100 Maschinen im Dienst. Diesem Umstand ist es wohl auch zu verdanken, daß sich von den einst mehr als 15.000 gebauten Exemplaren heute noch 154 in flugfähigem Zustand befinden. (G. Schmid)

P-51D

P-51D "Mustang"

Wußten Sie schon...

daß der bekannte US-Amerikanische Motorradhersteller Harley-Davidson auch ein Flugzeugtriebwerk gebaut hat? Der Zweizylinder-V-Motorradmotor "Harley Davidson 24 FE" aus dem Jahr 1924 erbrachte aus einem Liter Hubraum eine Leistung von ca. 15 PS. Das war genug für das 1926 gebaute Eigenbauflugzeug "Karhu 1" (Bär) der finnischen Brüder Niilo, Valto und Uuno Karhumäki. Die Bilder rechts zeigen den Motor 24 FE sowie Niilo Karhumäki mit dem Flugzeug "Karhu 1". (G. Schmid)

Harley Davidson 24 FE Karhu 1
Wußten Sie schon...

daß William T. Piper (1881-1970), einer der erfolgreichsten Hersteller von Kleinflugzeugen, in seinem ganzen Leben nur ein einziges Mal in einem Flugzeug mitflog? Dieses Erlebnis, das im Jahr 1928 stattfand, beschrieb der Vater von 5 Kindern als "laut und unbequem". Außerdem machte er deutlich, daß er von dieser "unsicheren Art der Fortbewegung" nicht viel halte. Wenige Jahre später hatte sich seine Firma mit Schul- und Sportflugzeugen wie der Piper J-2 bis J-5 "Cub", der L-4 "Grasshopper" und Nachkriegsflugzeugen wie der PA-18 "Super Cub" oder der seit 1960 in Produktion befindlichen PA-28 in der Geschichte der Luftfahrt einen festen Platz erobert. (G. Schmid)

William T. Piper

William T. Piper

Wußten Sie schon...

daß die Russin Valentina Stepanovna Gryzodubova (1910-1993) die einzige Pilotin war, die im zweiten Weltkrieg ein komplett aus Männern bestehendes Flieger-Regiment befehligte. 1942 wurde die Ausnahmepilotin zur Kommandeurin des 101. Langstreckenregimentes ernannt. Das Bild zeigt Valentina Gryzodubova im Cockpit. (G. Schmid)

Valentina Gryzodubova
Wußten Sie schon...

daß der deutsche Flugzeugführerschein mit der Nr.1 am 1. Februar 1910 ausgestellt wurde? Als am 28. Juli 1908 in Kiel die erste offizielle Flugvorführung Deutschlands stattfand, war August Euler unter den Besuchern. Der am 20. November 1868 geborene Fahrrad- und Automobilfabrikant war sofort Feuer und Flamme für die Fliegerei, und das obwohl der einzige bei dieser Veranstaltung vom Dänen C.H. Ellehammer gezeigte Flug nur über eine Distanz von 47 Metern führte. Die Prüfung zum Luftfahrerschein für Doppeldecker legte Gustav Euler dann am 31.12.1909 auf dem Flugplatz Darmstadt mit seinem eigenen Flugzeug ab. Da es noch keine entsprechende Behörde für Motorflieger gab, wurde die Prüfung vom Deutschen Luftschifferverband, einem Mitglied der Fédération Aeronautique Internationle (FAI), abgenommen. Den Flugzeugführerschein mit der Nr.2 erhielt übrigens Hans Grade, der am selben Tag wie Euler, jedoch in Johannisthal, auf seinem Eindecker die Prüfung abgelegt hatte.

Wußten Sie schon...

daß die Republic XF-84H das erste Propellerflugzeug werden sollte, das schneller als der Schall fliegt? Die F-84 "Thunderjet" und "Thunderstreak" Jets wurden zwischen 1946 und 1957 zwar weit über 7.000mal gebaut, litten jedoch stark unter den damals noch recht leistungsschwachen Strahlturbinen. Mit der XF-84H kam 1955 eine ganz ungewöhnliche Version der F-84 in die Flugerprobung. Das Strahltriebwerk war durch zwei Allison T38 Turbinen ersetzt worden, die über ein Getriebe einen großen Propeller mit breiten Blättern antrieben. Ziel dieser Konstruktion war es, die starken Beschleunigungs- und Steigwerte des Propellerantriebes mit der hohen Geschwindigkeit eines Düsenjägers zu verbinden. Es wurden jedoch nur zwei Prototypen gebaut. Das Flugzeug erreichte nie die erhofften Leistungen, dafür einen zweifelhaften Rekord: Die XF-84H "Thunderscreech" war nach einstimmiger Meinung aller am Projekt beteiligten Personen unumstritten das lauteste Flugzeug, das je gebaut wurde. (G. Schmid)

XF-84H

XF-84H

Wußten Sie schon...

daß das größte ferngesteuerte Flugzeug eine originale Boeing 720 war? 1982 beschlossen NASA und FAA den größten Crashtest in der Luftfahrtgeschichte. Ein ausgemustertes Verkehrsflugzeug sollte Informationen liefern, die man bis zu diesem Zeitpunkt nur im Rahmen der Unfallforschung erahnen konnte. Die Boeing 720 wurde mit 350 Sensoren ausgestattet, Cockpit und Kabine wurden mit Dummies besetzt und die Tanks befüllte man zu Versuchszwecken mit einem Kerosingemisch, das bei einem Crash schwer entflammbar sein sollte. Am 1. Dezember 1984 war es dann so weit - nach 14 bemannten Testflügen startete die Boeing 720 per Fernsteuerung auf dem Dryden Testgelände der NASA. 9 Minuten nach dem Start erfolgte die ferngesteuerte Bruchlandung. Das schwer entflammbare Kerosin erwies sich als untauglich, es entzündete sich ebenso schnell wie normaler Treibstoff. Sehr wertvoll für die Forschung waren hingegen die von den Sensoren übermittelten Daten und die Bilder der installierten Kameras. (G. Schmid)

B720 testcrash

Boeing 720 test crash NASA, Dryden

Wußten Sie schon...

daß die Propeller aus den Anfängen der motorisierten Luftfahrt noch starke Ähnlichkeit mit Schiffsschrauben hatten? Da man ja noch keinerlei Erfahrung mit dem Element Luft hatte, übernahm man für die ersten motorisierten Luftschiffe Mitte des 19. Jahrhunderts einfach die Erkenntnisse aus der Seefahrt. Diese frühen Propeller hatten allerdings einen sehr schlechten Wirkungsgrad. Schnell begann man mit der Verbesserung der Luftschrauben. Als sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die motorisierte Luftfahrt immer schneller entwickelte, fanden auch die Propeller immer mehr zu ihrer heutigen Form. Das Bild zeigt einige Schritte aus der Evolution des Propellers. (G. Schmid)

Propeller

Propeller im Zeppelinmuseum Friedrichshafen

Wußten Sie schon...

daß die Wirbelschleppen hinter startenden und landenden Flugzeugen noch minutenlang eine unsichtbare Gefahr für nachfolgende Luftfahrzeuge darstellen? An den Tragflächenenden findet ein Druckausgleich zwischen der Unterseite (hier herrscht Überdruck) und der Oberseite (hier herrscht Unterdruck) statt. Hierbei ensteht ein rotierender Wirbel, der nur durch Rauch oder Kondensation sichtbar wird. Bei Start und Landung verursachen die Landeklappen noch zusätzlich starke Verwirbelungen. Bei großen Flugzeugen wie der der Boeing 747 erreichen diese unsichtbaren Wirbel die Stärke eines Tornados - wenn auch nur für kurze Zeit und auf begrenztem Raum. Verschiedene Abstürze kleiner und großer Flugzeuge sind durch Wirbelschleppen verursacht worden. Zur Sicherheit werden Flugzeuge deshalb "gestaffelt", eine von der Flugzeuggröße abhängige Wartezeit zwischen den Starts und Landungen verhindert diese gefährliche Begegnung mit den unsichtbaren Böen. (G. Schmid)

Eurofighter

Durch Rauch werden bei diesem Eurofighter die Wirbelzöpfe an den Flächenenden sichtbar.

Wußten Sie schon...

daß der Wagner "Rotorcar", eine Mischung aus Auto und Hubschrauber, 1964 tatsächlich flog? Das unkonventionelle Land-/Luftfahrzeug hatte für den Flug einen luftgekühlten 4 Zylinder Umlaufmotor, der zwei über einander angeordnete und sich gegenläufig drehende Zweiblatt-Rotoren antrieb. Ein Drehmomentausgleich war damit nicht erforderlich. Der Entwurf des ganzen Fahrzeugs stammte vom Chefkonstrukteur der Fa. Wagner in Friedrichshafen, dem u.a. auch durch das kunstflugtaugliche Segelflugzeug Lo 100 bekannt gewordenen Ing. Alfred VogtFür die Fahrt auf der Straße kam ein Motor aus dem damals bekannten "Goggomobil" zur Verwendung. Der Experimentalhubschrauber "Rotorcar" konnte seine Flugerprobung erfolgreich absolvieren, wurde jedoch nie in Serie gebaut. Heute ist der Prototyp im Hubschraubermuseum Bückeburg zu bewundern. (G. Schmid)

Wagner "Rotorcar"

Wagner "Rotorcar"

Wußten Sie schon...

daß die Northrop P-61 "Black Widow" das erste Flugzeug war, das ausschließlich für die Verwendung als Nachtjäger gebaut wurde? Die Bombenangriffe bei Tag wurden im Laufe des zweiten Weltkrieges sowohl für die Alliierten als auch für die Achsenmächte immer verlustreicher. Als man damit begann, die Angriffe in die Nacht zu verlegen, waren neue Strategien zur Abwehr der Bomber erforderlich. Während England und auch Deutschland bereits vorhandene Kampfflugzeuge auf die Nachtjagd umrüstete, beschloß man in den USA neue Wege zu gehen. 1941 begann Northrop deshalb mit der Projektierung eines speziellen Nachtjägers für drei Mann Besatzung - einen Piloten, einen Funkmeßoperateur und einen Bordschützen/Funker, der die gewaltige Bewaffnung von 4 MGs Cal. 12,7 mm und 4 Kanonen Cal. 2 cm bediente. Von 1942 bis 1944 wurden schließlich 707 Stück des schweren Nachtjägers gebaut, die unter anderem auch als Verbindungsflugzeuge und Aufklärer Verwendung fanden. (G. Schmid)

P-61

P-61 "Black Widow"

Wußten Sie schon...

daß der Deutsche Hans Derschmidt im Jahr 1967 den wohl kleinsten manntragenden Tragschrauber gebaut hat? Das nur 35 Kilogramm leichte Gestell schnallte sich Hans Derschmidt wie einen Fallschirm auf den Rücken. Der Tragschrauber wurde aus hochwertigen Materialien gefertigt, so zum Beispiel stammten die Blätter des Hauptrotors mit einem Durchmesser 5,10 m von Bölkow. Die erfolgreiche Flugerprobung erfolgte im Hangaufwind der Alpen. Das einzige gefertigte Exemplar des Tragschraubers ist heute im Hubschraubermuseum Bückeburg zu sehen >>>Tipps-Hubschraubermuseum. (G. Schmid)

Derschmidt-Tragschrauber
Wußten Sie schon...

daß das größte Verkehrsflugzeug der beginnenden 30er Jahre, die Junkers G 38, sogar Passagiersitze in den Tragflächen hatte? Mit einer Flügeldicke von zwei Metern an der Flächenwurzel war genügend Platz für zwei exklusive Kabinen, die den Passagieren einen einmaligen Panoramablick in Flugrichtung gestatteten. D-2000 war das Kennzeichen des gigantischen viermotorigen Flugzeuges, das am 6. November 1929 seinen Erstflug mit dem Chefpiloten Wilhelm Zimmermann am Steuer absolvierte. Von der "Deutsche Luft Hansa AG" wurde die G 38 auf internationalen Strecken eingesetzt. Während der erste Prototyp zuerst 13, nach einigen Umbauten dann für 30 Passagiere Platz bot, konnte die zweite gebaute G 38 (D-2500) bis zu 34 Passagiere befördern. Es wurden lediglich zwei Maschinen gebaut. Während die D-2000 am 26. Mai 1936 mit der neuen Kennung D-AZUR zu Bruch ging, flog die D-2500 (später D-APIS) im Krieg als Militärtransporter, ehe sie 1941 in Athen durch Bomben zerstört wurde. (G. Schmid)

Junkers G 38

Junkers G 38

Junkers G 38

Wußten Sie schon...

daß es fliegende Flugzeugträger gab? Gegen Ende des ersten Weltkrieges hatten Deutschland, Großbritannien und die USA Versuche durchgeführt, bei denen Luftschiffe als Transportmittel für Flugzeuge dienten. Während für Deutschland nach dem Krieg die Luftfahrt vorläufig nicht gestattet war, fanden in den USA und England immer wieder sporadische Versuche statt - mit mäßigem Erfolg. Ab 1931 erfolgte dann die erfolgreiche Umsetzung in der Praxis: Die speziell für diesen Zweck von der Goodyear Zeppelin-Corporation gebauten US-Luftschiffe "Macon" und "Akron" sollten die ersten Exemplare einer Flotte von Flugzeugträgern der Lüfte sein. Curtiss baute das Jagdflugzeug F9C "Sparrowhawk" - speziell für den Einsatz auf diesen Luftschiffen. Mit einem über den Tragflächen montierten Fanghaken klinkte sich die "Sparrowhawk" am Trapez des Luftschiffes ein und wurde dann in den Luftschiffrumpf aufgenommen. Einen wirklichen Einsatz erlebten aber auch diese fliegenden Flugzeugträger nicht. Die "Akron" stürzte am 3. April 1933 während eines Sturmes ab. Knapp zwei Jahre später, am 12. Februar 1935, wurde auch die "Macon" mitsamt ihren vier "Sparrowhawks" als verschollen gemeldet. (G. Schmid)

Macon

Ein Modell der "Macon"

Macon

"Sparrowhawk" am Fanghaken.

Wußten Sie schon...

daß Geraldine Mock im Frühjahr 1964 als erste Frau die Erde im Alleinflug umrundete? "Spirit of Columbus" wurde die gebrauchte, lediglich mit zusätzlichen Treibstofftanks und Überlebensausrüstung ausgerüstete Cessna 180 getauft, mit der "Jerrie" Mock am 19, März 1964 um 9:31 auf die Reise machte. 29 Tage, 11 Stunden und 59 Minuten nachdem sie vom Airport in Columbus, Ohio gestartet war, kehrte sie wohlbehalten wieder zum Columbus Airport zurück. Hinter ihr lagen 37.172 Kilometer, die sie mit einem von der FAI anerkannten Geschwindigkeitsrekord für Flugzeuge mit einem Abfluggewicht von weniger als 1.750 kg zurückgelegt hatte. Geraldine Mock wurde von Präsident Lyndon B. Johnson für ihre Leistung ausgezeichnet. Sie flog die "Spirit of Columbus" nie wieder. Das Flugzeug ist heute im Smithsonian National Air and Space Museum ausgestellt. (G. Schmid)

Geraldine Mock

Geraldine Mock

Wußten Sie schon...

daß am 7. September 1909 der erste Flugplatz der U.S. Army in College Park, Maryland, eröffnet wurde? Als Orville und Wilbur Wright im Dezember 1903 ihre ersten erfolgreichen Motorflüge absolvierten, war das Interesse des Militärs an dem neuartigen Fluggerät nicht groß. Noch im Januar 1905, mehr als ein Jahr nach den ersten Flügen, lehnte der amerikanische Kongress finanzielle Mittel für die Weiterentwicklung des Flugzeugbaues ab. Eine weitere Absage war die Anwort auf die erneute Bitte um Fördermittel im Oktober 1905. Erst 1908 erwarb das U. S. Militär für 25.000 US$ eine Wright Flugmaschine. Trotz eines Zwischenfalles am 17. September 1908 bei einem Demonstrationsflug, bei dem ein Leutnant der Army sein Leben verlor, hatte das Militär den Wert des Flugzeuges erkannt. (Gerhard Schmid).

Wright Flyer Replica

Eine flugfähige 3/4 Replica das Wright "Flyer". Der Flyer war das erste Flugzeug der U.S. Army

Wußten Sie schon...

daß am 12. März 1946 der erste Hubschrauber für die Zivilluftfahrt zugelassen wurde? Acht Jahre nachdem Hanna Reitsch in der Berliner Deutschlandhalle die erstaunlichen Möglichkeiten des Hubschraubers öffentlich vorgeführt hatte, war es die amerikanische Bell 47, die als erster Drehflügler die zivile Luftfahrt bereicherte. Mit der Entwicklung des "Modell 47" hatte man bei der Bell Helicopter Company bereits in den 30er Jahren begonnen. Der Prototyp wurde 1945 fertiggestellt. Es war eine sehr übersichtliche, zweisitzige Konstruktion, gerade einmal 750 kg leicht und angetrieben von einem luftgekühlten Lycoming Motor. Berühmt wurde die Bell 47 durch ihren Einsatz im Korea-Krieg, wo die Maschine beim frontnahen Verwundetentransport unverzichtbar wurde. Bis 1973 wurde die Bell 47 über 6.000 Mal in einer Vielzahl verschiedener Varianten gebaut. (G. Schmid)

Bell 47

Bell 47 im Hubschraubermuseum Bückeburg

Wußten Sie schon...

daß moderne Jagdflugzeuge wie F-16 oder Eurofighter aerodynamisch instabil sind? Von den Anfängen der Luftfahrt bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten alle Flächenflugzeuge eines gemeinsam - sie waren aerodynamisch stabil. Wenn der Pilot keine Steuerimpulse gab flogen sie eigenstabil geradeaus, wenn der Antrieb ausfiel konnten sie vom Piloten im kontrollierten Gleitflug zur Landung gebracht werden. Bei modernen Militärjets ist das anders. Auf Eigenstabilität wird zu Gunsten der Manövrierfähigkeit verzichtet. Ohne ständige Steuerimpulse ist mit einem solchen Flugzeug ein Flug nur schwer möglich. Computer kontrollieren Höhen-, Seiten- und Querruder und halten das instabile Flugzeug damit in der gewünschten Fluglage. Zur Sicherheit ist diese Steuerung mit Backup-Systemen abgesichert. Fallen all diese Systeme aus, so ist eine Kontrolle des Flugzeuges für den Piloten nur noch sehr schwer möglich. (G. Schmid)

Eurofighter

Der Eurofighter ist aerodynamisch instabil.

Wußten Sie schon...

daß am 28. November 1995 die erste vollständig computergesteuerte Landung eines Verkehrsflugzeuges durchgeführt wurde? Es war eine McDonnell Douglas MD-11. Der Vorläufer dieses Airliners, die Douglas DC-10, hatte ihren Erstflug am 29. August 1970. Die Piloten der DC-10 erhielten damals noch Unterstützung durch einen Flugingenieur, der die Piloten bei der Überwachung der vielen technischen Vorgänge unterstützte. Im Laufe der Jahre hielt der Computer Einzug in der Luftfahrt und als Nachfolgemodell der DC-10 war die MD-11 mit modernster Computertechnik ausgestattet. Der Flugingenieur wurde durch Computer ersetzt und - wie die erste vollständig computergesteuerte Landung bewiesen hatte - auch die Piloten könnten im Ernstfall ersetzt werden. Die vollautomatische Landung wurde nach dem Anschlag vom 11. September als mögliche Lösung für den Fall einer Flugzeugentführung diskutiert, jedoch wurden diese Systeme bisher nicht in Verkehrsflugzeuge eingebaut. (G. Schmid)

MD-11

MD-11im Landeanflug auf den Flughafen Zürich-Kloten

Wußten Sie schon...

daß bis 1973 bei allen Linienfluggesellschaften der Welt nur männliche Piloten im Einsatz waren? Emily Howell Warner bekam am 29. Januar 1973 als erste Frau eine Anstellung als Pilotin im Liniendienst der US-Amerikanischen Fluggesellschaft Frontier Airlines - nachdem sie sich fünf Jahre lang hartnäckig beworben hatte. Drei Jahre nach ihrem Dienstantritt bei Frontier wurde sie - ebenfalls der erste weibliche - Flugkapitän. Die Entscheidung für eine berufliche Karriere als Berufspilotin traf Emily Howell Warner bei ihrem ersten Flug im Alter von 17 Jahren. Bis zu ihrer Pensionierung erreichte Emily Howell Warner eine Flugzeit von mehr als 21.000 Stunden. Im Jahr 2001 wurde sie in die Women's Hall of Fame in Seneca Falls, New York aufgenommen, ihre Kapitänsuniform ist im Smithsonian Institut ausgestellt. (G. Schmid)

Emily Howell Warner

Emily Howell Warner

Wußten Sie schon...

daß im Oktober 1928 vom U. S. Army Air Corps das erste "Gesamtrettungssystem" für Flugzeuge entwickelt wurde? Was heute in der Klasse der Ultraleichtflugzeuge Vorschrift ist, wurde schon vor mehr als 75 Jahren getestet - ein großer Fallschirm, der ein Flugzeug samt Passagieren sicher zur Erde bringen soll falls ein kontrollierter Flug mit sicherer Landung nicht mehr möglich ist und ein Absturz droht. Das Bild zeigt den Prototyp eines Gesamtrettungssystemes für Segelflugzeuge. (G. Schmid)

Rettungssystem

Rettungssystem

Wußten Sie schon...

daß der erste Flug in das "Auge" eines Hurricanes zur Erforschung dieser gewaltigen nordatlantischen Wirbelstürme am 14. September 1944 durchgeführt wurde? U.S. Col. Floyd B. Wood, Major Harry Wexler, und Lt. Frank Record flogen mit einer Douglas A-20 "Havoc" erfolgreich in das Innere eines der gefährlichsten Stürme der Welt und kehrten unversehrt mit einer Fülle wertvoller Meßdaten wieder zurück. Die weltweit einzige flugfähige A-20 "Havoc" können Sie übrigens im Lone Star Flight Museum in Galveston/Texas bewundern >>>Tipps .   (G. Schmid)

Douglas A-20 "Havoc"

A-20 "Havoc"

Wußten Sie schon...

daß es Versuche mit einem Überschall-Wasserflugzeug gab? In der Geschichte der Luftfahrt spielten die Wasserflugzeuge immer eine große Rolle. Ihre Unabhängigkeit von befestigten Flugplätzen war ein unschätzbarer Vorteil - insbesondere für das Militär. Die XF2Y-1 "Sea Dart"  war die Antwort auf einen Auftrag des U.S. Navy's Bureau of Aeronautics an die Firma Convair zur Entwicklung eines einsitzigen Überschall-Jägers mit "Wasserskiern". Im Gegensatz zu den bisherigen Wasserflugzeugen verfügte die "Sea Dart" nicht über Schwimmkörper. Der Auftrieb und das Gleiten auf dem Wasser enstand wie bei einem Wasserski-Fahrer erst durch die Vorwärtsbewegung. Am 3. August 1954 durchbrach die "Sea Dart" mit Convair-Cheftestpilot E. D. "Sam" Shannon am Steuer die Schallmauer. Fünf Prototypen der "Sea Dart" wurden gebaut, drei davon wurden in der Flugerprobung eingesetzt. Das Projekt wurde eingestellt, da die U.S. NAVY keinen Bedarf für diese Maschine sah und auch keine weiteren finanziellen Mittel freigab. (G. Schmid)

Convair XF2Y-1 "Sea Dart"

XF2Y-1 "Sea Dart"

Wußten Sie schon...

daß das Aufklärungs- und U-Boot-Bekämpfungsflugzeug Bréguet 1150 "Atlantic" das einzige weltweit im Einsatz befindliche Flugzeug dieser Art ist, das speziell für diesen Einsatzzweck entworfen und gebaut wurde? Lesen Sie hier unser     >>>Special Bréguet "Atlantic"

Bréguet Atlantic Special
Wußten Sie schon...

daß die ersten Blindflüge bereits Ende der 20er und Anfang der 30er Jahre durchgeführt wurden? Lt. Jimmy Doolittle hatte am 24. September 1929 die Möglichkeit des Blindfluges unter Beweis gestellt als er am Mitchell Field in Long Island, New York, startete, einen 15 Meilen langen Kurs abflug und anschließend sicher landete - ohne Sicht aus dem Cockpit. Seine Instrumente waren: künstlicher Horizont. Höhenmesser, Varioneter und Kompass. Für alle Fälle saß bei diesem Flug Lt. Benjamin Kelsey als Sicherheitspilot im vorderen Cockpit. Major Albert F. Hegenberger vom U.S. Army Air Corps führte am 9. Mai 1932 den ersten "Solo-Instrumentenflug" durch. Auf der U.S. Army Air Corps Base Patterson Field (heute Wright-Patterson AFB) in Dayton, Ohio, startete der gelernte Luftfahrtingenieur mit einer Douglas BT-2 ohne jegliche Sicht nach draußen und landete fünf Minuten später wieder sicher. Die ersten Schritte zur Allwettertauglichkeit des Flugzeuges waren damit eingeleitet worden. (G. Schmid)

Wußten Sie schon...

daß Ross Perot Jr. und Jay Coburn 1982 erstmals einen Flug rund um die Erde in einem Helikopter unternahmen? "Spirit of Texas" hieß der modifizierte Hubschrauber vom Typ Bell Long Ranger 206, mit dem die beiden Piloten am 1. September 1982 in Fort Worth, Texas, starteten. 29 Tage, 3 Stunden, 8 Minuten und 13 Sekunden später erreichten die Abenteurer wieder das heimatliche Fort Worth. Die Gesamtflugzeit betrug 246,5 Stunden, die Durchschnittsgeschwindigkeit 117 mph.   (G. Schmid) 

Bell Long Ranger

Bell Long Ranger

Wußten Sie schon...

daß der Motor des Wright Flyer bei einem Gewicht von 91 kg ganze 12 PS leistete? Es gab zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts noch keine speziellen Flugmotore und herkömmliche Automotoren waren viel zu schwer. Also konstruierten die Brüder Wright selbst einen wassergekühlten Vierzylinder Flugmotor für ihren "Flyer" Im Dezember 1903 gelang so der offiziell erste Motorflug. In hundert Jahren hat sich viel verändert. Moderne Flugmotoren erreichen bei geringerem Gewicht ein vielfaches an Leistung - bei enormer Zuverlässigkeit. Die Turbine Allison 250-C20 zum Beispiel leistet bei einem Gewicht von weniger als 80 kg bis zu 420 PS. Sie wird hauptsächlich in Hubschraubern wie z. B. Jet Ranger, OH58, AS355, BO 105 und A109 verwendet, aber auch als Propellerturbine für Flächenflugzeuge. (G. Schmid)

 

 

[Home] [Termine] [News] [Tipps] [Airshows] [Reno Races] [History] [Nose-Art] [Kleinanzeigen][Links] [Impressum]